A 6-Brücke an der Asschlussstelle Schwetzingen Nord/Brühl - Fahrbahn in Richtung Mannheim wird zur Baustelle

Anfang Mai beginnt auf der A 6 die nächste Bauphase zum Austausch der Übergangskonstruktionen auf der Autobahnbrücke über die Bahnstrecke Mannheim-Karlsruhe (Rheinbahn) und die Schwetzinger Siedlerstraße. Auf der nördlich der Anschlussstelle Schwetzingen-Nord/Brühl gelegenen Brücke wird dafür zwischen dem 5. und dem 11. Mai jeweils in den Nachtstunden der Verkehr in Fahrtrichtung Mannheim komplett auf die dann bereits fertiggestellte Gegenfahrbahn (Richtung Heilbronn) umgelegt. Anschließend kann die Übergangskonstruktion auf der Fahrbahn nach Mannheim ausgetauscht werden. Sperrungen sind nicht vorgesehen, die Umlegung erfolgt bei fließendem Verkehr. Aufgrund der baustellenspezifischen Verkehrsführung ist bis zum Ende der Bauarbeiten im Juni 2021 mit tageszeitabhängigen Verkehrsbehinderungen zu rechnen

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Die Umlegung des Verkehrs erfolgt nachts von jeweils 20:00 bis 05:00 Uhr, um Beeinträchtigungen für VerkehrsteilnehmerInnen möglichst gering zu halten. Dabei wird fahrstreifenweise eine sogenannte 4+0-Verkehrsführung eingerichtet; das bedeutet: Alle vier Fahrstreifen werden auf die Fahrbahn nach Heilbronn gelegt. Dort werden die Fahrtrichtungen durch eine temporäre Betonschutzwand getrennt, die Fahrstreifenbreite ist eingeschränkt. Aus Sicherheitsgründen herrschen eine Geschwindigkeitsbeschränkung und ein Überholverbot für Lkws. Derzeit ist in dem Bereich noch eine 3+1-Verkehrsführung eingerichtet (mit drei Fahrstreifen auf der Fahrbahn nach Mannheim), die mit der Fertigstellung der Übergangskonstruktion auf der Fahrbahn in Richtung Heilbronn aufgelöst wird. Bauoberleitung und Bauüberwachung liegen bei der Außenstelle Heidelberg der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest. 

Überblick zum Gesamtprojekt 

Die Übergangskonstruktion der Autobahnbrücke in Schwetzingen-Nord ist nach langer Nutzungsdauer defekt und verursacht bei starker Belastung Lärm, der für die Anwohner gerade nachts störend ist. Ihr Austausch wurde noch vom Regierungspräsidium Karlsruhe geplant. In der ersten Bauphase wurden Ende 2020 zwei Mittelstreifenüberfahrten hergestellt. In der zweiten Bauphase wurde ein Fahrstreifen der Fahrbahn in Richtung Heilbronn auf die Gegenfahrbahn umgelegt und die Übergangskonstruktion im rechten Bereich der Fahrbahn ausgetauscht. In der laufenden dritten Bauphase wurde die Übergangskonstruktion im linken Fahrbahnbereich ausgetauscht. In der anstehenden vierten Bauphase verlagern sich die Arbeiten auf die Fahrbahn in Richtung Mannheim. In der fünften und letzten Bauphase erfolgt dann die Schließung der Mittelstreifenüberfahrten. Damit wird das Projekt voraussichtlich Mitte Juni 2021 abgeschlossen. 

Hintergrund: Funktion einer Übergangskonstruktion 

Als Übergangskonstruktion (auch Fahrbahnübergang) wird ein Bauelement einer Brücke bezeichnet, das Verformungen und Bewegungen des Brückenüberbaus gegenüber den Brückenenden ausgleicht. Die Verformungen des Überbaus gehen vor allem auf jahreszeitliche Temperaturschwankungen zurück und reichen je nach Brücke von wenigen Millimetern bis in den Meterbereich. Die Übergangskonstruktion gleicht diese Differenzen aus, indem sie sich flexibel auseinander-
oder zusammenschiebt. Eine Übergangskonstruktion muss regelmäßig gewartet werden und wird je nach Belastung etwa alle 20 bis 25 Jahre ausgetauscht. Nur so können die Beweglichkeit der Konstruktion selbst und die Bausubstanz der Brücke erhalten und somit die Verkehrssicherheit gewährleistet werden. 

Zusatzinformationen 

Seit dem 1. Januar 2021 ist die Autobahn GmbH des Bundes verantwortlich für Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung der Autobahnen in Deutschland. Mit 13.000 Kilometern Autobahn und zukünftig bis zu 13.000 Beschäftigten an über 280 Standorten ist die Autobahn GmbH des Bundes eine der größten Infrastrukturbetreiberinnen in Deutschland. Sie gliedert sich deutschlandweit in 10 Niederlassungen, 41 Außenstellen, 42 Verkehrsleitzentralen und 189 Autobahnmeistereien auf.  

Die Zentrale der Autobahn GmbH des Bundes hat ihren Sitz in Berlin. Eine von insgesamt zehn regionalen Niederlassungen der Autobahn GmbH – die Niederlassung Südwest – befindet sich in Stuttgart-Obertürkheim. Zu ihr gehören Außenstellen in Stuttgart-Vaihingen, Freiburg, Karlsruhe, Heidelberg und Heilbronn sowie 15 Autobahnmeistereien, eine Verkehrsrechnerzentrale mit Tunnelleitzentrale sowie ein Fachcenter für Informationstechnik und -sicherheit (FIT).  

Die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest mit rund 1000 Beschäftigten ist verantwortlich für ca. 1050 Kilometer Autobahnen in Baden-Württemberg sowie in Teilen von Hessen und Rheinland-Pfalz. Die Außenstelle Heidelberg ist verantwortlich für 200 km Autobahnstrecke und über 800 Ingenieurbauwerke in der Metropolregion Rhein-Neckar, davon mehr als 450 Brücken. 

 

Pressekontakt: 

Petra Hentschel 

Mail: presse.suedwest[at]autobahn[dot]de 

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