A2: Feuerwehr probt den Katastrophen-Fall im Tunnel Erle bei Gelsenkirchen

Was tun, wenn es im Tunnel brennt? Die Feuerwehr hat auf der A2 bei Gelsenkirchen gemeinsam mit der Autobahn Westfalen den Ernstfall geprobt.

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Gelsenkirchen. Rauch quillt aus der Tunnelröhre, leblose Körper liegen zwischen Fahrzeugen im Inneren – ein Katastrophenfall im Tunnel Erle an der A2, auf den die benachbarten Feuerwehren Herten und Gelsenkirchen jederzeit vorbereitet sein müssen. Deswegen haben sie in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Autobahn Westfalen dieses Szenario in einer spektakulären Übung geprobt.

Um 21 Uhr wurde die Autobahn für den Verkehr gesperrt, dann begannen die Vorbereitungen in dem 320 Meter langen Tunnel: Die Opferdarsteller – Freiwillige eines Vereins aus Medebach – legten sich an die Positionen, die Nebelmaschine wurde aktiviert. Zeit für den Notruf! Wenige Minuten später rückten die Einsatzfahrzeuge an und begannen mit den Rettungs- und Löschmaßnahmen. Am Ende zog die Feuerwehr ein erstes, positives Fazit: Die Übung sei gut gelaufen.

Tunnel-Technik rettet Menschenleben

„Das Gelingen solcher Einsätze hängt vom Zusammenspiel aller Beteiligten ab“, erklärt Bernd Höhne, Geschäftsbereichsleiter Betrieb und Verkehr der Autobahn Westfalen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Tunnelleitzentrale der Autobahn in Hamm. Diese ist rund um die Uhr besetzt. Trifft ein Alarm über die technischen Systeme ein oder ruft jemand von den Notrufsäulen im Tunnel an, muss rasch die Entscheidung fallen: Wird der Tunnel gesperrt? Wenn ja, dann aktiviert die Zentrale das Sperrprogramm des Tunnels. Dann leuchtet die Ampel am Tunneleingang in Rot und die Wechselverkehrszeichen auf der Autobahn warnen die Autofahrer schon vor der Gefahr.

Der Tunnel Erle wurde noch im letzten Jahr saniert und bietet neben einer neuen, energiesparenden LED-Beleuchtung eine bisher in Westfalen einzigartige Technologie: Eine Videodetektion, welche das klassische Brandmeldesystem ergänzt. Die zugehörigen Kameras erfassen unter anderem automatisch Stillstand auf der Fahrbahn oder Personen im Randbereich des Tunnels und senden dann entsprechend Warnsignale an die Tunnelleitzentrale. Bernd Höhne ist sicher: „Diese Technologie kann Leben retten.“

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Bilder von der Übung können Sie an dieser Stelle herunterladen.

Kontakt Autobahn: Anton Kurenbach, (0234) 41479-662, anton.kurenbach[at]autobahn[dot]de

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