A26: Freie Fahrt zwischen den AS Jork und Neu Wulmstorf

Im Zuge der A26 im Abschnitt zwischen Jork und Neu Wulmstorf wurden heute die Bauabschnitte 2b, 2c und 3 für den Verkehr freigegeben. Das Ziel, eine Verbindung von Stade bis zur A7 herzustellen, rückt damit einen großen Schritt näher.

Carsten Butenschön, Stephan Krenz, Svenja Stadler MdB, Minister Olaf Lies, Enak Ferlemann MdB und Oliver Grundmann MdB beim Banddurchschnitt zur Verkehrsfreigabe der A26 zwischen Jork und Neu Wulmstorf.
Carsten Butenschön, Stephan Krenz, Svenja Stadler MdB, Minister Olaf Lies, Enak Ferlemann MdB und Oliver Grundmann MdB beim Banddurchschnitt zur Verkehrsfreigabe der A26 zwischen Jork und Neu Wulmstorf.

Sturmerprobt

Bis kurz vor der Pressekonferenz anlässlich der Verkehrsfreigabe der A26 regnete es sturmbedingt „horizontal“. Der Regen legte sich knapp vor der geplanten Freigabe und das typisch freundliche norddeutsche Wetter mit Sonnenschein setzte sich durch – der Sturm mit Böen von knapp 75 km/h allerdings blieb. Eine Herausforderung für Redende und Publikum, aber der Freude an diesem Tag tat dies keinen Abbruch. 

Carsten Butenschön begrüßte die anwesenden Mitglieder des Deutschen Bundestags, Enak Ferlemann, Oliver Grundmann und Svenja Stadler, wie auch die Landräte Rainer Rempe und Kai Seefried, die Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt und ihre Kollegen Tobias Handtke und Steffen Matthes. 

Herr Butenschön bedankte sich bei allen Behörden auf den unterschiedlichsten Verwaltungsebenen des Landes Niedersachsen, für die hervorragende Zusammenarbeit für die 8,2 Kilometer neue Autobahn, die freigeben wurde.

Stephan Krenz hob die großen Anstrengungen hervor, die unternommen wurden, um dem Schutz von Mensch, Fauna und Flora gerecht zu werden. So wurden in dem sensiblen Gebiet „Moore bei Buxtehude“ umfängliche Maßnahmen zum Schutz des Wachtelkönigs, dem Schutz eines Vogelschutzgebietes und vieles mehr unternommen, um alle notwendigen Auflagen voll umfänglich umzusetzen. Herr Krenz bedankte sich aber auch bei den Mitarbeiter:innen der Außenstelle Stade und bei allen Auftragnehmer:innen, die die A26 realisiert haben: „Trotz Personalmangels, Corona und Lieferengpässen gelang es, die A26 auf weiteren 8,2 Kilometern zu realisieren. Das zeigt die Leistungsfähigkeit und Flexibilität der ausführenden Firmen und der Kolleginnen und Kollegen im Norden.“ 

Der Niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies betonte, dass zur Mobilitätswende neben Radwegen und Schiene die Straße eine entscheidende Rolle spielt und ergänzte: „Vielmehr brauchen wir solche Infrastrukturprojekte. Denn genauso wie Schiene und Wasserstraßen wird auch der Verkehrsträger „Straße“ für die Mobilitätswende weiter eine bedeutende Rolle spielen – nicht nur mit Blick auf die rein-elektrische Zukunft der individuellen Mobilität, sondern auch für den straßengebundenen ÖPNV und für die Logistik mit einem Schwerlastverkehr mit alternativen Antrieben wie der Brennstoffzelle. Bei der Verkehrsinfrastruktur geht es nicht um ein „Entweder-Oder“ von Schiene, Straße, ÖPNV, Auto oder Radverkehr. Wir müssen sie im Sinne der Mobilitätswende alle Formen der Mobilität vernetzt denken.“ 

Herr Lies bedankte sich bei der Autobahn GmbH des Bundes für die hervorragende Zusammenarbeit und fügte hinzu, dass er bei Gründung der Autobahn GmbH große Bedenken hatte, ob die Übertragung der Aufgaben von den Ländern auf die GmbH des Bundes überhaupt funktioniere: „Heute weiß ich, dass meine Bedenken unbegründet waren.“

Enak Ferlemann, ehemaliger parlamentarischer Staatssekretär, der die A26 und A20 stets unterstützt hat und beide Projekte wie kein anderer kennt, betonte in einer kurzen Ansprache, wie froh er sei, dass dieses Stück Autobahn nun endlich für Nutzer:innen freigegeben wurde. Er ermahnte aber alle Anwesenden, dass es noch viel zu tun gäbe, wie den Bau des Abschnittes bei Stade und die Anbindung an die A20 wie auch die A20 selbst.

Die Baumaßnahme in den für den Verkehr freigegebenen Bauabschnitten 2b, 2c und 3 der A26 umfasste den Neubau der Autobahn A26 mit 4 Fahrstreifen, den Neubau von 2 Anschlussstellen (AS Buxtehude und AS Neu Wulmstorf) und den Neubau von 8 Brückenbauwerken zur Über- bzw. Unterführung von querenden Straßen und Wegen sowie 14 Brückenbauwerken zur Unterführung von Gewässern. Zudem wurden zum Schutz der Bevölkerung und im Bereich des europäischen Vogelschutzgebiets „Moore bei Buxtehude“ zwischen den AS Jork und Neu Wulmstorf insgesamt rd. 8,5 km Lärmschutzwände errichtet und rd. 86.000 m² offenporiger Asphalt eingebaut. Die Baukosten für die heute freigegebenen Abschnitte 2b, 2c und 3 belaufen sich in Summe auf 223 Mio. € inkl. aller notwendigen Grunderwerbskosten.

Blick auf die freigegebene A26 in Niedersachsen zwischen Jork und Neu Wulmstorf

v.l.: Carsten Butenschön, Stephan Krenz, Svenja Stadler MdB, Minister Olaf Lies, Enak Ferlemann MdB und Oliver Grundmann MdB

Olaf Lies, Verkehrsminister Niedersachsen

Enak Ferlemann MdB

Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes

Carsten Butenschön, Direktor der NL Nord der Autobahn GmbH des Bundes, begrüßt die Gäste und anwesende Presse

Carsten Butenschön, Enak Ferlemann MdB, Minister Olaf Lies, Stephan Krenz, Frank Schamper mit Mitarbeitenden der Autobahnmeisterei Othmarschen

u.A. sicherte die Autobahnmeisterei Othmarschen die Verkehrsfreigabe ab

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