A3: Innovative vollautomatische Wechselverkehrsführung zwischen den Anschlussstellen Hamminkeln und Wesel geht in Betrieb

Derzeit wird der Verkehr in einer so genannten "1:1-Verkehrsführung" durch die Baumaßnahme geleitet, d.h. der Verkehr ist komplett auf die Richtungsfahrbahn Arnheim umgelegt, den Verkehrsteilnehmenden steht nur eine Fahrspur je Richtung zur Verfügung. Vor allem in Stoßzeiten sorgt dies für - leider unvermeidbare - Staus. Eine digitale Stauwarnlage zeigt diese frühzeitig an, kann sie aber natürlich nicht verhindern. Ab 30. August wird sich die Situation innerhalb der Baustelle indes deutlich verbessern: Zum einen erfolgt zeitgleich mit der Umlegung des Verkehrs auf die Richtungsfahrbahn Oberhausen die Erweiterung auf eine "variable 2:1 - Verkehrsführung (Wechselverkehrsführung)". Den Verkehrsteilnehmenden stehen also zwei Fahrspuren in die eine und eine Fahrspur in Gegenrichtung zur Verfügung, wobei diese Anordnung in der Regel zweimal täglich - je nach Verkehrssituation - gewechselt wird.

A3: Innovative vollautomatische Wechselverkehrsführung zwischen den Anschlussstellen Hamminkeln und Wesel geht in Betrieb Platzhalter

Derzeit wird der Verkehr in einer so genannten "1:1-Verkehrsführung" durch die Baumaßnahme geleitet, d.h. der Verkehr ist komplett auf die Richtungsfahrbahn Arnheim umgelegt, den Verkehrsteilnehmenden steht nur eine Fahrspur je Richtung zur Verfügung. Vor allem in Stoßzeiten sorgt dies für - leider unvermeidbare - Staus. Eine digitale Stauwarnlage zeigt diese frühzeitig an, kann sie aber natürlich nicht verhindern. 

Ab 30. August wird sich die Situation innerhalb der Baustelle indes deutlich verbessern: Zum einen erfolgt zeitgleich mit der Umlegung des Verkehrs auf die Richtungsfahrbahn Oberhausen die Erweiterung auf eine "variable 2:1 - Verkehrsführung (Wechselverkehrsführung)". Den Verkehrsteilnehmenden stehen also zwei Fahrspuren in die eine und eine Fahrspur in Gegenrichtung zur Verfügung, wobei diese Anordnung in der Regel zweimal täglich - je nach Verkehrssituation - gewechselt wird.

Erstmals in NRW erfolgt eine Wechselverkehrsführung voll automatisiert

Erstmalig werden dabei vor Ort Verkehrszahlen und Geschwindigkeiten minütlich erfasst und zur Einstellung der Wechselspur verwendet. In Zusammenarbeit mit der Zeppelin Rental GmbH, dem mit der Verkehrssicherung beauftragten Unternehmen, wurde in der Niederlassung Rheinland der Autobahn GmbH in Krefeld ein Algorithmus erarbeitet, der diese Verkehrsdaten verarbeitet und entscheidet, für welche Fahrtrichtung die Wechselspur freigegeben wird. „Mit innovativen Baustellenverkehrsführungen machen wir seit Jahren gute Erfahrungen und sind in Nordrhein-Westfalen Vorreiter beim Einsatz derartiger Systeme“, sagt Erdal Zorlu, Projektleiter bei der Autobahn GmbH Rheinland. Dieser Algorithmus ermöglicht, dass die Anlage in Verwaltungshilfe durch Zeppelin Rental gesteuert werden kann. Zur Umstellung der Wechselspur werden eine Reihe verschiedener telematischer Systeme intelligent miteinander vernetzt. Zuerst wird der herannahende Verkehr mithilfe von Geschwindigkeitsbeschränkungen abgebremst. Anschließend wird die linke Fahrspur gesperrt und der Verkehr mithilfe von Anzeigetafeln am Fahrbahnrand und Überkopfbeschilderung auf einen Fahrstreifen geleitet. Die variabel nutzbare, mittlere Fahrspur wird so vom Verkehr freigehalten und zusätzlich mit einer Schranke abgesperrt. Im Anschluss kommt das Kernstück, eine Weiche, zum Einsatz. Die 35 Meter lange und tonnenschwere Weiche wird vollautomatisch über integrierte Fahrwerke angehoben und mittels Rollen quer über die Fahrbahn bewegt. Damit die Konstruktion stabil bleibt und einer möglichen Kollision standhält, rastet das bewegliche Element in der Endposition an einem Bolzen ein. In der Gegenrichtung wird die Fahrstreifenbegrenzung anschließend aufgehoben und der Verkehr kann die mittlere Fahrspur befahren. Bei der zwischen den Anschlussstellen Hamminkeln und Wesel installierten Wechselverkehrsführungsanlage handelt es sich um die bisher längste in Deutschland eingesetzte ihrer Art. Sie umfasst einen vier Kilometer langen Streckenabschnitt.

Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist für Ende 2023 vorgesehen. Bis dahin bleibt die Ausfahrt in der Anschlussstelle Hamminkeln in Fahrtrichtung Arnheim gesperrt.

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