Region: Westfalen, … Status: In Betrieb

Autobahn: A 33, … Erweiterung der PWC-Anlage Teutoburger Wald, Ost- und Westseite

Die PWC-Anlage „Teutoburger Wald“ an der A33 zwischen den Anschlussstellen Borgloh/Kloster Oesede und Hilter am Teutoburger Wald wurde auf beiden Seiten erweitert. Eine Verdreifachung der LKW-Stellplätze und der Einbau moderner Systeme zur Entwässerung sind herausragende Merkmale dieser Maßnahme.


Projektbeschreibung

Die unbewirtschaftete PWC-Anlage (Parkplatz mit WC) „Teutoburger Wald“ an der A33 zwischen den Anschlussstellen Borgloh/Kloster Oesede und Hilter am Teutoburger Wald wurde auf beiden Seiten erweitert und bis Mitte Juli 2021 fertiggestellt. Vorrangiges Ziel der Baumaßnahme war die Erweiterung des vorhandenen Stellflächenangebotes für den LKW-Verkehr. Im Zuge der Erneuerung entstanden zudem sowohl auf der Ost- als auch auf der Westseite modernste Retentionsbodenfilteranlagen für eine zeitgemäße Entwässerung der Parkplätze.  

Verdreifachung der Stellplätze für LKW
Die beiden PWC-Anlagen Teutoburger Wald Ost und West verfügen jetzt jeweils über 30 Stellplätze für den LKW-Verkehr. Damit ist eine Verdreifachung des Angebots gegeben. Zusätzlich entstanden auf beiden Seiten je drei Stellplätze für Busse sowie 100 Meter Stellplatzfläche für Schwerlasttransporte. Diese Flächen sind neu und waren bislang nicht vorhanden. Die Anzahl der Stellplätze für PKW blieb nahezu unverändert und beträgt auf der Ostseite 31 und auf der Westseite 32. Insgesamt wurden die Anlagen jeweils um rund 2/3 der ursprünglichen Fläche erweitert. 

Verkehrszählungen ausschlaggebend für Erweiterung der LKW-Stellplätze 
Die Verkehrszählung im Jahre 2015 ergab auf der A33 im betreffenden Planungsraum eine durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) von rund 27.600 Kfz täglich mit einem Schwerlastanteil von 14 Prozent. Die noch bestehende Lücke der A33 nördlich von Osnabrück soll mittelfristig geschlossen werden, so dass die A33 dann von der A1 bis zur A44 durchgängig befahren werden kann. Für 2025 wird bereits eine Verkehrsbelastung von über 40.000 Kfz pro Tag erwartet. Die Schwerverkehrsanteile wurden dabei auf 16 Prozent bei Tag und 37 Prozent bei Nacht prognostiziert.

Die vorhandenen Stellflächenkapazitäten vor dem Ausbau der Rastanlage konnten die wachsende Nachfrage bei weitem nicht mehr decken. Häufig wurden Fahrgassen und Ein- und Ausfahrstreifen widerrechtlich als Stellflächen genutzt. Vermehrt wurde außerhalb der eigentlichen Parkflächen auf Beet- und Grünflächen geparkt. Besonders das Parken außerhalb der befestigten Flächen führt zu Umweltbeeinträchtigungen und einem deutlich erhöhten Unterhaltungsaufwand. Durch die Erweiterung der PWC-Anlage wurde das Stellflächenangebot im Schwerverkehr auf der A33 bedarfsgerecht erhöht.

Moderne Entwässerung durch Retentionsbodenfilter
Im Zuge der Baumaßnahme wurde auch die Entwässerung der Rastanlage verbessert. Die befestigten Flächen werden jeweils über eine Regenwasserkanalisation mit nachgeschalteten Retentionsbodenfilterbecken entwässert. Infiltriertes Wasser wird während der Passage durch auf der abgedichteten Beckensohle aufgetragenes Filtermaterial gereinigt. Das gereinigte Wasser wird auf der Abdichtung der Beckensohle von einer Drainage gesammelt und kann in ein Gewässer eingeleitet werden. 

Der namensgebende Retentionsraum oberhalb des Bodenfilters dämpft durch Zwischenspeicherung und gedrosselte Ableitung Abflussspitzen und trägt so zur hydraulischen Entlastung der Kanalisation bei. Durch den Einbau dieser modernen Filteranlagen können die Beeinträchtigungen für die umliegenden Gewässer deutlich verbessert werden. Mit einem Volumen von 347 m³ auf der Ostseite und 390 m³ auf der Westseite übertreffen die Retentionsbodenfilter das geforderte Volumen von 309 m³ deutlich. 


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