A44/A1: Spatenstich zum Umbau des Kreuzes Dortmund/Unna

Spatenstich für ein Großprojekt: Das Kreuz Dortmund Unna, das die A1 und die A44 verbindet, wird in den kommenden Jahren umgebaut. Für die Autofahrer soll das weniger Staus bedeuten, für die Anwohner mehr Lärmschutz.

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Unna. Das Autobahnkreuz Dortmund/Unna ist einer der meistfrequentierten Verkehrsknotenpunkte in Nordrhein-Westfalen. Um den Verkehrsfluss auf den überregional bedeutenden Autobahnen A1 und A44 in diesem Bereich dauerhaft zu verbessern, die häufigen Staus in Zukunft zu verhindern und damit auch den Schadstoffausstoß zu reduzieren, baut die Autobahn Westfalen das Kreuz in den kommenden zehn Jahren für rund 268 Millionen Euro um. Dabei wird auch der Lärmschutz für Tausende Anwohner in der direkt angrenzenden Stadt Unna spürbar verbessert. Zudem baut die Autobahn Westfalen neue Brücken im Bereich des Kreuzes mit Fertigteilen. Durch dieses innovative Verfahren soll die Bauzeit des Großprojekts im Vergleich zu einer konventionellen Bauweise deutlich verkürzt werden.

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben Erhard Zangl, Referatsleiter Nord-West im Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Anne Rethmann, Geschäftsführerin Finanzen der Autobahn GmbH des Bundes, und Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Autobahn-Niederlassung Westfalen, am Dienstag (20.9.) den Beginn der Arbeiten eingeläutet.

Im Mittelpunkt der Maßnahme steht der Bau von zwei sogenannten „Überfliegern“ im Kreuz. Diese Brücken, die jeweils beide Autobahnen überspannen, verbinden die A44/B1 aus Richtung Dortmund kommend mit der A1 in Richtung Bremen und die A44 aus Richtung Kassel kommend mit der A1 in Richtung Köln. Im Rahmen der Baumaßnahme wird zudem die A44 auf 5,5 Kilometern sechsstreifig ausgebaut und die A1 auf drei Kilometern saniert. Insgesamt werden 23 Brücken, 4400 Meter Lärmschutzwand und 4000 Meter Lärmschutzwall erneuert beziehungsweise erstellt.

Weniger Stau und mehr Lärmschutz

„Ein Autobahnkreuz ist immer auch ein Nadelöhr. Durch den Ausbau werden sowohl das Kreuz Dortmund/Unna als auch die A44 zukünftig mehr Verkehr aufnehmen können, sodass es zu weniger Stau und stockendem Verkehr kommt. Dadurch wird die gesamte Region entlastet“, sagt Erhard Zangl aus dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Bereits heute gerät das Kreuz insbesondere im Berufsverkehr an seine Kapazitätsgrenzen. Auf der A1 nördlich von Unna sind bei der letzten Erhebung im Jahr 2015 täglich ca. 120.000 und südlich von Unna ca. 111.000 Fahrzeuge gezählt worden. Ein 2018 erstelltes Verkehrsgutachten prognostiziert bis zum Jahr 2030 eine Steigerung auf 130.000 Fahrzeuge nördlich und 126.000 Fahrzeuge südlich des Kreuzes. Auf der A44 ist dem Gutachten zufolge ein Anstieg von 86.000 Fahrzeugen im Jahr 2015 auf 100.000 Fahrzeuge im Jahr 2030 zu erwarten.

„Mit dem Umbau des Kreuzes verbessern wir nicht nur den Verkehrsfluss, sondern kümmern uns auch um spürbar mehr Lärmschutz für nahezu alle Anwohner“, betont Autobahn-Geschäftsführerin Anne Rethmann. Durch den Bau zusätzlicher und teils höherer Lärmschutzwände und -wälle sinkt die errechnete Lärmbelastung für die Menschen, die in Unna in unmittelbarer Nähe zur A1 und zur A44 wohnen, um bis zu sechs Dezibel. Der Einbau von offenporigem Flüsterasphalt würde lediglich fünf Dezibel weniger Lärmbelastung bedeuten. Die Bürger Unnas profitieren sogar doppelt von der Maßnahme. Denn auch die B1, die mitten durch Unna führt und heute in Stausituationen von vielen Verkehrsteilnehmern als Ausweichstrecke genutzt wird, wird durch ein leistungsfähigeres Kreuz deutlich entlastet.

Erneuerung von Brücken und Lärmschutz in der ersten Bauphase

Seit April 2022 laufen Vorarbeiten für den Abriss und anschließenden Neubau der drei Brückenbauwerke „Büddenberg“, „Hansastraße“ und „Königsborner Straße“ nördlich des Kreuzes im Zuge der A1. Während dieser jedoch erst für 2023 terminiert ist, ist der Abriss der Brücke Hertinger Straße über die A44 erfolgt und der anschließende Neubau in Arbeit. „Wir haben die Bauzeit durch eine innovative Fertigteilbauweise massiv verkürzt. Dadurch, dass wir den Brückenüberbau in der Nähe der Autobahn gefertigt haben, mussten wir den Verkehr auf der A44 zudem kaum einschränken“, sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Niederlassung Westfalen. Lediglich für den Abriss der alten Brücke hat es eine Vollsperrung gegeben. Für den Einbau der neuen Fertigteilträger wird am kommenden Wochenende eine weitere Vollsperrung folgen. Der Umleitungsverkehr läuft während der Bauarbeiten über die parallel verlaufende Feldstraße. Die dortige Brücke über die A44 werden anschließend ebenfalls in Fertigteilbauweise erneuert.

Im ersten, bis 2025 andauernden Bauabschnitt, ist neben den Arbeiten an den Brücken der Neubau von Lärmschutzwänden an der A1 bei Unna-Massen, im nordöstlichen Bereich des Kreuzes sowie an der A44 auf Höhe der Brücke Hertinger Straße geplant. Zudem werden im Kreuz bereits die Tangenten neugebaut.

Bild: Den feierlichen Spatenstich zum Umbau des Kreuzes Dortmund/Unna begingen (v.l.n.r.) Baudirektor Erhard Zangl vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Autobahn-Niederlassung Westfalen, Jens Toschläger, erster Beigeordneter der Stadt Unna, Helmut Kürzel, Dezernent der Bezirksregierung Arnsberg und Anne Rethmann, Geschäftsführerin der Autobahn GmbH des Bundes. Quelle: Autobahn Westfalen

Kontakt: Mirko Heuping, (02381) 277 7107, mirko.heuping[at]autobahn[dot]de

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