Region: Westfalen, … Status: In Umsetzung

Autobahn: A 448, … Neubau des südlichen Bochumer Autobahnrings

Mit der „Querspange Bochum“, der Fertigstellung der A448 zwischen Bochum-Wiemelhausen und Bochum-Altenbochum, schließt die Autobahn Westfalen den Bochumer Autobahnring.

Daten & Fakten

Länge des Ausbaus

2,5 Kilometer


Projektbeschreibung

Mit dem Neubau der A448 schließt die Autobahn Westfalen den Autobahnring um Bochum. Durch die Verbindung des südlichen Teils des Rings mit der A43 im Kreuz Bochum/Witten wird zukünftig der Verkehr in der Bochumer Innenstadt sowie die Autobahnen A40, A43 und A44 entlastet. Hierfür wird derzeit der Nordhausenring von der Universitätsstraße bis zum Opelring zur Autobahn A448 ausgebaut und auf der neuen Trasse bis ins Kreuz Bochum/Witten weitergeführt. Der Nordhausenring über den Opelring kommend wird an die A448 angeschlossen.

Zur Minimierung der Lärmbelastung errichtet die Autobahn Westfalen zahlreiche Lärmschutzwände und Wälle und stellt die Fahrbahndecke aus dem lärmmindernden offenporigen Asphalt (OPA) her.



Zeitplan

Zurzeit werden Erd- und Kanalbauarbeiten durchgeführt sowie der Anschluss an den Nordhausenring vorbereitet. Der kommende Bauabschnitt zur Herstellung des Anschlusses ist für Juli bis September 2021 geplant. Der Nordhausenring wird hierfür komplett gesperrt. Der Verkehr kann zu dem Zeitpunkt schon auf der A448 in beiden Fahrtrichtungen fahren, allerdings noch durch die Baustelle. Die Fertigstellung der Strecke ist für 2022 geplant.

Im Anschluss wird der Kreuzungsbereich Universitätsstraße/A448 zu einem neuen, komfortableren Knotenpunkt ausgebaut. Mit den Vorarbeiten für den Ersatzneubau des Bauwerks Universitätsstraße wird im zweiten Quartal 2022 begonnen. Ein nicht ganz einfaches Projekt, denn die U35 soll auch während der Arbeiten weiter den Süden Bochums und die Universität ansteuern – und deren Strecke führt mitten durch die geplante Baustelle.


Bildergalerie: Bau des letzten Teilstücks der A448


Abschnitte

Die A448 wurde in mehreren Teilabschnitten gebaut. Bereits seit 2015 fertiggestellt sind das neue Autobahndreieck Bochum-West („Westkreuz“) sowie der westliche Teilabschnitt zwischen dem Dreieck und der Anschlussstelle Bochum-Süd. 2018 wurde das kürzere östliche Teilstück zwischen Bochum-Altenbochum und dem Kreuz Bochum-Witten freigegeben.

Noch in Arbeit ist das letzte Stück zwischen diesen beiden Abschnitten, von der Anschlussstelle Bochum-Wiemelhausen bis Bochum-Altenbochum.


Historie

1995 | Planungsauftrag für den Bau der Querspange vom Bundesverkehrsministerium erteilt

2009 | Baubeginn des neuen Autobahndreiecks Bochum-West („Westkreuz“) mit der A40

Ab 2010 | Schaffung von Umwelt-Ausgleichsflächen zum Schutz der Tierwelt

2012 | Baubeginn der Querspange

2015 | Freigabe des neuen Autobahndreiecks Bochum-West und des Teilstücks bis Bochum-Süd

2017 | Fertigstellung der Autobahnbrücken über die Steinkuhlstraße und über den Nordhausenring

2018 | Freigabe des Teilstücks Kreuz Bochum-Witten bis Bochum-Altenbochum


Verkehrsmeldungen


Umwelt-Ausgleichsmaßnahmen

Beim Bau der A448 wurden zum Schutz von Umwelt und Natur umfangreiche Maßnahmen ergriffen. Als die Strecke für die bevorstehenden Bauarbeiten gerodet werden musste, geschah dies außerhalb der Fortpflanzungs- und Aufzuchtzeiten der Tiere vor Ort. Um die Lärmbelastungen auf die Tiere während der Bauzeit zu minimieren, wurde ab September 2014 eine mobile Lärmschutzwand zwischen der Markstraße und der Schattbachstraße errichtet. So wurden die Tiere gegen den Baulärm geschützt. Die dort verwendeten Lärmschutz-Elemente wurden anschließend im Jahr 2017 fester Bestandteil des Lärmschutzes direkt an der A448.

Um die Lebensräume von Kiebitz, Wiesenschafstelze und Feldlerche nicht zu beeinträchtigen, wurden Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen ergriffen, um den Ansprüchen der Tiere gerecht zu werden. Damit Greifvögel nicht zu tief über die Autobahn zu fliegen und so Opfer des Verkehrs werden, wurden Erdwälle als Überflughilfen und Sperren errichtet. Für eine natürliche Barriere sorgen zahlreiche Bäume und Sträucher, die entlang der Autobahn gepflanzt wurden.

Außerdem entsteht auf einer Länge von insgesamt etwa 1800 Metern eine 4 Meter hohe Überflughilfe für Fledermäuse an den äußeren Seiten und am Mittelstreifen der Autobahn. Das ist zum Schutz der Tiere notwendig, da Lastwagen bis zu 3,75 Meter hoch sind. Am neu fertiggestellten Teil der Autobahn zwischen dem Autobahnkreuz Bochum-Witten und der Anschlussstelle Bochum-Altenbochum ist diese Überflughilfe schon gebaut.

Für die Wasservögel Wasserrralle, Teichhuhn und Teichrohrsänger wurde aus dem städtischen Regenrückhaltebecken am Standort Untere Heintzmannstraße ein 1.000 Quadratmeter großes Flachgewässer geschaffen, an dem Schilf und Röhricht wächst. Damit wurde den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes entsprochen. Die Funktion dieser sogenannten CEF-Maßnahme, einer vorgezogenen Ausgleichsmaßnahme, wird durch ein Monitoring dauerhaft überprüft.
 


Altbergbau

Wegen des historischen Bergbaus musste vor dem Bau der A448 die Geologie vor Ort besonders berücksichtigt werden. Denn unter der Autobahn verläuft der Isabellastollen, dort wurde ab dem 18. Jahrhundert Kohle gefördert. Mittlerweile fließt durch den Stollen Wasser, das sich im Graben der Wasserburg von „Haus Laer“ sammelt. Deshalb wurde für die neue A448 etwa 10 Meter unterhalb der heutigen Straßendecke über die gesamte Straßenbreite ein Bauwerk aus Stahlbeton errichtet, um den wasserführenden Stollen vor den Straßenlasten zu schützen.
 

Pressekontakt



Zurück an den Seitenanfang