A4plus: Zukunftsaussichten und Planungen für das Autobahnkreuz Köln-Gremberg

Nahezu täglich bilden sich rund um das Autobahnkreuz Köln-Gremberg lange Staus. Daher stand der Ausbaubedarf des Kreuzes im Mittelpunkt der 8. Sitzung des Dialogforums A4plus. Am Dienstag (5.12.) präsentierte die Autobahn GmbH Rheinland den 12 Teilnehmenden der virtuellen Sitzung, welche Maßnahmen für eine verkehrliche Optimierung des Kreuzes voraussichtlich erforderlich sind.

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Köln (Autobahn GmbH). Nahezu täglich bilden sich rund um das Autobahnkreuz Köln-Gremberg lange Staus. Daher stand der Ausbaubedarf des Kreuzes im Mittelpunkt der 8. Sitzung des Dialogforums A4plus. Am Dienstag (5.12.) präsentierte die Autobahn GmbH Rheinland den 12 Teilnehmenden der virtuellen Sitzung, welche Maßnahmen für eine verkehrliche Optimierung des Kreuzes voraussichtlich erforderlich sind. Dabei wurden nicht nur spezifische Punkte für den Ausbaubedarf erläutert, sondern auch die unabhängig davon notwendigen Arbeiten zur Erhaltung der Verbindungen zwischen den Autobahnen 4 und 559 vorgestellt.

Aktueller Stand der verkehrlichen Situation 
Das Autobahnkreuz Köln-Gremberg bildet im Kölner Autobahnring einen wichtigen Knotenpunkt für den regionalen und überregionalen Verkehr. Hier knüpft die regional wichtige Nord-Süd-Achse A559, die im weiteren Verlauf über die A59 unter anderem den Flughafen Köln/Bonn anbindet, an die A4 an. Diese ist eine der bedeutendsten West-Ost-Verbindungen im europäischen Transitverkehr. 

Das Kreuz ist bereits heute stark belastet. Tagtäglich bilden sich rund um das Kreuz Staus zu den Verkehrsspitzenzeiten. Auch für die künftigen Verkehrsbelastungen ist es nicht ausreichend leistungsfähig, wie Berechnungen im Rahmen der großräumigen Verkehrsuntersuchung im Raum Köln-Bonn ergaben.  

Zusätzliches Teilprojekt: Ausbau des Kreuzes Köln-Gremberg 
Vor diesem Hintergrund erläuterte die Autobahn GmbH den Teilnehmenden des Dialogforums den Ausbaubedarf für das Autobahnkreuz Gremberg. Der bauliche Umfang wird dabei voraussichtlich im Bereich des bestehenden Kreuzes liegen.  

Wie im gesamten Projekt A4plus informiert die Autobahn GmbH bereits vor der eigentlichen Vorplanung. Da es sich voraussichtlich um ein zusätzliches Teilprojekt handelt, sollen die Vor- und Entwurfsplanung so konzentriert durchgeführt werden, dass es später gemeinsam mit dem achtstreifigen Ausbau der A4 in die Genehmigungsplanung gehen kann. 

Vorgezogene Maßnahmen im Kreuz Köln-Gremberg 
Unabhängig von diesen Planungen werden innerhalb des Kreuzes Köln-Gremberg in einer vorgezogenen Maßnahme einige ältere Bauwerke ersetzt. Die betroffenen Brückenbauwerke stammen aus den Jahren 1939 und 1963. Trotz diverser Instandsetzungsmaßnahmen in der Vergangenheit haben diese Bauwerke ihr Lebensende erreicht. Weitere Instandsetzungsmaßnahmen sind nicht mehr wirtschaftlich bzw. nicht realisierbar, um den Verkehrsknotenpunkt zu erhalten.  

Die Autobahn GmbH reichte jüngst die Vorplanung beim Bundesministerium für Digitales und Verkehr ein. Nach erfolgter Genehmigung könnten die Arbeiten für die Ersatzneubauten 2025 beginnen. Während der Bauarbeiten soll der Verkehr im Kreuz mittels Behelfsbrücken und Umfahrungen aufrechterhalten werden. 

Der Eingriff ist unabhängig sowohl von langfristigen Lösungen im Bereich des Autobahnkreuzes Köln-Gremberg als auch vom achtstreifigen Ausbau der A4. Im Zuge der Ersatzmaßnahmen werden die Brückenneubauwerke im Kreuz Köln-Gremberg den aktuellen technischen Standards angepasst.

Nachbarschaftsformate 2024 
Im Rahmen ihres Bürgerdialogs zur A4plus wird die Autobahn GmbH 2024 verstärkt den Austausch mit Nachbarn und direkt Betroffenen suchen. Nähere Informationen hierzu werden in Abhängigkeit vom Projektfortschritt auf der Projektwebsite „A4plus“ bekannt gegeben. 

Hintergrund A4plus 
Die sechs Fahrspuren der A4 im Kölner Süden sind für das gegenwärtige und zukünftige Verkehrsaufkommen nicht mehr ausreichend. Staus in der Region sind die regelmäßige Folge. Zudem hat die Rodenkirchener Brücke in etwa 15-20 Jahren ihre Lebensdauer erreicht und muss ersetzt werden. Der Ausbau der A4 im Kölner Süden wurde daher im Bundesverkehrswegeplan 2030 der Bundesregierung in den „Vordringlichen Bedarf“ eingestuft.  

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat hierfür einen Planungsauftrag erhalten, der Mitte 2019 angestoßen wurde. Die Autobahn GmbH des Bundes hat zum 01.01.2021 den Planungsauftrag vom Landesbetrieb Straßenbau NRW übernommen. Der Projektabschnitt beginnt östlich des Autobahnkreuzes Köln-Süd, überquert mit der Rodenkirchener Rheinbrücke den Rhein und endet im weiteren Verlauf vor dem Autobahnkreuz Köln-Gremberg. 

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A4plus 

Asuman Altay

Kommunikation Außenstelle Köln

Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung Rheinland
Außenstelle Köln
Deutz-Kalker-Str. 18-26 50679 Köln

Sabrina Kieback

Leiterin Kommunikation Außenstelle Köln

Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung Rheinland
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