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Informationen zum Projekt für die Bauwirtschaft

Fragen und Antworten zum geplanten Bauprojekt

Die Stahlproduktion und der Transport des Stahls stellen einen kritischen Zeitfaktor für den Neubau der Berliner Brücke dar. Um einen reibungslosen Bauablauf zu gewährleisten, wurde als Kriterium für den Teilnahmewettbewerb eine herzustellende Stahlmenge von 15.000 Tonnen im Jahr gewählt. Diese Menge hat sich aus der bisherigen Planung ergeben und kann im weiteren Verlauf angepasst werden. 

Für die Erstellung und Einsendung der Angebote nach Angebotsaufforderung ist ein Zeitraum zehn Wochen eingeplant, welcher nur nach Bedarf verlängert wird. Es ist unbedingt zu vermeiden, dass eine Verlängerung der Angebotsphase zu einer Verschiebung der Bindefrist führt, da dadurch die Bauzeit verkürzt würde.

Um genau kalkulieren zu können, werden detaillierte Pläne benötigt. Bei einem Projekt dieser Größenordnung ist eine genaue Kalkulation unerlässlich. Aus diesem Grund werden die fertiggestellten Entwurfsunterlagen als Anlage in den Ausschreibungsunterlagen enthalten sein. 

Aktuell ist nicht geplant, Ausführungsunterlagen für die Ausschreibung erstellen zu lassen.

Der Fahrbahnquerschnitt wird planfestgestellt. Der Querschnitt des Bauwerks wird nicht planfestgestellt, er ist generell optimierbar. Der Querschnitt des Bauwerks hat sich bei der Variantenuntersuchung als Vorzugsvariante herausgebildet und wurde deswegen weiter verfolgt.

In vielen Bereichen des Bauwesens ist eine Herstellung von Bauwerken mit Betonfertigteilen oder -Halbfertigteilen sinnvoll, um Bauzeit einzusparen. Die Herstellung der geplanten Bauwerke in Ortbetonbauweise wird jedoch in diesem Anwendungsfall für vorteilhafter befunden. Dies hat zwei Gründe: einerseits stellt die Trassierung aufgrund ihrer Krümmungen viele Randbedingungen dar, andererseits wechselt die Querneigung der Fahrbahn und damit auch die der Bauwerke im Bereich des Autobahnkreuzes Duisburg häufig. Die Faktoren Wirtschaftlichkeit und Ausführbarkeit der Bauwerke haben in der Variantenuntersuchung dazu geführt, die Bauwerke in Ortbetonbauweise auszuführen.

Die Berliner Brücke besteht im Bestand aus sieben Teilbauwerken. Diese Teilbauwerke sind ausnahmslos flach gegründet.

Die Entwässerungsanlage wurde als Teil des gesamten Entwurfs der Berliner Brücke planfestgestellt. Im Rahmen der Ausführungsplanung sind Änderungen innerhalb der Planfeststellungsgrenzen möglich, dabei dürfen die Rechte Dritter jedoch nicht neu berührt werden. Das grundsätzliche Entwässerungssystem sollte beibehalten werden. 

Der Hochpunkt der Berliner Brücke befindet sich auf der Hafenbeckenbrücke. Die nördlich gelegenen Bauwerke Stadtparkbrücke und Bahnhofbrücke sowie der nördliche Teil der Hafenbeckenbrücke entwässern in Richtung Norden. Dieser Entwässerungsbereich macht etwa ein Drittel der Länge der gesamten Brücke aus. Die anderen zwei Drittel, also der südliche Teil der Hafenbeckenbrücke, die Schleusenbrücke, die Ruhrbücke und die Ruhrdeichbrücke, entwässern in Richtung Süden. 

Die Installation der Spundwände ist grundsätzlich von einem Ponton und einem Schiff aus möglich. 

Die Abstimmungen mit der deutschen Bahn laufen bereits, es finden regelmäßige Termine zum Austausch statt. Der Neubau der Berliner Brücke erfordert die temporäre Sperrung des Großteils der 22 Gleise.

Die Errichtung einer Kaianlage im Bereich der Baustelleneinrichtung ist möglich. Sie ist allerdings zum jetzigen Zeitpunkt kein geplanter Bestandteil der Baustelleneinrichtungsfläche auf Entwurfsniveau, kann jedoch durch den Auftragnehmer geplant werden.

Die Baugruben und Hilfsjoche werden für die kalkulatorischen Grundlagen grob vorgeplant, sie können im Rahmen der Vorgaben und Baustelleneinrichtungs-Flächen verändert werden.

Drei der Teilbauwerke der Berliner Brücke überführen die Autobahn über Wasserbereiche. Dabei handelt es sich um die Hafenbeckenbrücke über das Hafenbecken C des Duisburger Hafens, die Schleusenbrücke und um die Ruhrbrücke, welche über die Ruhr führt. Bei allen Überbauten der Berliner Brücke kann verallgemeinernd mit einer Annahme von 500 bis 600 Kilogramm Stahl pro Quadratmeter Brückenfläche gerechnet werden, auch in den wasserüberbrückenden Bereichen.

Nein, die Bauwerke im Bereich der Berliner Brücke werden nicht einzeln ausgeschrieben. Die Bauwerke werden lediglich in die Bereiche "Fahrtrichtung Dinslaken" und Fahrtrichtung Düsseldorf" aufgeteilt.

Die Entwurfsunterlagen werden bereits in Abstimmung mit einem Prüfingenieur erstellt.

Um möglichen Auswirkungen von Hochwassern oder steigenden Wasserständen entgegenzuwirken, soll eine 50 Zentimeter starke Aufschüttung realisiert werden. Eine Aufschüttung höher als 50 Zentimeter kann durch den AN übernommen werden. 

Für die Aufschüttung in Überschwemmungsgebieten dürfen zur Sicherstellung der Baustelleneinrichtungsfläche natürliche Stoffe eingesetzt werden. Inwiefern Recyclingmaterialien zur Anwendung kommen dürfen wird zur Zeit geprüft. Eine Absprache mit der unteren Wasserbehörde ist zwingend erforderlich.

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahren wird von einer Arbeitszeit tagsüber zwischen 07:00 Uhr und 20:00 Uhr gemäß der AVV Bau ausgegangen. Bei externen oder technischen Zwängen darf außerhalb dieser Zeiten im Rahmen der Nachtarbeit gearbeitet werden.

Die Unterlagen, welche bei dem Termin am 29.02.2024 gezeigt und ausgehändigt wurden, sind auch auf der Projektwebsite der Autobahn GmbH zum Download verfügbar. Weitere Unterlagen werden vor der Ausschreibung in 2025 nicht veröffentlicht.

Die bisherige Entwurfsplanung sieht einen Einschub der Bahnhofsbrücke über die Stadtparkbrücke vor. Aufgrund der Spannweiten von 45 Metern bis 65 Metern eignet sich dieses Verfahren sehr gut für den Einschub.

Die Stützen der Bahnhofsbrücke sind in der Achse 140A über 12,50m Meter hoch. Das Fundament ist mit einer Breite von zwölf Metern geplant. Aufgrund der großen Breite und der hohen Stütze kann es unter dem Fundament zu einer klaffenden Fuge kommen. Mit den Kenntnissen dieser Problematik wurde die statische Berechnung der Unterbauten durchgeführt. Diese sind also statisch nachgewiesen, sodass die Problematik zwar besteht, allerdings kann diese in Kauf genommen werden.

Für den Bau über unter Verkehr stehenden Gleisen müssen bei der deutschen Bahn die sogenannten "Sperrzeiten" beantragt werden. Je nachdem, um welche Strecke es sich handelt, müssen diese Zeiten mindestens drei bis fünf Jahre im Voraus angemeldet werden. Für den Bau der Bahnhofsbrücke wurden bereits Sperrzeiten bis einschließlich 2027 angemeldet. Diese stellen zeitliche Vorgaben für den Bauablauf der Berliner Brücke dar.

Der Transport des für die Herstellung der Hafenbeckenbrücke benötigten Stahls ist über den Schiffverkehr möglich.

Die bisherige Entwurfsplanung sieht einen Einschub der Bahnhofsbrücke über die Stadtparkbrücke vor. Aufgrund der Spannweiten von 45 Metern bis 65 Metern eignet sich dieses Verfahren sehr gut für den Einschub.

Die Spundwände im Inselbereich der Schleuse am Duisburger Hafen können im Boden verbleiben. 

Um eine Nutzungsbeeinträchtigung der Landbereiche auszuschließen, ist es erforderlich, die Spundwände unter der Geländeoberkante abzuschneiden. Im Bereich des Hafenbeckens werden die Spundwände wieder entfernt, um einen reibungsfreien Betrieb des Duisburger Hafens gewährleisten zu können.

Im Bereich der Achse 260-A besteht das Tagwerk der Teilbauwerke der Ruhrbrücke aus jeweils zwei Querträgern. Die Steifigkeiten des Querschnitts werden im Verlauf des Bauwerks bis zu dem Punkt der Aufweitung langsam erhöht. Die Änderung des Querschnittes hat maßgebende Auswirkungen auf die Tragfähigkeit des Systems. Diese wurden bei der statischen Entwurfsberechnung berücksichtigt.

Um in beengten Verhältnissen Baufläche/Arbeitsraum zu sparen, ist die Nutzung von Einschiebeverfahren für die Herstellung von Brückenüberbauten etabliert. Aufgrund der engen Anbindung an den Bestand der A59 stünde allerdings zu wenig Platz für die Einschiebeverfahren zur Verfügung, weshalb das Verfahren für das Bauwerk ungeeignet ist. 

Im Rahmen der Variantenuntersuchung sind die Baustoffe festgelegt worden. Für die Ausführungsplanung ist das Material nach dem aktuellen Stand der Technik zu wählen. Die genauen Eigenschaften der Bestandteile werden im Verlauf der Planung festgelegt.

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