A8 Bauprojekt erhält DGNB-Zertifikat „Nachhaltige Baustelle“

Der Sechsstreifiger Ausbau der A8 Enztalquerung in Baden-Württemberg erhält als deutschlandweit erstes Verkehrswegebau-Projekt das DGNB-Vorzertifikat „Nachhaltige Baustelle“

NLSW_A8_Enztal-Zertifikat-Titel.JPG

A8 Bauprojekt erhält DGNB-Zertifikat „Nachhaltige Baustelle“

Der Sechsstreifiger Ausbau der A8 Enztalquerung in Baden-Württemberg erhält als deutschlandweit erstes Verkehrswegebau-Projekt das DGNB-Vorzertifikat „Nachhaltige Baustelle“

Die Großbaustelle beinhaltet neben dem Ausbau der A8 auf einer Länge von rund 4,8 Kilometern den vierspurigen Ausbau der B10 im Bereich der Anschlussstelle Pforzheim-Ost, den Umbau der Anschlussstelle Pforzheim-Ost mit leistungsfähigen Zufahrten, den Ersatzneubau mehrerer Kreuzungsbauwerke, den Ersatzneubau der Enzbrücke, die Reduzierung der Steigung beziehungsweise des Gefälles, eine Lärmschutzeinhausung auf 380 Metern und weitere Lärmschutzwände und -wälle, sowie die Modernisierung der PWC-Anlage Pforzheim-Süd. Im derzeit größten laufenden Infrastrukturprojekt der Autobahn GmbH im Südwesten werden eine Reihe von innovativen Ideen für mehr Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz in die Praxis umgesetzt.


Dafür ist das Infrastrukturprojekt von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) als erstes Verkehrswegebau-Projekt überhaupt mit dem Basiszertifikat „Nachhaltige Baustelle“ ausgezeichnet worden. Baulich umgesetzt wird das Großprojekt von der STRABAG GmbH im Team mit Einheiten der Ed. Züblin AG und der Züblin Spezialtiefbau GmbH. Die Details der Zertifizierung entwickelt die DGNB mit STRABAG gemeinsam mit der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest im laufenden Großprojekt „Sechsstreifiger Ausbau der A 8 bei Pforzheim / Enztalquerung“:

„Nachhaltiges Handeln ist für uns als Autobahn GmbH kein Trend, sondern eine generationenübergreifende Aufgabe und wesentlicher Teil unserer Geschäftsstrategie. Zu unseren Kernzielen gehören Klimaneutralität, Kreislaufwirtschaft, flächendeckende ökologische Maßnahmen, emissionsarme Ladeinfrastruktur und Staureduzierung. Wir freuen uns, dass der sechsstreifige Ausbau der A8 zwischen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd als gelungenes Beispiel für Nachhaltigkeit im Autobahnbau dienen kann“, so Christine Baur-Fewson, Direktorin der Niederlassung Südwest der Autobahn GmbH des Bundes.

Ausgewählte Maßnahmen am Projekt A8 Enztalquerung:

Lärmschutz
Abschnittsweise wird bei der Baustelle felsenartiger Boden nicht durch zeit- und lärmintensive Meißelarbeiten abgetragen, sondern durch Spaltsprengungen. Die Sprengung an sich finden „unter der Erde“ statt, daher entsteht kein großer Geräuschpegel.

Staubvermeidung
Durch den größtmöglichen Einsatz von Fertigteilen wird ein Beitrag zur Reduktion von Staubemissionen geleistet, da entsprechende Arbeiten für Anpassungen und Zuschnitt minimiert werden können. Die passgenaue Fertigung erfolgt im Werk.

Boden- und Grundwasserschutz
Aufgrund des Wasserschutzgebietes wurde vor Baubeginn der Baumaßnahme ein Betankungskonzept erstellt und mit dem Umweltamt abgestimmt. Des Weiteren wird sämtliches Straßenoberflächenwasser gefasst, gereinigt und über Kanalleitungen zu den geplanten Regenklärbecken geleitet. Die Ableitung folgt dann in die Enz.

Nachhaltigkeit
Durch wesentlich verkürzte Transporte zu den nahe gelegenen Aufbereitungsanlagen der NSN GmbH und den eingesparten Abbau primärer Rohstoffe reduzieren sich die CO2-Emmissionen erheblich.

Ressourcenschonung
Die Verwertung der ausgebauten Baustoffe im Wiedereinsatz als Wirtschaftsgut im Straßenbau spart wertvollen Deponieraum und schont die knappen natürlichen Ressourcen

Erläuterung zum DGNB-Basiszertifikat „Nachhaltige Baustelle“

Die DGNB erweitert mit diesem Schritt die vor knapp zwei Jahren für den Hochbau eingeführte Baustellen-Zertifizierung auch auf den Verkehrswegebau. Der Rahmen dafür steht: ein ganzheitliches Regelwerk für die nachhaltige Erstellung von Bauwerken, das neben Ressourcen- und Klimaschutz auch die Baustellenorganisation, Gesundheit und Soziales, die Kommunikation mit der lokalen Öffentlichkeit und die Ausführungsqualität umfasst.

Zurück an den Seitenanfang