A8 – Erneuerung zwischen Dillingen-Mitte und Autobahndreieck Saarlouis

Am Dienstag, 28. Februar 2023, wird die Niederlassung West der Autobahn GmbH mit der Instandsetzung der A8 zwischen der Anschlussstelle (AS) Dillingen Mitte (8) und dem Autobahndreieck Saarlouis (9) beginnen.

A8 – Erneuerung zwischen Dillingen-Mitte und Autobahndreieck Saarlouis Platzhalter

Nach Abklingen des Berufsverkehrs gegen 9 Uhr wird die A8 - Richtungsfahrbahn Karlsruhe / Neunkirchen an der Abfahrt der AS Dillingen Mitte voll gesperrt. Das Auffahren in diese Richtung ist dann auch nicht mehr möglich. Die Richtungsfahrbahn Luxemburg der A8 ist von der Baumaßnahme nicht betroffen. 

Die Arbeiten werden vorbehaltlich geeigneter Witterung bis voraussichtlich 24. März andauern. Während der Bauzeit wird der Verkehr in Richtung Karlsruhe / Neunkirchen an der AS Dillingen-Mitte von der Autobahn abgeleitet. Die Umleitung führt über die L355 - Konrad-Adenauer-Allee und Franz-Meguin-Straße sowie die L174 - Merziger- und Saarlouiser Straße zurück zur A8 - AS Dillingen-Süd (10).

Wir bitten alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die aufgrund der notwendigen Arbeiten unvermeidbaren Verkehrsbeeinträchtigungen und empfehlen, auf die Verkehrsmeldungen im Rundfunk zu achten, zu erwartende Störungen bei der Routenplanung zu berücksichtigen und eine angemessene Fahrzeit für die Umleitungsstrecke einzuplanen.

In diese Baumaßnahme investiert die Autobahn GmbH des Bundes ca. 1,2 Mio. Euro.

Ausblick:

In der Zeit nach Ostern folgt ein weiterer Bauabschnitt. Vorgesehen sind dann Sanierungsarbeiten an der AS Dillingen-Süd. Dazu folgt eine separate Meldung.

 

Häufig gestellte Fragen:

Das baut die Autobahn GmbH zwischen Dillingen Mitte und dem Autobahnkreuz Saarlouis?

Infolge fortschreitenden Verschleißes und zur Vermeidung verkehrsgefährdender Schäden wird der Asphalt auf der Strecke bis zu einer Tiefe von 30 Zentimetern abgefräst und nacheinander in drei Lagen neu eingebaut. Zudem erneuern wir die Fahrbahn, die Rinnenplatten und Rasengittersteine der A8-Auffahrt Dillingen-Mitte in Richtung Neunkirchen.

Warum baut die Autobahn GmbH jetzt und nicht in der Ferienzeit?

Die Maßnahme war für die Zeit der Sommerferien 2022 geplant. Da hat allerdings der Landesbetrieb für Straßenbau zur Anbindung der neuen Ortsumgehung Roden an die B51 die Ampelanlagen auf der B51 im Umfeld des Röderbergs in Saarlouis erneuert. Die Umleitung der Autobahn in eine Baustelle des Landes kam nicht in Frage. Die Ferienzeiten 2023 sind bereits mit anderen Baumaßnahmen des Bauprogramms auf der A620 zwischen Saarlouis und Ensdorf verplant. Eine zeitgleiche Ausführung zweier umfangreicher und über mehrere Wochen andauernder Erhaltungsmaßnahmen auf der nur 8 Kilometer langen Strecke Dillingen-Saarlouis-Lisdorf-Ensdorf ist verkehrstechnisch nicht darstellbar und wäre zudem der Öffentlichkeit nicht zu vermitteln.

Warum führt die Umleitung durch die Stadt Dillingen?

Dass die offizielle Umleitungsstrecke durch Dillingen einer hohen Belastung ausgesetzt werden muss, war uns bei der Planung bewusst. Daher wurden im Vorfeld Alternativen diskutiert, insbesondere eine Verschwenkung des Autobahnverkehrs auf die andere Richtungsfahrbahn mit einstreifiger Verkehrsführung in beiden Richtungen. Die Variante wurde aber nach eingehender Prüfung verworfen. Allein für den Auf- und Abbau der einstreifigen Verkehrsführung (Öffnen der Mittelstreifen, Markierung, Aufbau einer Schutzwand zur Trennung des gegenläufigen Verkehrs) wären mehrtägige Teil- und Vollsperrungen des Streckenabschnitts unausweichlich gewesen. Die ohnehin erforderliche Bauzeit mit Verkehrsstörungen hätte sich damit um mindestens eine Woche verlängert. Und in Spitzenzeiten wären Staus in beide Fahrtrichtungen -also auch auf der A620 in Richtung Luxemburg- entstanden.

Zudem hätte sich ein erhebliches verkehrstechnisches Problem ergeben: die Baustelle reicht in Richtung Saarbrücken über das Autobahnkreuz Saarlouis hinaus. An der A620-Anschlussstelle Saarlouis-Wallerfangen, die die meisten Verkehrsteilnehmer zur Wendefahrt in Richtung Neunkirchen nutzen würden, entstünde in den Spitzenzeiten ein Rückstau, der sich bis in die Baustelle auf der A8 ausdehnen und den Verkehr dort zum Stillstand bringen würde.

Für die Umleitung über Dillingen gibt es aus unserer Sicht keine Alternative, die den Verkehr weniger stören würde.

Warum baut die Autobahn in der Zeit der Sperrung der parallel zu Autobahn verlaufenden L170?

Die infolge Amphibienwanderung vom Land eingerichtete Sperrung der L170 zwischen Rehlingen und Dillingen-Mitte steht in keinem unmittelbaren Zusammenhang zu der Umleitung für die Autobahnbaustelle. Aussagen, die Umleitung der Autobahn führe wegen der Amphibienwanderung durch die Ortslage Dillingen (siehe Saarbrücker Zeitung vom 1. März), sind unzutreffend und entbehren jeglicher Grundlage.

Die Autobahn GmbH hat die Frage einer etwaigen Öffnung der „Amphibienstrecke“ der L170 zwischen Rehlingen und Dillingen geprüft. Mit Blick auf die Nachtaktivitäten der Amphibien wurden mit dem Landesamt für Umweltschutz die Möglichkeit einer temporären, tageszeitabhängige Öffnung besprochen. Diese Option wurde allerdings aus mehreren verkehrstechnischen Gründen nicht mehr weiterverfolgt.

Eine Umleitungsbeschilderung auf der Autobahn, die nur für gewisse Tageszeiten gilt, wird von Verkehrsteilnehmern erfahrungsgemäß nicht hinreichend wahrgenommen. Verkehr, der ab Rehlingen auf die L170 ausweichen und dort unerwartet auf die tageszeitbedingte Sperrung trifft, verursacht bei der Wendefahrt am Rehlinger Kreisverkehr und bei der erneuten Auffahrt auf die A8 in Richtung Dillingen weitere Probleme.

Bei einer Öffnung der „Amphibienstrecke“ und dem damit einhergehendem Ausweichverkehr von der Autobahn würde es sich zudem in Spitzenzeiten auf beiden Straßen stauen. Es wäre zu befürchten, dass der Autobahnverkehr, der an der AS Dillingen ausfährt und dort rechts auf die L355 und links in die L170 nach Wallerfangen abbiegen will, zum Stillstand kommt, weil der stauende Verkehr auf der L170 ein Einbiegen von der L355 in die L170 nicht zuließe. Dann wäre nicht auszuschließen, dass auch der Verkehr an der Ampelanlage der Anschlussstelle Dillingen in Richtung Umleitung komplett zum Stillstand kommt.

Verkehrstechnisch ist die Sperrung der Amphibienstrecke für die Ausweichstrecke über Wallerfangen also sogar von Vorteil. Fahrzeuge, die an der Anschlussstelle Dillingen-Mitte rechts auf die L355 abbiegen und dann nach links in die L170 Richtung Wallerfangen abbiegen haben freie Fahrt, weil rechts die Sperrung in Richtung Rehlingen beginnt.

Hat die Autobahn GmbH die Beteiligten über die Baumaßnahme informiert?

Baumaßnahmen unter Vollsperrung haben immer erhebliche Auswirkungen auf das Landstraßennetz und die anliegenden Kommunen. Daher ist es für die Autobahn GmbH selbstverständlich, dass Verkehrsführung und Terminierung mit allen Beteiligten besprochen werden und dass diese Änderungs- und Ergänzungsvorschläge einbringen können.

Im Zuge der Planung dieser Baumaßnahme gab es bereits am 18. Mai 2022 ein „Abstimmungsgespräch über die Verkehrssicherung“. Teilnehmer an dieser Besprechung waren u.a. der Landesbetrieb für Straßenbau, die Ortspolizeibehörde der Stadt Dillingen und die Polizeiinspektion Saarlouis. Einwände gegen die Umleitungsstrecke L355 und B51 durch die Ortslage Dillingen und gegen die Terminierung auf Ende Februar 2023 wurden von keiner Seite vorgetragen. Die L170 zwischen Rehlingen und Dillingen spielte im vorgestellten offiziellen Umleitungskonzept keine Rolle.

Das Ergebnisprotokoll des Abstimmungsgesprächs wurde den Anwesenden und allen weiteren Beteiligten zugestellt: Ordnungsamt Saarlouis, Straßenverkehrsbehörde Saarlouis, Polizeiinspektion Dillingen, Ford Werke, ÖPNV-Unternehmen. Einwände gingen von keiner Seite ein.

Wird es wochenlang extreme Staus geben?

Prognosen über die Verkehrsbelastung sind immer schwierig. Wir raten in aller Regel, auf die Verkehrsmeldungen im Rundfunk zu achten, zu erwartende Störungen bei der Routenplanung zu berücksichtigen, auf verkehrsarme Zeiten auszuweichen, die Baustelle großräumig zu umfahren und/oder eine angemessene Fahrzeit für die Umleitungsstrecke einzuplanen. Auch Homeoffice und nach Möglichkeit das Umsteigen auf den ÖPNV helfen bei der Stauminimierung.

Bei Baustellen mit Vollsperrungen erleben wir in den ersten beiden Tagen immer wieder erhebliche Behinderungen, sei es, weil die Menschen die Information über die Sperrung nicht wahrgenommen haben, sei es, weil man trotz Kenntnis der Sperrung testet, ob es einen Versuch wert ist, den Weg auf der Umleitung zu wagen. Danach suchen und finden viele alternative Strecken und/oder Zeiten.

Wir bedauern jeden Eingriff in die Mobilität der Verkehrsteilnehmer, bitten aber um Verständnis dafür, dass Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen ohne Verkehrsbehinderungen unter den gegebenen Rahmenbedingungen objektiv nicht möglich sind.

Kann die Autobahn GmbH Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsflüsse im Umfeld der Baustelle ergreifen?

Zum Auftakt der Maßnahme haben wir die Verkehrsströme beobachtet und zwei verkehrsflussoptimierende Signalsteuerungsmaßnahmen getroffen.

Die L 170 trifft in der Ortslage Wallerfangen auf die vorfahrtsberechtigte Hauptstraße. Zur Verbesserung des Verkehrsflusses haben wir hier im Benehmen mit der Straßenverkehrsbehörde eine Ampel aufgestellt, die Rückstau vermeidet und damit die Anschlussstelle Dillingen Mitte entlastet.

An der Signalanlage in Höhe der Anschlussstelle Dillingen-Süd wurden die Grünphasen verlängert, um die Zufahrt zur A8 nach Neunkirchen zu erleichtern.

Kann die Bauzeit verkürzt werden?

Glücklicherweise habe das Wetter in der ersten Woche einen zügigen Baufortschritt und eine für die Verkehrsteilnehmer erfreuliche Beschleunigung der Arbeiten ermöglicht. Zudem hat die Autobahn GmbH gemeinsam mit ihrem Auftragnehmer die Ablaufplanung optimiert und die personellen und maschinellen Kapazitäten an die neue Situation angepasst. Dabei hat sich das beauftragte saarländische Unternehmen, die Backes Bauunternehmung AG & Co. KG in Tholey, durch ein Höchstmaß an Flexibilität und Kooperation ausgezeichnet.

In der Zeit zwischen 8. und 15. März wird nach aktueller Ablaufplanung der Asphalt auf der gesamten Strecke eingebaut. Mehrere aufeinander folgende Lagen erfordern Auskühlzeiten. Eine weitere Beschleunigung ist hier nicht möglich.

Am Donnerstag, 16. März, wird die Vollsperrung aufgehoben. Dann steht der Streckenabschnitt wieder einstreifig zur Verfügung. Der Verkehr in Richtung Neunkirchen und A620 – Saarbrücken wird auf der Überholspur geführt. Damit wird die Umleitungsstrecke über Dillingen massiv entlastet.

Die Auffahrt der AS Dillingen-Mitte in Richtung Neunkirchen und A620 muss noch geschlossen bleiben. Sie führt in die noch gesperrte Normalspur.

Am Samstag, 18. März, wird auf der Strecke die Überholspur gesperrt. Der Verkehr läuft dann einstreifig auf der Normalspur der A8. Zeitgleich wird die Auffahrt der AS Dillingen Mitte wieder geöffnet. Die Umleitung über Dillingen ist dann entbehrlich.

In der Zeit der einstreifigen Verkehrsführung werden abschließenden Arbeiten ausgeführt: das Schneiden und Vergießen von Fugen sowie Fahrbahnmarkierungen.

Am Dienstag, 21. März, soll die Baustelle vollständig abgeräumt werden, so dass spätestens am Abend wieder mit freier Fahrt zwischen Dillingen-Mitte und Saarlouis zu rechnen ist.

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Klaus Kosok

Stabsstelle Kommunikation
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung West

presse.west[at]autobahn[dot]de

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