A95 / A952

Gehölzpflegearbeiten entlang der A 95 im Bereich zwischen München und dem Autobahnende bei Eschenlohe // Gehölzpflegearbeiten entlang der A 952 im Bereich zwischen dem AD Starnberg und der AS Percha

A95 / A952 Platzhalter

Pressemitteilung 68/2021

Seit Anfang Oktober werden entlang der A 95 im Bereich zwischen München und dem Autobahnende bei Eschenlohe sowie entlang der A 952 im Bereich zwischen dem Autobahndreieck Starnberg und der Anschlussstelle Percha Maßnahmen zur Gehölzpflege durchgeführt.

 

Die Arbeiten sind in einzelne Abschnitte unterteilt, wobei sich Pflegeabschnitte und unbearbeitete Abschnitte abwechseln – unter Belassung des Jungbestandes. Die zuständigen Landschafts-/Naturschutzbehörden wurden frühzeitig informiert. Die Arbeiten werden bis Ende Februar 2022 andauern.

 

Im Zuge der Arbeiten kann es vereinzelt zu Spurwegnahmen und damit einhergehenden Verkehrsbehinderungen kommen. Grundsätzlich wird darauf geachtet, die Arbeiten nicht in die Zeiten des Berufsverkehrs zu legen.

 

Hintergrund

Die Maßnahmen zur Gehölzpflege werden zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit, aber auch zur Erhaltung der ökologischen Funktionen des Hecken- und Gehölzbestandes durchgeführt. So dient beispielsweise eine abgestufte Heckenstruktur als Schutz vor Wind, Schnee und Erosion. Grundsätzlich ist die Autobahn Südbayern verantwortlich für die Standfestigkeit der Bäume, die auf ihren Grundstücken stehen.

 

Darüber hinaus sind die Maßnahmen nötig, um Bauwerke und unterirdische Leitungen vor Beschädigungen durch diverses Wurzelwerk zu schützen oder um die erforderlichen Haltesichtweiten zu gewährleisten.

 

In den geschlossenen Gehölzbeständen an den Autobahnen, die meist aus Sträuchern und Bäumen bestehen, wird zudem der Baumanteil oftmals zu hoch und zu dicht. Der Bestand schießt in die Höhe, während im Untergrund jedoch Lichtmangel vorherrscht. Dies führt dazu, dass Bäume und Sträucher sich nicht richtig entwickeln können und unterdrückt werden. Die Folge: Der Bestand verkahlt, d. h. dürres, trockenes Geäst bestimmt den Untergrund und dieser wird artenarm. Zu dichte Bestände von baumartig wachsenden Gehölzen werden deshalb während der Gehölzpflegearbeiten ausgedünnt. Einzelne Bäume werden freigestellt, damit diese sich besser entwickeln und ein stabiles Grundgerüst bilden können.

 

Auch dort, wo Gehölze auf Stock gesetzt, d. h. lediglich ein paar Zentimeter über dem Boden gekappt werden, ist die Natur – entgegen dem Anschein – nicht zerstört. Vor allem für Insekten findet sich dort schon im Frühjahr ein neues, umfangreiches Nahrungsangebot, da durch Samenanflug auf den gelichteten Flächen Blumen und Kräuter neu wachsen können, die im dichten Unterholz niemals hätten keimen können. Die Sträucher treiben zudem wieder aus. Dadurch wird die Strukturvielfalt der Gehölze erhalten und ein Lebensraum für Vögel und Kleintiere geboten.

 

Zudem wird an geeigneter Stelle der Anteil des seltenen und ökologisch besonders wertvollen Biotoptyps „Stehendes Totholz“ (Torso) erhöht. Der Torso bietet einen wichtigen Lebensraum u. a. für Insekten, Vögel und Fledermäuse.

 

Wir bitten die Verkehrsteilnehmer und die betroffenen Anwohner um Verständnis für die unvermeidbaren Arbeiten.

 

Kontakt

Die Autobahn GmbH des Bundes – Niederlassung Südbayern – Pressestelle

Tel: 089/54552-3280 | Mail: pressestelle[at]sby.autobahn[dot]de

https://twitter.com/AdB_Suedbayern

 

Informationen zur aktuellen Verkehrslage auf den Autobahnen finden Sie im Internet unter www.bayerninfo.de

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