Region: Südwest, … Status: In Umsetzung

Autobahn: A 6, … Austausch der Übergangskonstruktion

Mehr Sicherheit, weniger Lärm: Die Außenstelle Heidelberg leitet den Komplettaustausch der Über-gangskonstruktion auf der A 6-Brücke bei der Anschlussstelle Schwetzingen-Nord/Brühl.


Auf einen Blick

Projektart

Instandsetzung Brückenbauwerk

Bauzeit

Dezember 2020 bis Juni 2021

Strecke

A 6 bei Anschlussstelle Schwetzingen-Nord/Brühl

Projektverantwortung

Niederlassung Südwest, Außenstelle Heidelberg


Projektbeschreibung

Gerade in der Nacht waren von der Autobahn her deutliche Schlaggeräusche zu hören: Als die Anwoh-ner der A 6 in Schwetzingen-Nord im Oktober 2020 aus der Presse von einer defekten Übergangskon-struktion lasen, waren viele erleichtert, dass die Ursache gefunden war. Bei einer Streckenkontrolle hatte die Autobahnmeisterei festgestellt, dass die beiden Stahllamellen der Übergangskonstruktion auf der Brücke über die Bahnstrecke Mannheim-Karlsruhe (Rheinbahn) und die Schwetzinger Siedlerstraße in Fahrtrichtung Nord gebrochen waren. Umgehend wurde eine Notreparatur angestoßen. Bis Januar 2021 waren die größten Schäden behoben und die Verkehrssicherheit wiederhergestellt.

Der Vorfall verdeutlichte, dass die Übergangskonstruktion auf der 1968 erbauten Brücke am Ende ihrer Nutzungsdauer angelangt war. Der letzte Austausch war 1982 – und seitdem ist das Verkehrsaufkom-men auf dem Autobahnabschnitt stetig gewachsen. Über 80.000 Fahrzeuge in 24 Stunden wurden hier zuletzt gezählt, davon allein 10.700 der Kategorie Schwerlastverkehr. Eine immense Belastung, die auch an den Bauteilen der Übergangskonstruktion nicht spurlos vorbeigegangen war. Das war schon vor dem Bruch der Stahllamellen an einer erhöhten Lärmentwicklung zu hören. Im Rahmen eines seit Ende 2020 laufenden Bauprojekts wird die Übergangskonstruktion der Brücke nun komplett ausgetauscht.

In der ersten Bauphase wurden zunächst zwei Mittelstreifenüberfahrten hergestellt. In der laufenden zweiten Bauphase wurde die Übergangskonstruktion im rechten Bereich der Fahrbahn in Fahrtrichtung Heilbronn ausgetauscht. Dafür wurde mit Hilfe der Mittelstreifenüberfahrten ein Fahrstreifen auf die Gegenfahrbahn umgelegt. Aktuell laufen Bauarbeiten im linken Bereich der Fahrbahn – dafür erfolgte zuvor die Umlegung des rechten Fahrstreifens auf den Verzögerungsstreifen. Die bereits eingerichtete Umlegung des linken Fahrstreifens auf die Gegenfahrbahn blieb dabei bestehen (3+1-Verkehrsführung).

In der dritten Bauphase werden die Arbeiten im Mai 2021 auf der Fahrbahn in Richtung Mannheim verlegt. Für die Erneuerung der dortigen Übergangskonstruktion soll der gesamte Verkehr auf die Ge-genfahrbahn umgelegt werden (4+0 Verkehrsführung). In der vierten und letzten Bauphase erfolgt dann der Rückbau der Mittelstreifenüberfahrten. Der Abschluss des Projekts ist für den Juni 2021 ge-plant. Die Bauoberleitung liegt bei der Außenstelle Heidelberg der Niederlassung Südwest, die zu Jah-resbeginn 2021 die Verantwortung für den Großteil der Autobahnen in der Metropolregion Rhein-Neckar übernommen hat.

Hintergrund: Funktion einer Übergangskonstruktion

Als Übergangskonstruktion (auch Fahrbahnübergang) wird das Bauelement einer Brücke bezeichnet, das Verformungen und Bewegungen des Brückenüberbaus gegenüber den Brückenenden ausgleicht. Die Verformungen des Überbaus gehen vor allem auf jahreszeitliche Temperaturschwankungen zurück und reichen je nach Brücke von wenigen Millimetern bis in den Meterbereich. Die Übergangskonstruk-tion gleicht diese Differenzen aus, indem sie sich flexibel auseinander- oder zusammenschiebt. Sie muss regelmäßig gewartet werden und wird je nach Belastung etwa alle 20 bis 25 Jahre ausgetauscht.


Zahlen & Fakten

  • Baujahr der Brücke: 1968
  • Letzter Austausch der Üko: 1982
  • Verkehrsaufkommen auf Strecke: 80.000 Fahrzeuge/24 Stunden

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Pressekontakt

Petra Hentschel

Pressesprecherin der NL Südwest

Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung Südwest
Augsburger Straße 748
70329 Stuttgart


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