Autobahn GmbH gedenkt der Unfallopfer des Betriebsdienstes

Kranzniederlegung an der A 31 bei Gescher

Ohne sie geht nichts. Die Straßenwärterinnen und Straßenwärter im Betriebsdienst der Autobahn GmbH leisten Tag und Nacht harte Arbeit und sorgen für reibungslosen Verkehr. Sie reparieren Schäden, beseitigen Schnee und Eis oder sichern Gefahrenstellen ab. Doch der unverzichtbare und vielfältige Einsatz an Deutschlands Autobahnen ist auch gefährlich. Denn das Risiko eines Straßenwärters, bei einem Arbeitsunfall ums Leben zu kommen, ist statistisch betrachtet 13 Mal höher als in vergleichbaren gewerblichen Berufen.

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Bei der Autobahn GmbH des Bundes, seit Januar 2021 bundesweit zuständig für die Autobahnen, ereigneten sich in diesem Jahr bislang 30 Unfälle mit Fremdverschulden, bei denen Straßenwärter verletzt wurden. Bei einem Unfall in Bayern kam ein Straßenwärter ums Leben. Deshalb hat die Autobahn GmbH heute am Buß- und Bettag bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Land Nordrhein-Westfalen der verunglückten Kolleginnen und Kollegen gedacht.

Die Gedenkveranstaltung vor der zwei Meter hohen Stahlskulptur im begrünten Umfeld der Autobahnkapelle an der A 31 bei Gescher war zugleich ein mahnender Appell an die Gesamtheit der Verkehrsteilnehmer für mehr Umsicht und Vorsicht auf den Strecken des rund 13.000 Kilometer umspannenden Autobahnnetzes in Deutschland.

Sicherheit hat höchste Priorität

„Die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen in Orange hat bei uns höchste Priorität“, sagte Gunther Adler, Geschäftsführer Personal bei der Autobahn GmbH. „Gerade auf den Autobahnen Deutschlands erledigen die Straßenwärter tagtäglich einen brandgefährlichen Job, der nicht hoch genug bewertet werden kann. Und deswegen investieren wir bei der Autobahn GmbH in eine optimale Ausstattung“, betonte Gunther Adler.

Insbesondere in Wanderbaustellen ist die Gefährdung der Beschäftigten des Betriebsdienstes besonders groß, da hier einerseits keine stationäre Vorwarnung eingesetzt werden kann und andererseits die eingesetzten Sicherungsfahrzeuge mindestens durch eine Person besetzt sind, die jeweils zusätzlich ständig der Gefahr von Auffahrunfällen ausgesetzt ist.

Ziel der Autobahn GmbH ist es, die Sicherheit für die Beschäftigten im Betriebsdienst zu erhöhen. Neben praktischen Übungen, wie Sicherheitsparcours auf Autobahnmeistereien, setzt das Bundesunternehmen auf ein intelligentes und bundesweites Verkehrsmanagement. Als ein erstes konkretes Ergebnis wurde hierfür im April ein Baustellenwarner für mehr Verkehrssicherheit vorgestellt.

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