Besuch im zweitlängsten Autobahntunnel Deutschlands

4.200 Meter lang ist der Tunnel Hirschhagen der A 44 zwischen Helsa und Hessisch Lichtenau. Die Verkehrsfreigabe findet voraussichtlich im Herbst 2022 statt. Letztes Gewerk bis dahin ist die technische Tunnelausstattung.

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Der Brandschutz spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Brandmeldeanlage besteht aus zwei Brandmeldezentralen, einer Linienbrandmeldeanlage sowie automatischen und nichtautomatischen Meldern. Bei Rauchentwicklung leiten 54 Ventilatoren an der Tunneldecke den Rauch auf kürzestem Weg in Richtung der Tunnelportale. Zusätzlich ist in der Tunnelmitte ein 80 Meter hoher Entrauchungsschacht angelegt. Die Mündung und das Lüftergebäude mit zwei Turbinen mit je 500 PS steht mitten im Wald über dem Tunnel. Die Turbinen saugen bei Bedarf rund 230 Kubikmeter Rauch pro Sekunde nach draußen. Rund 740 Kilometer Kabel sind verlegt worden. Im Tunnel leuchten rund 950 LED zur Durchfahrt- und Pannenbuchtbeleuchtung sowie 400 Fluchtweg- und Hinweisleuchten. Die Feuerlöschanlage hat 66 Hydranten und 16 Trockenleitungen. Die Videoanlage umfasst 210 Kameras. Die Lautsprecheranlage zählt 170 Grenzflächenhornlautsprecher und 30 Druckkammerlautsprecher. 81 Notrufsprechstellen sind vorhanden sowie 15 Tunnelquerschläge (davon 8 begehbar und 7 befahrbar). Rund 37 Millionen Euro kostet nur die technische Tunnelausstattung. Eine gute Investition in die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden.

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