Intelligente Mobilität für weniger Verkehrsunfälle

Für mehr Sicherheit auf Deutschlands Autobahnen soll künftig ein neues System sorgen. C-ITS steht für „Kooperative intelligente Verkehrssysteme“ und setzt auf die Vernetzung aller am Verkehr Teilnehmenden. Das Ziel ist die Erhöhung der Sicherheit im Verkehr auf den Autobahnen. Die Autobahn GmbH hat nun die erste Funktion des innovativen Systems vorgestellt.

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Dem System C-ITS liegt die Vision einer vernetzten, automatisierten und kooperativen Mobilität zugrunde. Fahrzeuge, Verkehrsteilnehmende, Diensteanbieter und Straßenbetreiber – sie alle sind dabei miteinander vernetzt und tauschen anonymisiert Daten untereinander aus.

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Verkehrshindernisse wahrnehmen, bevor man sie sieht. Gefahren erkennen, bevor sie zur Bedrohung werden. Durch die Vernetzung von Fahrzeugen, Infrastruktur und Verkehrszentralen wird das Reisen auf den Autobahnen sicherer – und automatisiertes Fahren immer realer.“

Die Vorteile der C-ITS-Kommunikation sind vielfältig: Verkehrsteilnehmende können vorausschauender und sicherer fahren, da sie frühzeitig in Echtzeit über die aktuelle Verkehrssituation und mögliche Gefahrensituationen informiert werden.

Sie ermöglicht zudem, dass Verkehrszentralen umfassende und präzise Informationen zur Verkehrslage direkt aus den Fahrzeugen erhalten. In Folge kann die Steuerung des Verkehrsablaufs auf den Autobahnen noch effizienter und schneller erfolgen. Das sorgt für eine bessere Auslastung des Autobahnnetzes mit weniger Staus und sinkenden CO2-Emissionen.

Die für die C-ITS-Kommunikation erforderlichen Grundlagen wurden auf Initiative des BMVI entwickelt und abgestimmt. Als ersten Bestandteil von C-ITS hat die Autobahn GmbH des Bundes jetzt die Baustellenwarnung in Betrieb genommen.

Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH: „Verkehrsteilnehmende erhalten Informationen aus erster Hand, den Verkehrszentralen und vernetzten Infrastrukturkomponenten der Autobahn GmbH, über Direktkommunikation in ihre Fahrzeuge.“

Das Prinzip: Nähert sich ein Fahrzeug einer Tagesbaustelle, wird der Fahrer oder die Fahrerin, noch bevor die Baustelle ins Blickfeld gerät, darüber informiert und kann entsprechend agieren – ein Zugewinn an Sicherheit auf Deutschlands Autobahnen.

Zunächst startet der Dienst auf ausgewählten Autobahn-Korridoren. Bis 2023 soll er dann über die übrigen Autobahn-Abschnitte deutschlandweit ausgerollt werden. „Mit dieser ersten C-ITS-Anwendung erhöhen wir die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden und unseres Baustellenpersonals“, so Prof. Gerd Riegelhuth, Geschäftsbereichsleiter Verkehrsmanagement, Betrieb und Verkehr bei der Autobahn GmbH. „Außerdem unterstützen wir damit eine vorausschauende Fahrweise, wodurch der Verkehrsfluss effizienter wird und gleichzeitig Ressourcen geschont werden können.“

Die Baustellenwarnung über Direktkommunikation ist für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in den ersten am Markt erhältlichen Serienfahrzeugen – dem VW Golf 8, ID.3 und ID.4 – erlebbar. Andere Diensteanbieter können die Informationen über den Mobilitätsdatenmarktplatz des Bundes (MDM) abrufen und über Mobilfunk in Fahrzeuge bringen.

Durch die Zusammenarbeit von Automobilindustrie, Mobilitätsdienstleistern und Straßenbetreibern werden kooperative Systeme somit vom ersten Tag an nutzbar für alle sein.

 

Zur Pressemitteilung:
https://www.autobahn.de/fileadmin/user_upload/Pressemitteilung_C_ITS_1.pdf 

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