A6 – Alte Grumbachtalbrücke wird außer Betrieb genommen

Bund investiert rund 78 Millionen Euro in den Ersatzneubau

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v.l.n.r. Johannes Grünewald (Abteilungsleiter Brückenbau und Bauwerksmanagement, Außenstelle Neunkirchen), Carsten Chassard (Außenstellenleiter Neunkirchen), Oliver Luksic (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr), Matthias Hannappel (Geschäftsbereichsleiter Bau und Erhaltung, Niederlassung West)

Die Autobahn GmbH des Bundes erreicht beim Ersatzneubau der Grumbachtalbrücke einen ersten großen Meilenstein. Denn ab heute wird der Verkehr vollständig auf dem künftigen Überbau der westliche Brückenhälfte geführt. Damit ist der Weg frei für den Abbruch des alten Bauwerks, das nach über 60 Jahren intensiver Nutzung ausgedient hat.

Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr sagte zu diesem wichtigen Meilenstein vor Ort: „Die A6 ist eine bedeutende Verkehrsachse zwischen West- und Osteuropa und für Pendler aus dem östlichen Saarland auch ein nicht wegzudenkender Verkehrsweg zur Erschließung der Landeshauptstadt Saarbrücken. Rund 78 Millionen Euro investiert der Bund in die Realisierung der neuen Grumbachtalbrücke.“

Matthias Hannappel, Geschäftsbereichsleiter Bau und Erhaltung der Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes: „Der Ersatzneubau der Grumbachtalbrücke, insbesondere die bauliche Umsetzung, zählt zweifelsohne zu den Highlights für unsere Region. Die Brücke, die aus zwei Teilbauwerken besteht, soll möglichst bis Ende 2026 unter Verkehr stehen. Unser Brückenprogramm sieht den nächsten Jahren vor, rund 1.100 Teilbauwerke zu sanieren, zu erneuern oder zu verstärken.“

Carsten Chassard, Leiter der Außenstelle Neunkirchen der Niederlassung West der Autobahn GmbH spricht das Verkehrsaufkommen von täglich rund 42.000 Fahrzeugen in Höhe der Grumbachtalbrücke an. „Es verdeutlicht, dass das Land auf eine funktionierende Infrastruktur für den Individualverkehr angewiesen ist. Das sind 42.000 gute Gründe, in die Zukunftsfähigkeit der Strecke und vor allem ihrer Bauwerke zu investieren.“

Im Zeitraum, in dem Abbruch und Neubau des östlichen Bauwerks erfolgen, wird der Verkehr der A6 vierstreifig und damit weitgehend störungsfrei auf dem seitlich neben der alten Brücke errichteten neuen westlichen Überbau abgewickelt. Dieser Überbau wird zu einem späteren Zeitpunkt mittels seitlichem Verschub in die Endlage gerückt.

Hintergrund

Die Grumbachtalbrücke ist eines der älteren Bauwerke im saarländischen Streckennetz, das unter statischen Defiziten und einem gefällebedingten Entwässerungsproblem leidet. Bei einem Schwerlastanteil in Höhe von 12,5 % wird die 1961 gebaute und 326 Meter lange Brücke den Anforderungen des modernen Straßenverkehrs nicht mehr gerecht.

Das Bauwerk liegt in einer naturschutz- und wasserrechtlich hochsensiblen Zone. Diese grenzt an das FFH-Gebiet „Wogbachtal“ und an das Landschaftsschutzgebiet „Wisch- und Wogbachtal“ und liegt in der Wasserschutzzone III. Diese Lage stellte für die Planung des Ersatzneubaus eine besondere Herausforderung dar und erfordert eine aufwändige Bauausführung. Denn im Gegensatz zu der heute üblichen Bauweise mit zwei Teilbauwerken verfügt die alte Grumbachtalbrücke nur über eine einteilige Fahrbahnplatte. Daher war es notwendig, den Überbau der westlichen Brückenhälfte auf provisorischen Pfeilern zu errichten.

Als nächster Schritt erfolgt der Abbruch der alten Brücke. Im Anschluss wird am gleichen Ort die neue östliche Brückenhälfte (Fahrtrichtung Mannheim) gebaut. Danach wird der Verkehr auf die neue Ostbrücke umgelegt. Im nächsten Schritt wird der bereits fertiggestellte Überbau (Fahrtrichtung Saarbrücken) auf neuen Unterbauten quer verschoben. Danach wird die westliche Brückenhälfte wieder unter Verkehr genommen und die Baustellenverkehrsführung endet.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Klaus Kosok

Stabsstelle Kommunikation
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung West

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