A64a – Verkehrseinschränkungen auf der Moselbrücke Ehrang für den Schwerlastverkehr und die geplanten Baumaßnahmen in den Folgejahren

Die Autobahn GmbH prüft regelmäßig Brücken und modernisiert diese. Im Rahmen dieser Routine wird die Niederlassung West der Autobahn GmbH in Kürze lastbeschränkende Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit auf der Moselbrücke Ehrang vornehmen, von denen der Schwerverkehr betroffen ist.

moselbruecke_ehrang.jpg

Ab Mitte September 2022 darf die Strombrücke in beiden Fahrtrichtungen nur noch von Lkw mit einem Maximalgewicht von 44 Tonnen befahren werden. Eine entsprechende Beschilderung wird rechtzeitig umgesetzt.

Aufgrund von Ermüdungserscheinungen insbesondere an der Strombrücke ist zur Sicherstellung einer ausreichenden Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit der Moselbrücke-Ehrang bis zum langfristig vorgesehenen Ersatzneubau eine mehrjährige und umfassende Brückeninstandsetzung erforderlich.

Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit
Unabhängig von der erforderlichen Bauwerksinstandsetzung werden Ende 2022 Fahrzeug-Rückhaltesysteme (transportable Schutzeinrichtungen) an den Fahrbahnrändern in beiden Fahrtrichtungen der Moselbrücke Ehrang aufgestellt. Diese sind als Kompensationsmaßnahme für die auf dem Bauwerk vorhandenen, mangelhaften Schutzeinrichtungen notwendig. Die Aufstellung erfolgt außerhalb des Berufsverkehrs im Rahmen von Tagesbaustellen. Nach der Aufstellung der transportablen Schutzeinrichtungen steht in Fahrtrichtung Luxemburg ein Fahrstreifen zur Verfügung. In entgegengesetzter Fahrtrichtung bleiben die vorhanden zwei Fahrstreifen bestehen. Über den genauen Start der Maßnahme und damit einhergehende Einschränkungen für Groß- und Schwertransporte wird zeitnah gesondert informiert. Die derzeit erforderliche Geschwindigkeitsreduzierung für den Personen- u. Güterverkehr sowie die Einschränkungen für Radfahrer bleiben aus Gründen der Verkehrssicherheit auch nach der Installation o.g. Fahrzeug-Rückhaltesysteme bestehen.

Vorarbeiten zur geplanten Bauwerksinstandsetzung im Jahr 2023
Zur sicheren Aufnahme der zukünftigen Baustellenverkehrsführung werden die vorhandenen Fahrbahnübergänge verstärkt. Die Ausführung der Arbeiten erfolgt in Tagesbaustellen außerhalb des Berufsverkehrs. Zur allgemeinen Schadenserkundung am Brückenüberbau sowie zur anschließenden Ausführung der späteren Bauwerkssanierung wird voraussichtlich noch im Jahr 2023 ein Arbeitsgerüst an der Unteransicht der Moselbrücke Ehrang eingerichtet. Dies erfolgt ohne Verkehrsbeeinträchtigung.

Mehrjährige Bauwerksinstandsetzung vorgesehen
Momentan wird die eigentliche mehrjährige Bauwerksinstandsetzung, die voraussichtlich im Jahr 2024 in fünf Bauabschnitten, jeweils über die warme Jahreszeit (Frühjahr/Sommer), realisiert werden soll, geplant. Die Maßnahme findet unter Aufrechterhaltung des Verkehrs statt, dabei wird den Verkehrsteilnehmenden jeweils ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung stehen. Großraumraum- und Schwertransporte dürfen das Bauwerk im Zeitraum der Bauarbeiten nicht befahren. In den Wintermonaten pausieren die Bauarbeiten. Die eingerichtete Baustellen-verkehrsführung wird zurückgebaut, um einen reibungslosen Winterdienst auf der Brücke durchführen zu können. In dieser Zeit stehen wieder drei Fahrstreifen zur Verfügung, ein Befahren von Großraum- und Schwertransporten wird unter Auflagen möglich sein.

Im Zuge der Instandsetzungsarbeiten werden in beiden Fahrtrichtungen die Brückenkappen inklusive Schutzeinrichtungen und Brückengeländer sowie die Bauwerksabdichtung und der Fahrbahnbelag erneuert. Außerdem erfolgt der Austausch der drei Fahrbahnübergangskonstruktionen. Zudem ist eine umfangreiche Instandsetzung des Brückentragwerks notwendig. Nach erfolgreicher Instandsetzung soll das Bauwerk unter einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h passierbar sein. Lediglich die Nutzung durch Großraum- und Schwertransporte wird auch nach der Instandsetzung ganzjährig nur unter Auflagen möglich sein.

Über den genauen Start und die Durchführung der Maßnahme wird zeitnah gesondert informiert.

Die Autobahn GmbH bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die unvermeidlichen Verkehrsbeeinträchtigungen zur Wahrung der Verkehrssicherheit.

Hintergrund
Ein Großteil der Brückenbauwerke wurde in den 1960er- bis 1980er-Jahren für deutlich kleinere Verkehrsmengen erbaut. So auch die 1968 errichtete Moselbrücke Ehrang, die nach einer Verkehrsuntersuchung von 2018 von rund 33.000 Kraftfahrzeugen, davon rund 16 Prozent Schwerverkehr, passiert wird. Durch den stark zunehmenden Güterverkehr, die Erhöhung der zulässigen Gesamtgewichte und der Achslasten sowie die deutlich ansteigende Zahl der genehmigten Großraum- und Schwertransporte haben sich die Belastungen in den vergangenen Jahren signifikant gegenüber den Bemessungslasten der bei der Planung und Herstellung gültigen Regelwerke erhöht.

Zur Sicherstellung einer ausreichenden Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit der Brücke müssen von der Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes die eingangs angesprochenen baulichen Maßnahmen umgesetzt werden.

Im Großraum Trier gehört die Moselbrücke Ehrang zu den wesentlichen Verkehrsverbindungen zwischen Deutschland und Luxemburg. Für das im Jahr 1968 fertiggestellte Gesamtbauwerk (Vorlandbrücke über die A602 aus Beton und Moselbrücke aus Stahl) ist ein Ersatzneubau notwendig. Die hierfür erforderlichen ersten Planungsschritte befinden sich im Anfangsstadium. Die bauliche Umsetzung wird abhängig vom Planungsfortschritt und den erforderlichen Genehmigungsverfahren sein.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Mandy Burlaga

Leitung Stabsstelle Kommunikation
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung West

​​​​​​​
F:  +49 2602 924-180
M: +49 162 230 722 1
presse.west[at]autobahn[dot]de