A66 Salzbachtalbrücke – Fertigstellungstermin Ende 2023 für südliches Bauwerk mit Baufirma fixiert

Der Neubau der Salzbachtalbrücke im Zuge der A66 kommt voran: Die Autobahn GmbH des Bundes arbeitet mit Hochdruck daran, das südliche Brückenbauwerk (Fahrtrichtung Frankfurt) Ende 2023 fertigzustellen. Seit Januar 2022 wird in allen Baufeldern gearbeitet. Noch vor Weihnachten 2021 konnten die Bahnlinien und die B 263 wieder in Betrieb genommen werden.

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Die Arbeiten am Neubau gehen Schritt für Schritt voran. So wurden im Januar das westliche Widerlager der Südbrücke (Seite Rheingau) und das der Nordbrücke im März abgebrochen. Das Baufeld zum Bau der Nordbrücke ist ebenfalls bereits geräumt; derzeit erfolgt der Bau der notwendigen Baustraßen.

Im Baufeld westlich der Bahnlinien wurden Anfang dieses Jahres die Stützwälle und Fallbetten sowie die Verrohrung des Salzbachs zurückgebaut. Danach startete die Freilegung der bereits hergestellten Pfeilergründungen, die allesamt die Sprengung aufgrund der umfassenden Sicherungsmaßnahmen schadlos überstanden haben. 

Für die weiter westlich gelegene Querung der Aartalbahn ist im April der noch ausstehende Abbruch des nördlichen Teilbauwerks erfolgt. Seit Anfang Mai wurden in diesem Bereich weitere Kampfmittelsondierungen durchgeführt, die nunmehr abgeschlossen sind. Bereits in Kürze kann die Herstellung der Spundwände als Baugrubensicherung für die künftigen Ersatzneubauten, die über die Aartalbahn führen, beginnen.

Mitte Mai wurde eine Belastungsprüfung bei zwei Großbohrpfählen vollzogen. Der Grund: Während der Betonage ist es bei zwei Großbohrpfählen für die Südbrücke zu Auffälligkeiten gekommen, deren Auswirkungen überprüft werden mussten. Deshalb war es notwendig geworden, die Tragfähigkeit der betroffenen Gründungspfähle über eine Belastungsprüfung zu kontrollieren.

Fertigstellung des südlichen Brückenbauwerks für 2023 geplant
Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH: „Der umfangreiche Belastungstest ist positiv verlaufen. Ein Fertigstellungstermin ist nunmehr mit der Baufirma fixiert. Ziel ist die Übergabe der neuen Südbrücke für Ende 2023.“

Zu den Arbeiten seit Jahresbeginn 2022
Besonders im Fokus standen bislang die Tätigkeiten im Taktkeller, dem östlichen Widerlager und dem östlichen Pfeiler zwischen der B 263 und den Bahnlinien. Im Taktkeller wurden die Fundamente für die Verschubeinrichtungen hergestellt; für das Widerlager ist die Fundamentierung errichtet worden. Im Bereich des östlichen Pfeilers zwischen der B 263 und den Bahnlinien wurden Anfang Januar die Fundamente der alten Brücke beseitigt.

Im Anschluss daran musste eine standfeste Arbeitsebene errichtet werden, damit die notwendigen Kampfmittelsondierungen­ – bis acht Meter unter Geländeoberkante – abschließend fortgesetzt werden konnten. Da die Fundamente der alten Brücken im Weg waren, haben sich diese Sondierungsarbeiten nicht früher durchführen lassen. Direkt nach Bestätigung der Kampfmittelfreiheit begann die Herstellung der Großbohrpfähle für die Pfeilergründungen. Mittlerweile sind alle 30 Bohrpfähle für den Ostpfeiler der Süd- und Nordbrücke fertiggestellt.

Daten der neuen Salzbachtalbrücke
Die beiden Salzbachtalbrücken werden aus etwa 15.000 m³ Stahlbeton mit ca. 2.800 t Bewehrungsstahl sowie einem Stahlüberbau von rund 5.800 t bestehen. Beide Brücken sollen je drei Pfeiler bekommen, sodass die Brücken vier Felder haben werden. Die Nordbrücke wird 324 m lang sein und eine maximale Spannweite von 90 m aufweisen. Die Südbrücke wiederum wird nach der Fertigstellung eine Länge von 314 Metern und maximale Spannweite von 85 Metern haben. Insgesamt werden rund 7,5 Kilometer Großbohrpfähle hergestellt. Auch die Entwässerung ist neu konzipiert worden, so ist der Bau dreier Regenrückhaltebecken geplant.


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