Im Video: 55 Stunden, 2000 Tonnen Asphalt und Dreischichtbetrieb für mehr Lärmschutz

Am ersten Septemberwochenende wurden in Hamburg auf der A7 zwischen Volkspark und Eidelstedt innerhalb von 55 Stunden 2000 Tonnen offenporiger Asphalt eingebaut. Ein Jahr Planung steckte in der Vollsperrung – mit Erfolg!

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Im Zuge des Ausbaus der A7 auf sechs bzw. acht Fahrstreifen sind seit 2014 Bauarbeiten für mehr Lärmschutz im Gange. Drei Lärmschutztunnel werden gebaut, die die Autobahn überdeckeln. Auf den Abschnitten, wo keine Lärmschutztunnel entstehen, wird daher sukzessive offenporiger Asphalt – kurz OPA genannt - eingebaut, der eine lärmmindernde Funktion hat. OPA ist eine besondere Form einer Deckschicht, die mehr Hohlräume hat und somit Rollgeräusche abfangen – den Lärm also „schlucken“ kann. Dadurch, dass ca. 20% des Volumens sind Hohlräume sind, funktioniert auch die Entwässerung besser. 

Die DEGES plant gemeinsam mit den Auftragnehmern und Nachunternehmern seit einem Jahr die 55-Stunden Sperrung, denn die Baustellen-Logistik ist eine große Herausforderung: allein 45 Transportfahrzeuge sind im Einsatz, die in mehreren Umläufen den erforderlichen Bedarf an Einbaumaterial, ca. 370 Tonnen pro Stunde, zur Baustelle fahren. Die erforderliche Asphaltmenge für die rund 26.000 Quadratmeter wird in vier um und in Hamburg befindlichen Asphaltwerken hergestellt - das entspricht einer Fläche von etwa 4 Fußballfeldern. Um die spätere Entwässerung der Fahrbahnoberfläche zu gewährleisten, wird der OPA mit einer durchgängigen Einbaubreite von über 22 Metern je Fahrtrichtung eingebracht. Dafür waren 3 große Beschicker und Fertiger nebeneinander im Einsatz 

Bereits am Freitagabend um 22 Uhr fingen die Arbeiten an. Mit 7 Groß- und 3 Klein-Fräsen wurden mehr als 12.000qm Deckschicht abgefräst und die Markierungen entfernt. 

Samstag früh waren beide Richtungsfahrbahnen abgefräst und auf der südlichen Fahrbahn wurde der Asphalt aufgetragen. Für Karina Fischer, die das Projekt für die Niederlassung Nord zusammen mit den Kollegen der DEGES und den Ingenieurbüros koordiniert, lief alles im Plan: „Die Arbeiten auf der A 7 sind voll planmäßig. Wir haben die Fräsarbeiten Freitagnacht abschließen können und der Asphalteinbau im Bereich Süd sind wie geplant in Arbeit. Jetzt werden die Fertiger und Walzen auf die andere Fahrbahnseite umgesetzt. Wir sind total glücklich! Die Jungs und Mädels hier vor Ort machen einen guten Job und die Verkehrslage ist besser als erwartet – wir sind aktuell sehr zufrieden.“ 

Noch bis zu 30 Stunden muss der Asphalt auskühlen und aushärten – das bedeutet aber nicht, dass die Arbeiten in der Zeit stillstehen. Noch bis Montag früh werden Restarbeiten an 16 Schachtdeckeln, Brückenprüfungen und die Markierungsarbeiten vorgenommen. 

Zum Glück spielte das Wetter mit, denn der OPA muss bei trockenem Wetter und durchgängig warmen Temperaturen eingebracht werden, um den Asphalt langlebig, qualitativ hochwertig herzustellen und die lärmmindernden und entwässernden Eigenschaften (verminderte Gischt-bildung) in Gänze gewährleisten zu können. Zudem sind die umfänglichen Demarkierungs- und anschließenden Markierungsarbeiten ebenfalls stark witterungsabhängig. 

Am Montag wurde die Strecke kurz vor 5 Uhr freigegeben und der Verkehr auf der Strecke kann wieder rollen - Dank einer guten Planung und einem super Team!