AM Bonn freut sich über Woodzilla

Die Autobahnmeisterei Bonn freut sich über einen neuen Buschholzhacker. Das besondere an dem 180.000 Euro teuren „Woodzilla BBT400“: Er verfügt über einen Kran, der über ein externes Schaltmodul gesteuert wird. Mobil-Eingeschränkte können den Hacker damit mühelos bedienen, das Schleppen von schwerem Geäst und die sogenannte Handbeschickung sind nicht mehr notwendig.

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Die Autobahnmeisterei Bonn freut sich über einen neuen Buschholzhacker. Das besondere an dem 180.000 Euro teuren „Woodzilla BBT400“: Er verfügt über einen Kran, der über ein externes Schaltmodul gesteuert wird. Mobil-Eingeschränkte können den Hacker damit mühelos bedienen, das Schleppen von schwerem Geäst und die sogenannte Handbeschickung sind nicht mehr notwendig.

„Das Gerät ist Rücken- und Personalschonend, es spart bestimmt zwei oder drei Kräfte ein. Wir müssen viel weniger vorsägen und können ganz andere Gewichte heben und einfüllen. Außerdem ist es ein Trommelhacker und dadurch um bis zu 50 Prozent leiser als ein Scheibenhacker“, schildert Claus Kubbat. Der Straßenwärter hat die Beschaffung maßgeblich mitbegleitet. Involviert waren auch Uwe Springer (Gesamtschwerbehindertenvertreter und Schwerbehindertenvertreter der Niederlassung Rheinland) und Sven Lünzer (Abteilungsleiter Personalfürsorge und Arbeitssicherheit - Personalentwicklung). Denn durch die behindertengerechte Bedienung konnte der Hacker zu 80 Prozent über das Inklusionsamt des Landschaftsverbandes Rheinland gefördert werden.

Die Kollegen in der AM Bonn staunten nicht schlecht, als die Theorie-Stunde mit Andreas Strüder begann. Der Außendienstler der Firma Fink Maschinentechnik erläuterte den Woodzilla quasi aus dem Gedächtnis und hatte viele Tipps auf Lager. Als es dann auf die A565 Nahe Bonn-Poppelsdorf ging, um den neuen Kollegen nun in der Praxis zu testen, offenbarte Strüder auch Geschick im Umgang mit dem Woodzilla. „Das haben Sie in wenigen Tagen aber auch drauf“, so Strüder zu Kubbat, der als Erster das externe Modul in die Hand gedrückt bekam. Und in der Tat: Schon nach wenigen Minuten wurde Kubbat immer versierter und konnte schlussendlich binnen weniger Moment Äste und Baumstämme in den Hacker einführen. Kubbat: „Ein weiterer Vorteil: Gehölze wie Weißdorn, Schwarzdorn und Robinie, die allesamt über gemeine Stacheln verfügen und zum Teil giftig sind, müssen wir nicht mehr händisch bewegen.“

Der Kran des Woodzillas hat eine Reichweite von 5,5 Meter und eine Hubkraft von rund einer Tonne. Der maximale Stammdurchmesser kann 32 Zentimeter betragen, die Qualität der ausgeworfenen Hackschnitzel verdienen die Note „gut“.

Mehr Infos unter https://fink-mt.de/.