AS Giengen/Herbrechtingen

Das Erhaltungsprojekt zwischen den Anschlussstellen Giengen/Herbrechtingen und Niederstotzingen wurde erfolgreich mit einer kleinen Verkehrsfreigabe abgeschlossen. // Die Umbaumaßnahmen der Stadt Giengen entlang der B492 sind ebenfalls abgeschlossen.

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Ab Montag, 22.11.2021 ist die Anschlussstelle der Autobahn A7 Würzburg – Ulm auf Höhe Giengen in beiden Richtungen wieder frei befahrbar. Auf Höhe der Anschlussstelle wurde die Autobahn auf einer Gesamtlänge von ca. 10 km grundhaft erneuert. Im Zuge dessen wurde die Fahrbahnbreite an die gültigen Sicherheitsstandards angepasst und von 11,5 Meter auf 12 Meter angepasst. Die Maßnahme begann Mitte Oktober 2018, die Gesamtkosten liegen bei rund 52 Mio. €.

Durchweg gelungene Gesamtmaßnahme

„Wir freuen uns sehr über die gelungene Sanierung, die im zeitlich vorgegebenen Rahmen blieb und Aktivitäten der Stadt deutlich erleichterte“, kommentierte OB Dieter Henle bei der offiziellen Freigabe. „Für uns bot sich die Gelegenheit, zeitgleich zur Sperrung der Ausfahrten die Fahrbahndecken auf der B 492 zu sanieren und neue Knoten herzustellen, die dem zukünftig erwarteten Verkehrsaufkommen gerecht werden.“ Auch Tobias Ehrmann, Leiter der Außenstelle Kempten der Autobahn GmbH zeigte sich zufrieden: „Wir haben die dringend nötige Sanierung der A7 realisiert und verkehrstechnisch gleich mehrfach die Weichen für die Zukunft gestellt. Zudem konnte die Stadt Giengen ihre Baustellen über die gesperrte Autobahn bedienen, was die Logistik erheblich vereinfachte.“

Sanierung der A7

Grund für die Sanierung der A7 war eine stark beschädigte Betondecke zwischen den Anschlussstellen AS Giengen/Herbrechtingen und AS Niederstotzingen auf beiden Richtungsfahrbahnen. Der Bereich um die Anschlussstelle Giengen (Brenztalbrücke bis Hürbetalbrücke) wurde auf einer Länge von etwa 2,6 km in Asphaltbauweise realisiert, ebenso die Anschlussstellen inklusive der Rampen. Die Fahrbahndecke bis zur AS Niederstotzingen im Abschnitt Hürbetal- bis Hungerbrunnentalbrücke (etwa 7,3 km) bildet eine Waschbetonoberfläche auf hydraulisch verfestigter Tragschicht. Zudem wurden im Rahmen der grundhaften Sanierung die Abdichtungsbahnen sowie die Entwässerungsanlagen im gesamten Erhaltungsabschnitt erneuert.

Drei neue Knotenpunkte entlang der B492

Die drei durch die Stadt im Auftrag des Bundes realisierten Knoten betreffen eine neue Ampelanlage am bisherigen Kreisel B 19/B 492, eine größere Lichtsignalanlage mit zusätzlicher Spur für Linksabbieger auf der B 492 an der Anschlussstelle in Fahrtrichtung Würzburg und die Anbindung des neuen Giengener Industrieparks A7 (GIP A7). Während der Baumaßnahmen wurde wiederverwertbares Aushubmaterial als Dammschüttung für die innere Erschließung des GIP A7 und für den Lärmschutzwall Bühlwald genutzt. „Damit entfiel die Anlieferung entsprechenden Materials – ein klarer ökologischer Vorteil“, resümierte der Oberbürgermeister.

Bypass mit Einfädelspur im Frühjahr

Lediglich der etwas später geplante Bypass mit Einfädelspur für Rechtseinbieger am Knoten L 1079/B 492 muss trotz druckvollen Verhandelns ins Frühjahr verschoben werden. Die Engpässe in puncto Materiallieferung ließen sich nicht verhindern, die Entscheidung fiel im Sinne der Verkehrsteilnehmenden: „Wir wollten die Bauphasen möglichst kurz und damit die Belastung für alle gering halten,“ so Henle. „Die Einfädelspur wird die Situation von der L 1097 her sicherlich optimieren. Aber auch ohne sie verfügen wir nun über leistungsfähige Knotenpunkte oben an der Autobahn, über eine neue Fahrbahn auf der A7 – und auch wieder über die Zufahrten!“