Den Fledermäusen auf der Spur

Zahlreiche Landschaftsplaner*innen der Niederlassungen Westfalen und Rheinland sowie weitere Interessierte haben sich jetzt in Hagen getroffen, um sich in Sachen "Artenschutzprüfung" fortzubilden und auszutauschen.

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Den Fledermäusen auf der Spur.

Zahlreiche Landschaftsplaner*innen der Niederlassungen Westfalen und Rheinland sowie weitere Interessierte haben sich jetzt in Hagen getroffen, um sich in Sachen "Artenschutzprüfung" fortzubilden und auszutauschen. Da die rechtssichere Abarbeitung dieses Themenkomplexes immer wichtiger für die Genehmigung von Bauvorhaben wird, waren mit Dr. Karl-Friedrich Kiel vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und Dr. Matthias Kaiser vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW zwei Experten eingeladen. 

"Die beiden sind ein eingespieltes Team und konnten daher sehr detailliert die Neuerungen im Naturschutzrecht und Entwicklungen bei der Artenschutzprüfung vermitteln. Am zweiten Tag sind wir nach einem Zwischenstopp in der Autobahnmeisterei Hagen nach Lüdenscheid gefahren. Während in Hagen die theoretischen Grundlagen für die zahlreichen an der Talbrücke Rahmede durchgeführten Artenschutzmaßnahmen erörtert wurden, ging es anschließend praktisch in den Untergrund", berichtet Landschaftsplanerin Marita Engels aus dem Geschäftsbereich Planung der Niederlassung Rheinland.

In Lüdenscheid wurden als CEF-Maßnahme zwei bis dahin verschlossene Stollen für Fledermäuse geöffnet und hergerichtet und von den Exkursionsteilnehmenden auf Fledermäuse abgesucht. CEF steht für "continuous ecological functionality", damit sind im Bereich des Artenschutzes vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen gemeint.

Engels: "Bei verschiedenen weiteren Maßnahmen im Bereich der Baustelle haben wir uns dann über unsere praktischen Erfahrungen mit ähnlichen Maßnahmen ausgetauscht. Insgesamt wurde diese Fortbildung, übrigens von der Architektenkammer NRW anerkannt, für den Austausch und die Vernetzung rege genutzt, denn beide Niederlassungen arbeiten überwiegend mit den gleichen landesgesetzlichen Regelungen."