Feierliche Verkehrsfreigabe der Parkplätze Rur Scholle Nord und Süd an der A4 – Über 200 Lkw-Stellflächen mehr zur Verfügung

Mehr Sicherheit durch mehr Stellflächen für Busse und Lkw auf den Parkplätzen Rur Scholle Nord und Süd gibt es ab heute an einer der wichtigsten Ost-West-Achsen im gesamten bundesdeutschen Autobahnnetz.

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„Der Bedarf an Lkw-Stellplätzen an den Autobahnen wächst stetig. Lkw-Fahrer müssen ihre Lenk- und Ruhezeiten einhalten. Das ist eine Frage der Verkehrssicherheit. Wir schaffen ein besseres Angebot, damit die Fahrer ihre Lkw nicht an ungeeigneten und oft auch gefährlichen Stellen abstellen. Stellplätze sind sinnvoll eingesetzte Steuergelder", sagte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, zu dem Anlass.

„Nordrhein-Westfalen ist einer der wichtigsten und größten Logistikstandorte Europas. Unsere Wirtschaft ist in hohem Maße arbeitsteilig organisiert und exportorientiert, und die Nutzung von Waren aus aller Welt gehört zu unserem Alltag. Tausende Lastwagen fahren täglich durch unser Land und stellen so die Versorgung mit Lebensmitteln und den Dingen des täglichen Bedarfs für alle sicher. Wie sehr wir auf die Arbeit Tausender Lastwagenfahrer angewiesen sind, haben wir eindrucksvoll in der Pandemie erlebt. Deshalb ist es unsere Pflicht für ausreichende und gute Rastanlagen zu sorgen, damit Ruhezeiten eingehalten werden und die Fahrer erholt am Steuer sitzen. Mit der Erweiterung der Rastanlage Rur-Scholle verbessern wir so die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer“, betonte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst.

Der Bund hat insgesamt rund 18,7 Mio. Euro in die Umgestaltung der Bestands- und Erweiterungsflächen der Rastanlagen Rur Scholle investiert. Seit Baubeginn am 14.08.2019 sind nördlich und südlich der A 4 insgesamt 243 Lkw Stellflächen (vorher 38) und 20 neue Busstellplätze entstanden. Die Zahl der 64 Pkw-Stellflächen blieb unverändert.

„205 neue LKW-Stellflächen sind ein wichtiger Faktor für die Einhaltung der Lenkzeiten und damit für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden“, erklärte Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes bei der feierlichen Eröffnung beider Parkplätze an der A 4 nordwestlich von Düren.

Die Umgestaltung und Erweiterung der Bestandsflächen waren nötig geworden durch die Trassenverlegung der A 4 nach Süden für den Braunkohle-Tagebau Hambach der RWE Power AG. Die vorherigen Rastanlagen „Im Düppenter“, „Golzheimer Bürge“ und „Im Bahnert“ an der alten A 4-Trasse waren durch die Verlegung entfallen. Der ursprünglich im Bereich der Verlegung der A 4 geplante Parkplatz wurde im Planfeststellungsverfahren zugunsten einer Grünbrücke aufgegeben. „Die RWE Power AG beteiligte sich aus diesem Grunde als Ersatzleistung an den Baukosten mit einem Betrag von rund 1,4 Mio. Euro sowie der Übernahme der Planungskosten, der Ausschreibung und der Baudurchführung“, erläuterte Michael Eyll-Vetter, Spartenleiter der RWE Power AG.

Auch ökologisch konnten Akzente gesetzt werden. Die Grenzen der PWC Anlage wurden im Bereich Süd mit begrünten Sichtschutzwällen und -wänden versehen und landschaftlich eingebunden. Als ökologische Ausgleichsmaßnahme sollen im Bereich der bestehenden PWC-Anlage über 200 Einzelbäume gepflanzt werden. Südlich der A 4 ist der derzeitige gewässerbegleitende Weg am Schlichbach nach Westen verlegt und mit mehrreihigen Baumhecken versehen worden. Weiterhin sollen auf beiden Seiten der Rastanlage „Rur Scholle“ mehrere Hektar der angrenzenden intensiv genutzten Ackerflächen in extensiv genutzte Wiesenflächen mit abschirmenden geschlossenen Gehölzen gewandelt werden.

Die A4 ist insbesondere für den Schwerlastverkehr eine der wichtigsten Verbindungen der Ballungsräume in NRW, Thüringen und Sachsen. Zudem ist sie als Teil der E 40, die von Frankreich über Belgien/Niederlande und die osteuropäischen Nachbarstaaten nach Weißrussland führt, von europäischer Bedeutung. Auch erfüllt die A 4 für den Planungsraum eine wesentliche Verkehrsaufgabe als Entwicklungsachse zwischen den Ballungsräumen Aachen und Köln. In Teilbereichen der A4 ist heute von durchschnittlichen täglichen Verkehrsmengen von bis zu 96.000 Kfz/24h (mit rd. 18 % Lkw-Anteil) auszugehen.

 

Zahlen, Daten und Fakten

Gesamtkosten
18,7 Mio. Euro,  davon Anteil RWE Power AG: 1,4 Mio. Euro

Stellflächen heute und (vor Ausbau)
Rur Scholle Nord: Lkw 119 (19), Pkw: 38 (38), Busse/Pkw Anhänger: 10 (0)
Rur Scholle Süd: Lkw: 124 (19), Pkw: 38 (38), Busse/Pkw Anhänger: 10 (0)

Bauzeit
Planfeststellungsbeschluss: 20.02.2017

Baubeginn
PWC Rur Scholle Nord: 14.08.2019
PWC Rur Scholle Süd: 24.09.2019

Baufertigstellung
Mai 2021

 

Die 2018 gegründete Autobahn GmbH des Bundes übernimmt seit 1. Januar 2021 die Verantwortung für Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung der Autobahnen und Fernstraßen in Deutschland übernehmen. Mit 13.000 Kilometern Autobahn und zukünftig bis zu 15.000 Mitarbeitern ist die Gesellschaft eine der größten Infrastrukturbetreiberinnen in Deutschland.

 

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