Jubiläum für das Kleeblatt

Das Schkeuditzer Kreuz feiert seinen 85. Geburtstag: Durch die Kreuzung der Linien Berlin/München sowie Halle/Leipzig wurde damals das erste Autobahnkreuz Deutschlands für den Verkehr freigegeben.

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Am Sonntag, den 21.11.2021, feiert das Schkeuditzer Kreuz seinen 85. Jahrestag seit der Inbetriebnahme. Durch die Kreuzung der Linien Berlin/München sowie Halle/Leipzig wurde damals das erste Autobahnkreuz Deutschlands für den Verkehr freigegeben. Heute ist das Schkeuditzer Kreuz einer der zentralen Knotenpunkte in Mitteldeutschland und verbindet mit der A 9 und der A 14 zwei Hauptverkehrsrouten. Die Bauweise als „Kleeblatt“ und die damit verbundene Nutzungsweise wurde seinerzeit sogar in einer Pressemitteilung den Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern erläutert: „Man merke sich die einfache Regel: Alle Abzweigungen gehen nach rechts, die erste nach der rechts gelegenen Strecke und die zweite hinter der Brücke nach der linker Hand gelegenen Strecke“. Durch eine umfangreiche Beschilderung und diverse digitale Navigationsmöglichkeiten ist diese Einweisung in der heutigen Zeit eher zum Schmunzeln, sowohl für die tägliche Pendelei als auch den Fernverkehr durch Mitteldeutschland.

In einer Ländervereinbarung aus dem Jahr 1996 wurde übrigens festgelegt, dass das Schkeuditzer Kreuz durch das Land Sachsen-Anhalt mit betreut wird, obwohl es geografisch in Sachsen liegt. Das ist auch der Grund, weshalb die Autobahnmeisterei Peißen den Winterdienst auf dem Kleeblatt sicherstellt. Um alle Verkehrsbeziehungen zu beräumen muss eine Räumstaffel dafür ganze 90 Kilometer zurücklegen. In Spitzenzeiten fahren mehr als 100.000 Fahrzeuge täglich über das Schkeuditzer Kreuz. Umfangreiche Sanierungsarbeiten haben in den letzten Jahrzehnten dafür gesorgt, dass dies auch dauerhaft möglich ist. Die letzte Großbaustelle in den Jahren 2013 und 2014 umfasste die Hauptfahrbahnen der A 14 sowie alle Rampen und Verteilerfahrbahnen.