Neubau der Rheinbrücke Schierstein zwischen den Landeshauptstädten Mainz und Wiesbaden fertiggestellt

Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing bei der symbolischen Verkehrsfreigabe

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Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing hat heute den fertiggestellten Neubau der Rheinbrücke Schierstein symbolisch für den Verkehr freigegeben – gemeinsam mit dem hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, dem rheinland-pfälzischen Verkehrsstaatssekretär Andy Becht sowie weiteren Akteuren. Rund 252 Millionen Euro hat der Bund im hochbelasteten Verkehrsnetz des Rhein-Main-Gebietes in das Bauwerk investiert, das die beiden Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden verbindet. Am Montag, den 14. August, kann ab 5 Uhr morgens der Verkehr über die neue Brücke rollen. 

Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing:
„Mit der Fertigstellung der Schiersteiner Brücke übergeben wir eine neue, leistungsfähige Rheinbrücke dem Verkehr. Sie steht für viele neue technische Entwicklungen, die das Bauwerk robust machen und auch dauerhaft auf den wachsenden Verkehr ausrichten. Darüber hinaus realisieren wir mit ihr einen wesentlichen Abschnitt des 6-streifigen Ausbaus zwischen der Anschlussstelle Mainz-Mombach und dem Schiersteiner Kreuz. In den Neubau der Rheinbrücke Schierstein hat der Bund rund 252 Millionen Euro investiert. Das ist gut angelegtes Geld, weil wir die gesamte Region im Wettbewerb mit anderen Top-Standorten stärken. Ein leistungsstarkes Straßennetz ist ein entscheidender Standortfaktor gerade für den gesamtwirtschaftlichen Wohlstand des Rhein-Main-Gebietes. Um auch zukünftig wettbewerbsfähig und wirtschaftlich stark zu bleiben, wird der Bund weiterhin konsequent in den Ausbau und Erhalt einer modernen und leistungsfähigen Infrastruktur investieren, so wie hier an der A 66 / A 643.“

Ulrich Neuroth, Direktor der Niederlassung West der Autobahn GmbH:
„Mit dem Start der Autobahn GmbH im Januar 2021 haben wir viele Projekte, die noch von den Straßen- und Verkehrsbehörden der Länder begonnen wurden, übernommen. Diese bringen wir erfolgreich zum Abschluss. Heute danke ich allen Beteiligten, die in den vergangenen Jahren auf den heutigen Tag hingearbeitet haben.“

Tarek Al-Wazir, Staatsminister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen des Landes Hessen:
„Die neue ‚Schiersteiner‘ bedeutet nicht nur ein zügigeres Überqueren des Rheins für den Autoverkehr, auch der Rad- und Fußverkehr wird mit gleich drei Rad- und Gehwegverbindungen über den Rhein profitieren. Der schlechte Zustand der alten Brücke und die lange Planungs- und Bauzeit bis zur Eröffnung der neuen Brücke machen aber auch deutlich: Wir brauchen eine Beschleunigung wichtiger Infrastrukturvorhaben. Das gilt angesichts der nötigen Verkehrs- und Energiewende vor allem für das Schienennetz und die Energieversorgung, aber eben auch für Erhalt und Sanierung des bestehenden Straßennetzes, denn viele Autobahnbrücken sind am Limit und müssen dringend saniert oder ersetzt werden.“

Andy Becht, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz:
„Es ist gut, dass sich die Ampel-Koalition im Bund auf die Beschleunigung des Ausbaus von Infrastruktur verständigt hat und davon auch rheinland-pfälzische Autobahnprojekte profitieren werden. Es braucht ein leistungsfähiges Infrastrukturnetz aus Straßen, Brücken, Schienen und Wasserstraßen. Die Beschlüsse aus Berlin sind daher genau richtig und entscheidend für die Zukunft unserer Wirtschaftsstandorte.“

Hintergrund:
Die Schiersteiner Autobahnbrücke der A 643 stammt aus den frühen 1960er-Jahren. Ursprünglich für täglich 20.000 Fahrzeuge ausgelegt, wird sie heute pro Tag von bis zu 90.000 Fahrzeugen überquert, die zudem deutlich schwerer sind als seinerzeit prognostiziert. Ein Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass ein hoher Erhaltungsaufwand, verbunden mit regelmäßigen Verkehrseinschränkungen notwendig sei, damit die Brücke befahrbar bleibt. Basierend auf dem Gutachten wurde 2006 mit der Planung für den 1,28 Kilometer langen Ersatzneubau begonnen. Dabei handelt es sich um ein durchlaufendes Balkenbauwerk, das aus zwei Brücken mit jeweils drei Fahrstreifen und einem Standstreifen besteht. Weitere Detailinformationen unter: https://www.schiersteinerbruecke.de/

Hier finden Sie mehr Foto- und Filmmaterial von der Verkehrsfreigabe.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Stefan Hodes

Stabsstelle Kommunikation
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung West

presse.west[at]autobahn[dot]de