Uhu-Nachwuchs unter der Döllbachtalbrücke

Auch in diesem Jahr dürfen wir uns wieder über Uhu-Nachwuchs unter der Döllbachtalbrücke freuen. Fast jedes Jahr wird die Brücke als Brut- und Nistplatz genutzt!

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Die Döllbachtalbrücke im Zuge der A7 wird schon seit Jahren von Uhus als Nistplatz ausgewählt. Obwohl Uhus normalerweise an Felswänden nisten, bietet auch die Brutstätte unter der Döllbachtalbrücke optimale Brutverhältnisse: es ist windig, aber sicher und geschützt. Auch in diesem Jahr gab es Grund zur Freude, denn gleich drei Jungtiere befinden sich im Brutkasten!

Der ehrenamtliche Vogelschützer Werner Peter von der Vogelwarte Helgoland, der sich gemeinsam mit André Jaborek von Hessen Mobil um die Beringung der Vögel kümmert, beobachtete die Jungtiere bereits seit einigen Wochen aus der Ferne. Jetzt war es soweit: Die Beringung der Küken stand an! Gemeinsam mit unserem Kollegen Joachim Schmidt begaben sich Werner Peter und André Jaborek in 50 Meter Höhe. 

Die Küken sind zwar erst knapp vier Wochen alt, doch sie sind alles andere als klein. Ausgewachsen werden sie eine Größe von knapp 70cm und eine Flügelspannweite von 1,70m erreicht haben. 

Das Prozedere des Beringens ging schnell und routiniert. Die Uhu-Küken klapperten währenddessen aufgeregt mit den Schnäbeln, machten aber tapfer mit. Die Beringung ist für die Vögel absolut schmerzfrei und dient der Wiedererkennung und Identifikation, sollten sie gefunden werden. Jeder Ring ist mit einer individuellen Nummer versehen, die im Nachhinein registriert wird. Innerhalb weniger Sekunden war es auch schon geschafft! 

Dank vieler Vogelschutzmaßnahmen steht der Uhu inzwischen nicht mehr auf der roten Liste der bedrohten Arten. Dennoch gehört er zu den Vögeln, die auch weiterhin besonders streng geschützt werden müssen. Der Brutkasten unter der Döllbachtalbrücke bietet den Vögeln genau die Sicherheit, die sie zum Brüten brauchen.