A 60 – Rüsselsheim – Turnusgemäße Bauwerksprüfung sorgt für mehr Sicherheit

Vom 16. bis 17. November - jeweils zwischen 9 bis 15 Uhr - untersucht die Autobahn GmbH turnusgemäß die A 60-Brücken zwischen Rüsselsheim und Bischofsheim.

A 60 – Rüsselsheim – Turnusgemäße Bauwerksprüfung sorgt für mehr Sicherheit Platzhalter

Begonnen wird an den beiden Bauwerken im Zuge der Stockstraße. Die Bauwerke liegen direkt hintereinander. Um die Fahrbahnplatte von unten und die oberen Bereiche der Widerlagerwände erreichen zu können, ist der Einsatz einer LKW-Hubarbeitsbühne vorgesehen. Hierbei handelt es sich um eine Arbeitsbühne auf einem LKW-Fahrgestell. Der LKW wird im Fahrbahnbereich unter dem Bauwerk aufgestellt. Aufgrund der beengten Verhältnisse im Bauwerksbereich und der einzuhaltenden Sicherheitsabstände ist eine zeitweise Sperrung von circa 2,5 Stunden für Fahrzeuge vorgesehen. Fußgänger und Radfahrer können die Strecke nach Absprache mit den Bauwerksprüfern passieren.

Anschließend erfolgt die Prüfung der Bauwerke im Zuge der Oppenheimer Straße bei Bischofsheim. Die Fahrbahn wird hier jeweils nur halbseitig gesperrt. Unter Beachtung des Gegenverkehrs kann die Oppenheimer Straße über den gesamten Prüfzeitraum in beide Fahrtrichtungen befahren werden. Ebenso können Fuß- und Radfahrer nach Absprache mit den Bauwerksprüfern den Bereich weiterhin passieren.

 

Hintergrund:  

  • Für Brücken steht alle sechs Jahre eine umfassende Hauptprüfung an. Die Brückenprüferinnen und -prüfer nehmen dabei sämtliche Bauwerksteile unter die Lupe. Das gilt auch für schwer zugängliche Bereiche. Die Bauteile werden "handnah" geprüft. Das heißt, der Prüfende muss mit Hilfe von Gerüsten, Hubbühnen oder speziellen Brückenuntersichtgeräten so nah an die Bauteile herankommen, dass zum Beispiel auch mit einem Werkzeug direkt an der Brücke geprüft werden kann.  Abdeckungen von Bauwerksteilen, z. B. Schutzhauben bei Seilen, Lagermanschetten, Schutzhüllen oder Schachtabdeckungen müssen geöffnet werden, damit auch dort mögliche Schäden entdeckt werden können. Ist eine Brücke mit einem Hohlkasten konstruiert, muss die Prüfung im Inneren und von außen stattfinden. 
  • Alle drei Jahre findet eine sogenannte Einfach-Prüfung statt. Diese Begutachtung wird in der Regel als erweiterte Sichtprüfung durchgeführt. Lager, Gelenke und auch Verschleißteile wie die Übergangskonstruktionen werden dabei besonders in den Blick genommen. Bei der Sichtprüfung sind auch Verankerungen von Bauteilen – das können zum Beispiel Entwässerungsleitungen oder Lärmschutzwände sein – genauer zu betrachten. Die Fundamente einer Brücke werden je nach Bauweise untersucht. Steht eine Brücke im Wasser muss zum Beispiel darauf geachtet werden, dass sich am Fundament keine Auskolkung (eine durch das Wasser verursachte Erosion des Bodens um das Fundament herum) gebildet hat.
  • Auch in den Jahren ohne Prüfung steht jedes Bauwerk unter Beobachtung. Die zuständige Autobahnmeisterei führt jährlich eine ausführliche Besichtigung durch. Gibt es Bauteile, die bei Prüfungen auffällig geworden sind, werden diese kontinuierlich beobachtet. Nach außergewöhnlichen Ereignissen, wie zum Beispiel Beschädigungen durch einen Unfall oder Hochwasser, können Sonderprüfungen angeordnet werden. In einem Bauwerksbuch werden für jede Brücke Schäden, Mängel oder Besonderheiten elektronisch dokumentiert. Das Bauwerksbuch wird mit dem Bau angelegt (früher als Brückenbuch aus Papier) und steht bis zu einem möglichen Abriss zur Verfügung. Enthalten sind Daten zum Bau und zur Konstruktion, Dokumente der Prüfungen sowie festgestellte Schäden und ihre Instandsetzung.

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Christa Tserdakidou-Mölbert

Stabsstelle Kommunikation
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung West


T: +49 6151 3306 3605
presse.west(at)autobahn.de