A 2: Fahrbahnerneuerung zwischen Helmstedt-West und Rennau

Innerhalb von neun Tagen wird auf dem fünf Kilometer langen Abschnitt die Fahrbahn erneuert. Der Verkehr Richtung Hannover wird über die Gegenfahrbahn am Verkehr vorbei geführt.

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Hannover. Von Freitag, den 10. September, 18 Uhr, bis Sonntag, den 19. September, 18 Uhr wird zwischen den Anschlussstellen Helmstedt-West und Rennau auf rund fünf Kilometern die Fahrbahndecke erneuert. Für die Bauarbeiten im 24-Stunden-Betrieb erfolgt in diesem Abschnitt eine Sperrung der A 2 in Fahrtrichtung Hannover. Der Verkehr wird in dieser Zeit mittels einer sogenannten „4+0-Verkehrsführung“ an der Baustelle vorbei geleitet. Das heißt, dass der Verkehr in Richtung Hannover über eine Mittelstreifenüberfahrt auf die Gegenfahrbahn gelenkt wird. Somit stehen im Zuge der Baustelle zwei Fahrstreifen in Richtung Hannover und zwei Fahrstreifen in Richtung Berlin zur Verfügung.

Die Anschlussstellen Rennau und Helmstedt-West sind in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Die Verkehrsteilnehmenden werden gebeten, in diesem Zeitraum die Anschlussstellen Helmstedt-Zentrum und Königslutter zu nutzen. Eine Umleitungsbeschilderung ist eingerichtet.

Der Ablauf der Bauarbeiten auf der A 2 ist wie folgt geplant:

  • Aufbau der Verkehrssicherung von Freitag, den 10. September, 18 Uhr bis Sonntag, den 12. September.
  • Durchführung der Fräs- und Asphaltarbeiten ab Montag, den 13. September bis Freitag, den 17. September.
  • Rückbau der Verkehrssicherung von Freitag, den 17. September bis Sonntag, den 19. September.
  • Freigabe des Verkehrs am Sonntag, den 19. September, 18 Uhr.

„Eine großräumige Umleitung des Verkehrs über ein umliegendes Autobahnnetz, wie wir es im Juli und August im Großraum Hannover bereits erfolgreich durchgeführt haben, ist in diesem Abschnitt der A 2 nicht möglich“ so Holger Mees, Leiter des Geschäftsbereichs „Bau“ der Außenstelle Hannover. „Mit der 4+0-Verkehrsführung schaffen wir dennoch optimale Baubedingungen. Denn durch das Umschwenken des Verkehrs auf die Richtungsfahrbahn Berlin können wir eine nahtlose und somit qualitativ hochwertige neue Fahrbahndecke bauen. Und das auf gut fünf Kilometern“.

„Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden steht bei solchen Baumaßnahmen, in denen der Verkehr nicht nur verengt, sondern auch auf die Gegenfahrbahn verschwenkt wird, an erster Stelle“, so Alexandra Kruse, Pressesprecherin des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V. „Wir begrüßen es daher ausdrücklich, dass ein starker Fokus auf die Verkehrssicherheit gelegt sowie frühzeitig und sehr umfangreich via mobilen LED-Warnern auf die Baustelle hingewiesen wird. Das minimiert das Risiko von Unfällen und weist auf die Staugefahr hin“.

Autobahn GmbH und ADAC betonen gemeinsamen: „Es gilt, sich der Baustelle aufmerksam und vorsichtig mit reduzierter Geschwindigkeit zu nähern. Das ist bei dem hohen Anteil an Schwerlastverkehr auf der A 2 besonders wichtig“.

Wissenswertes:

Die vorhandenen Deck- und Binderschichten der Fahrbahn werden auf voller Breite abgefräst und das Fräsgut einer Wiederverwertung zugeführt. Anschließend erfolgt die Herstellung der Asphaltbinderschicht und der Einbau der offenporigen Asphaltdeckschicht (OPA) sowie die Herstellung der Bankette und neuen Markierung. Bei der Baumaßnahme werden auf fünf Kilometern Länge rund 77.200 m² Fahrbahndecke abgefräst und ca. 15.100 Tonnen neue Asphaltbinderschicht hergestellt. Anschließend wird eine 5 cm dicke OPA-Schicht aufgetragen, was zusätzlich rund 9.300 Tonnen sind. 

Um die Arbeiten im 24-Stunden-Betrieb ohne Unterbrechung durchzuführen, werden drei Asphaltmischwerke beansprucht. Sollte ein Mischwerk oder ein Asphaltfertiger ausfallen, steht Ersatz bereit. Falls der Arbeitseinsatz witterungsbedingt kurzfristig abgesagt werden muss, werden die Arbeiten in gleicher Weise in die darauffolgende Woche verschoben

Um die Bauzeit so gering wie möglich zu halten, verzichtet die Autobahn auf eine aufwendige, aber gängige 5+1 Verkehrsführung, bei der fünf Fahrspuren auf der Fahrbahn Richtung Berlin, sowie eine Fahrspur auf der Fahrbahn im Baufeld Richtung Hannover unter Verkehr wären. Diese Art der Verkehrsführung verlängerte die Bauzeit um ein Dreifaches, da allein die Einrichtung der Spuren mit Gelbmarkierung und das anschließende Entfernen zehn Tage dauern würde. Die nun gewählte 4+0 Verkehrsführung benötigt nur vier Tage für Auf- und Abbau.

Da auch die unter Verkehr befindliche Fahrspur im Baufeld erneuert werden müsste, wäre während der Baumaßnahme eine zusätzliche Verkehrsumlegung erforderlich, die Zeit kostet. Eine solche Verkehrsführung hat zudem eine qualitativ minderwertigere Bauweise zur Folge durch beispielsweise störungsanfällige und wartungsintensive Längsfugen auf der Fahrbahn. Bei einer voll gesperrten Fahrbahn kann die Asphaltdecke in einem Guss entstehen.

Die Außenstelle Hannover der Autobahn GmbH des Bundes bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die Einschränkungen und um erhöhte Aufmerksamkeit im Baustellenbereich.