Projekt ELISA

Projekt ELISA: der erste eHighway Deutschlands eine neue Dimension der Elektromobilität

Das Projekt ELISA (Elektrifizierter, Innovativer Schwerverkehr auf Autobahnen) steht für den ersten eHighway Deutschlands und damit für eine neue Dimension der Elektromobilität: Umweltschonende Lkw-Transporte entlang einer hochmodernen Infrastruktur als wichtiger Baustein für die Elektrifizierung des Güterschwerlastverkehrs. ELISA zeigt den Weg auf, wie der Verkehrssektor einen bedeutenden Beitrag zum Erreichen der nationalen Klimaschutzziele leisten kann. Seit Mai 2019 befindet sich die ELISA-Oberleitungsanlage zur Stromversorgung von sogenannten Oberleitungs-Hybrid Lkw (OH-Lkw) zwischen den Anschlussstellen Langen-Mörfelden und Weiterstadt auf der BAB A5 im Realbetrieb. Das Ziel von ELISA I – der Nachweis der Machbarkeit der Errichtung und Inbetriebnahme einer solchen Anlage im fließenden Verkehr – wurde damit erfüllt. Seit dem 01.01.2021 ist mit dem Übergang des Gesamtprojekts auch der Betrieb der Anlage von Hessen Mobil auf die Autobahn GmbH des Bundes übergegangen.



Derzeit teilen sich die im Rahmen von ELISA stattfindenden Arbeiten in drei Teilprojekte auf:

 

ELISA II-A: Betrieb der bestehenden Anlage auf je fünf Kilometern in beiden Fahrtrichtungen auf der BAB A5 zwischen den Anschlussstellen Langen/Mörfelden im Norden und Weiterstadt im Süden sowie betriebsbegleitende Arbeiten

Ziel des Projekts ist der Betrieb der im Rahmen von ELISA I errichteten Oberleitungsanlage. Dies umfasst alle Pflichten, die zum Betrieb energietechnischer Anlagen (nach DIN VDE 0105) gehören. ELISA II-A bildet damit die Grundlage für sämtliche Forschungsarbeiten, die im Rahmen des Begleitprojekts ELISA II-B durchgeführt werden sollen und ist somit maßgeblich am Nachweis der Funktionstauglichkeit der OH-Lkw-Technologie beteiligt.

Durchführung: Zunächst wurde sämtliches am Betrieb der Anlage beteiligtes Personal entsprechend geschult und eine verantwortliche Elektrofachkraft (gem. DIN VDE 0105-100) bestimmt. Ab Mai 2019 lief die Anlage zunächst im 8/5 Betrieb – werktäglich von 08:00 bis 16:00 Uhr. Seit Januar 2020 operiert die Anlage im 24/7 Betrieb. Zu den Aufgaben im Zusammenhang mit dem Betrieb gehören unter anderem die regelmäßige Schulung des beteiligten Personals, die Zusammenarbeit mit für den Streckenabschnitt verantwortlichen Rettungskräften inklusive Ausarbeitung von Prozessen zur Zusammenarbeit mit diesen, sowie das Sicherstellen der Verfügbarkeit der Anlage für OH-Lkw (Wartung- und Instandhaltung, Wiedereinschaltung nach Störfällen, etc.).

 

ELISA II-B: Begleitforschung zum in ELISA II-A stattfindenden Betrieb. Projektpartner sind die TU-Darmstadt, Siemens Mobility GmbH und Entega AG. 

Hinsichtlich der späteren Ausweitung der elektrifizierten Netzabschnitte sollen wertvolle Erkenntnisse zu planerischen, verkehrlichen, straßenbaulichen und straßenbetrieblichen Aspekten geliefert werden. Weiterhin soll die Integrationsfähigkeit der OH-Lkw in bestehende logistische Prozesse belegt werden. Schließlich sollen die Grundlagen für einen späteren Systemaufbau geschaffen werden.

Durchführung:

Das Projekt ist in klar strukturierte Arbeitspakete aufgeteilt. Zunächst müssen alle Voraussetzungen für einen erfolgreichen Fahrzeugbetrieb geschaffen werden. Danach folgen die Begleitung des Pilotbetriebs, die Evaluation des Feldversuches, die Dokumentation und die Erstellung von Hinweispapieren. Weiterhin werden ausgewählte Aspekte eines Systemausbaus erforscht. Übergeordnet ist die Projektsteuerung zur Koordination aller Arbeitspakete und zur Erstellung von Statusberichten tätig.

 

ELISA III: Einseitiger Ausbau der Anlage in Fahrtrichtung Darmstadt der BAB A5 um bis zu 7 weitere Kilometer. Zieltermin Ende 2022.

Ziel des Projekts ist der Ausbau der bestehenden Anlage in der Fahrtrichtung Darmstadt um 7 zusätzliche Kilometer. Dadurch sollen zwei unterschiedlich lange Teilabschnitte entstehen, anhand derer weitergehende Forschungsfragen untersucht werden. Diese umfassen auch weitere Schritte zur Marktreife der Oberleitungstechnologie wie die Elektrifizierung von Zwangspunkten wie Anschlussstellen oder Streckenabschnitten mit Lärmschutzwand. Außerdem sollen im Rahmen von ELISA III weitere Oberleitungs-Hybrid-Lkw für das Projekt ausgeliefert werden

Durchführung:

In den ersten Schritten wurden die Vergabe der notwendigen Leistungen, insb. der Errichtung der Anlagenerweiterung vorbereitet und dabei die technischen Lösungen für die identifizierten Zwangspunkte erörtert. Außerdem wurden alle planungs-, bau- und umweltrechtlichen Fragestellungen geklärt, um das Baurecht für den vorgesehenen Streckenabschnitt zu erlangen.


Kontakt

Sie haben Fragen rund um das Thema ELISA? Dann kontaktieren Sie gerne:


Projektteam ELISA der Autobahn GmbH, 
Geschäftsbereich Verkehrsmanagement, Betrieb und Verkehr

E-Mail: elisa@autobahn.de
Verkehrszentrale Deutschland
Bessie-Coleman-Straße 7
60549 Frankfurt am Main

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