1,3 Kilometer in 57 Stunden: Tempobaustelle auf der A 2

Kurz und schmerzlos: Warum eine 57-Stunden-Baustelle einschließlich Vollsperrung eine gute Lösung ist.

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Die A 2 verbindet nicht nur den Osten und Westen Deutschlands miteinander, sondern ist (neben der A 3) auch die am höchsten frequentierte Autobahn im zentraleuropäischen Transitverkehr. Erhaltungsmaßnahmen sind bei einer derart hoch belasteten Autobahn an der Tagesordnung. In diesem Jahr erhalten rund 27 Kilometer der niedersächsischen A 2 eine Fahrbahnerneuerung. 1,3 Kilometer davon liegen zwischen der Anschlussstelle Bothfeld und der PWC Anlage Varrelheide in Fahrtrichtung Dortmund.

Das klingt alles zunächst unspektakulär, ist aber eine logistische Herausforderung. Gerade dann, wenn diese Baumaßnahme auf eine neue und einzigartige Weise umgesetzt wird: Während Fahrbahnerneuerungen in der Regel zwischen drei und sechs Wochen dauern, werden von Freitagabend, den 16. Juli, bis Montagmorgen, 19. Juli rund 20.000 Quadratmeter offenporiger Asphalt (OPA) zwischen Bothfeld und Varrelheide in nur 57 Stunden ausgetauscht.

Durch diesen "Sprint" wird den Verkehrsteilnehmenden eine dreiwöchige Baustelle erspart, die nicht nur den Berufsverkehr erheblich einschränken würde, sondern auch eine immense Belastung für den Lkw-Verkehr wäre. Ziel der 57-Sunden-Sperrung ist es, den Eingriff in den Verkehr so gering wie möglich zu halten.

Die Vorteile sind deutlich: Es ist kein umfangreicher Aufbau von Verkehrssicherung notwendig, die bei Teilsperrungen vorgeschrieben wäre. Auch die Gegenspur (Fahrtrichtung Berlin) bleibt von der Sperrung unberührt.

Die Herausforderung ist groß, denn bei einer so komprimierten Baumaßnahme muss wirklich alles passen. Viele Arbeitsschritte werden bereits parallel vorbereitet, es kommen mehrere Großfräsen und rund 30 Lkw zum Einsatz. Wenn alles nach Plan läuft, ist die neue Asphaltdecke inklusive Markierungen Sonntagmittag fertig. Anschließend kann der neue „OPA“ in Ruhe auskühlen und ab Montag den gewohnten Komfort bieten – ruhig und ohne die Gefahr von Aquaplaning, da das Wasser vom Asphalt optimal abgeleitet wird.

Die Ziele der 57-Stunden-Baustelle sind ganz klar: keine wochenlangen Bauzeiten, Kostenersparnis, bessere Qualität, kurzfristige Behinderungen und ein deutlich minimiertes Unfallrisiko.

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