Status: Ist abgeschlossen Region: Westfalen, …

Autobahn: A 2, …Ersatzneubau der A2-Brücke über die Münsterstraße

Zwischen dem Kamener Kreuz und der Anschlussstelle Kamen Bergkamen wird die A2-Brücke Münsterstraße in einem innovativen Verfahren neugebaut. Im Vergleich zu konventionellen Verfahren verringert sich die Bauzeit erheblich.

Daten & Fakten

Brückenart

Plattenbalkenbrücke

Länge

17 Meter

Baukosten

11,4 Millionen Euro

Projektbeschreibung

195 statt 465 Tage Kernbauzeit mit Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer: Die Autobahn Westfalen hat sich im Zuge des Neubaus der A2-Brücke über die Münsterstraße (B233) zwischen dem Kamener Kreuz und der Anschlussstelle Kamen/Bergkamen ehrgeizige Ziele gesetzt. Möglich wird die Bauzeitverkürzung gegenüber einer konventionellen Bauweise durch ein Pilotprojekt. Die neue Plattenbalkenbrücke, die das alte und mehrmals verbreiterte Bauwerk aus dem Jahr 1946/47 ersetzt, entsteht in einer Fertigbauweise, bei der Betonteile im Vorfeld teilweise im Werk hergestellt und neben der bestehenden Brücke erst zusammengesetzt und später eingeschoben werden.

Durch die Verwendung von hochfestem Beton, der bislang vor allem im Hochbau eingesetzt wird, soll zudem eine deutlich längere Haltbarkeit der Brücke erreicht werden. Hochfester Beton verhindert effektiver das Eindringen von Schadstoffen in den Beton, erhöht den Widerstand bei mechanischen Einflüssen wie starkem Verkehr auf der A2 und sorgt für einen besseren Korrosionsschutz bei der Bewehrung. Die Bewehrung ist eine Verstärkung von Betonbauteilen zur Erhöhung der Tragfähigkeit. Zudem wird durch die Verwendung von hochfestem Beton insgesamt weniger Baustoff benötigt, wodurch geringere Lasten auf den Unterbauten der Brücke liegen und die Konstruktionshöhen optimiert werden können.

Die 17 Meter lange A2-Brücke besteht aus sechs Teilbauwerken, je drei pro Fahrtrichtung. Darauf laufen jeweils drei Spuren in Richtung Oberhausen beziehungsweise in Richtung Hannover. Die darunter verlaufene Münsterstraße verbindet mit jeweils einem Fahrstreifen pro Richtung die Städte Kamen und Bergkamen. Die Kosten des Projekts liegen voraussichtlich bei 11,4 Millionen Euro.

Zeitplan

Januar 2022:

Ertüchtigung jenes Teilbauwerks der A2-Brücke von 1946, auf dem der Verkehr in Richtung Hannover verläuft. Die Arbeiten finden unterhalb des Bauwerks im Zuge der Münsterstraße statt. Diese erhält eine Verkehrsführung und wird in zwei Nächten komplett gesperrt.

März/April 2022:

Die Autobahn-Fahrbahnen und Teilbauwerke, auf denen der Verkehr in Richtung Hannover verläuft, werden zunächst nach außen, dann zur Mitte verbreitert. Dafür wird eine Verkehrsführung auf der A2 eingerichtet. Um die beschriebenen Arbeiten durchzuführen, werden die drei verengten Spuren in Fahrtrichtung Hannover zunächst nach innen, später nach außen verschwenkt.

Mai bis Juli 2022:

Der komplette Verkehr wird auf die Bauwerke in Fahrtrichtung Hannover verlegt. Auf diesen verlaufen dann zwei Spuren in Richtung Hannover und drei Fahrspuren in Richtung Oberhausen. Die anderen Teilbauwerke werden abgerissen. Anschließend erneuert die Autobahn Westfalen die Widerlager. Widerlager sind die Bauteile, an denen die Brücke außen aufliegt. Sie leiten einwirkende Kräfte in den Baugrund ab. Parallel zu den Arbeiten an den neuen Widerlagern wird in Seitenlage der Überbau des neuen Brückenbauwerks gefertigt. Hierzu wurden zuvor Fertigteile im Werk vorproduziert. 

August bis Oktober 2022:

Nun wird der Verkehr komplett auf das neue Teilbauwerk verlegt. Drei Spuren führen erneut in Richtung Oberhausen, zwei Spuren in Richtung Hannover. Die Teilbauwerke, auf denen bislang der Verkehr in Richtung Hannover floss, werden abgerissen. An selber Stelle erfolgt die Erneuerung der Widerlager und des Überbaus. Dabei werden erneut im Werk vorgefertige Betonteile verwendet. 

November 2022:

Nach Fertigstellung des neuen Teilbauwerks Hannover werden die einseitige Verkehrsführung aufgelöst und die Fahrstreifen wieder auf die jeweiligen Richtungsfahrbahnen verlegt. Im Nachgang erfolgt die Herstellung der Mittelkappe auf dem Teilbauwerk Oberhausen und der anschließende Abbau der Verkehrsführung auf der Autobahn.

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