Autobahn GmbH: Gedenken an verunglückte Straßenwärter - „Jeder Unfall ist einer zu viel“

„Jeder Unfall ist einer zu viel“, betonte Gunther Adler, Geschäftsführer Personal bei der Autobahn GmbH, heute (16.11.) in Gescher im Kreis Coesfeld. Dort fand gemeinsam mit dem Land NRW die traditionelle Kranzniederlegung in Gedenken an die bei der Arbeit verstorbenen Straßenwärterinnen und Straßenwärter statt.

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Gescher/Berlin. „Jeder Unfall ist einer zu viel“, betonte Gunther Adler, Geschäftsführer Personal bei der Autobahn GmbH des Bundes, heute (16.11.) in Gescher im Kreis Coesfeld. Dort fand gemeinsam mit dem Land NRW die traditionelle Kranzniederlegung in Gedenken an die bei der Arbeit verstorbenen Straßenwärterinnen und Straßenwärter statt. „Wir müssen alles tun, um die Fahrzeuge und Geräte unserer Kolleginnen und Kollegen so sicher wie möglich zu machen“, sagte Adler, „aber auch durch regelmäßige Schulungen das Bewusstsein hochhalten, wie gefährlich der eigene Job ist“. Die Autobahn GmbH bilanziert in diesem Jahr bislang 52 Unfälle mit Fremdverschulden auf ihren Strecken. Dabei verletzten sich 60 Straßenwärter, in der Nähe von Cottbus verstarb ein Straßenwärter an den Folgen eines Unfalls. Allein im Bereich der Niederlassungen Westfalen und Rheinland der Autobahn GmbH kam es zu elf Auffahrunfällen, bei denen Straßenwärter verletzt wurden.

Bundesweite Kampagne "Runter vom Gas"

Gunther Adler verwies auf die bundesweite Kampagne „Runter vom Gas“ des Bundesverkehrsministeriums zusammen mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat, bei der auf den Plakaten und im Film auch ein Straßenwärter der Autobahnniederlassung Westfalen mitwirkt. „Damit wenden wir uns rund um die Autobahn direkt an die Verkehrsteilnehmer, achtsam vor allen in Baustellen zu sein“, erläutert der Geschäftsführer. Intern sorge man mit Schulungen, Dialogveranstaltungen und Trainings für ein sicheres Verhalten der eigenen Beschäftigten bei der Ausübung ihrer Tätigkeit an und auf der Autobahn. Darüber hinaus habe man Verhaltensweisen festgeschrieben, die ebenfalls die Zahl der Verletzten reduzieren soll: Im stehenden Fahrzeug, das die Baustellen absichert, besteht eine Anschnallpflicht, und die Pausen sollen nicht in dem Sicherungsfahrzeug abgehalten werden.

An der Verkehrsleittafel, die die Autofahrerinnen und Autofahrer mit einem blinkenden Pfeil frühzeitig auf das Hindernis hinweist, werden künftig so genannte Anpralldämpfer angebracht, die einen verbesserten Schutz der Fahrer bieten sollen. Hinten am Fahrzeug werden weitere Spiegel angebracht, damit die Straßenwärterinnen und Straßenwärter ständig den nahenden Verkehr im Blick haben können. Digitale Technik, die die Kommunikation zwischen Verkehrsteilnehmern und den Baustellenfahrzeugen erlaubt, hält aktuell außerdem Einzug (kooperative intelligente Verkehrssysteme, „C-ITS“).

Pressekontakt: Bernd A. Löchter, bernd.loechter[at]autobahn[dot]de, 02381/2777104

 

 

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