Projekt

Konsolidierung von Fachanwendungen und Prozessen

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Projektbeschreibung: Konsolidierung von Fachanwendungen und Prozessen

Das Projekt „Konsolidierung Fachanwendungen“ entstand aus der Notwendigkeit, die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter in den Kernprozessen Planen, Bauen, Betreiben und Erhalten von Autobahnen nach Ablauf der IT-Kooperationsvereinbarungen zum 1.1.24 mit den Bundesländern sicher zu stellen. Dazu ist es erforderlich die notwendigen Fachdaten und Fachanwendungen aus den Bundesländern in die Autobahn-IT-Umgebung zu migrieren und dabei möglichst auch IT, Datenhaltung und Arbeitsweisen zu konsolidieren.

Im Vorfeld wurden insgesamt in den Ländern um die 2000 unterschiedliche Fachanwendungen identifiziert. Bei der Autobahn soll die IT-Landschaft als Ziel eine gute Hundertschaft umfassen.

Zum Start der Autobahn GmbH am 1.1.2021 wurden ein erstes Set an Anwendungen bereits eingerichtet und IT-Kooperationsverträge mit den Ländern geschlossen, um den Betrieb der Autobahn nicht zu gefährden. Das ist gelungen. Nun müssen diese Kooperationsverträge bis zu deren Auslaufen Ende 2023 abgelöst werden.

Da nun auch die Autobahnmitarbeiter zusammenfinden, können die Vorgehensweisen fachlich abgestimmt werden. Das Projekt unterstützt hier weitgehend. Dabei werden auch Annahmen, die im Vorfeld getroffen wurden, geschärft. Fachanwendungen werden entsprechen ausgeschrieben, beschafft oder entwickelt. Ist die Anwendung betriebsbereit, werden Mitarbeiter geschult und Fachdaten migriert.

Das Projekt besteht also aus vielen kleinen und großen IT-Projekten mit Bezug auf Fachanwendungen. Es ist Teil, aber nur ein Teil eines größeren Programms, das wiederum auch Office-Anwendungen, IT-Infrastruktur und -Hardwareverteilung aus Sicht der IT umfasst. Ergänzt wird es um ein übergreifendes Programm, welches sich mit allen fachlichen Anforderungen (auch außerhalb der Kernprozesse) befasst.

Welche Herausforderungen bringt das Projekt mit sich? - Das Projekt ist hochkomplex.

Im Prinzip hat jedes Bundesland für die Planung, den Bau und Betrieb von Autobahnen sein eigenes Vorgehen und eine eigene IT-Landschaft. Die verwendeten Fachanwendungen unterscheiden sich von Land zu Land. Datentechnisch geht es dabei von Excel-Datensammlungen bis hin zu komplex befüllten Datenbanken.

Datenmodelle zu Bauwerken und anderen Objekten unterscheiden sich auch von Land zu Land und müssen zusammengebracht werden. So, zum Beispiel, benannte ein Bundesland die Objekte mit Namen aus Buchstaben, im nächsten Bundesland gab es schlicht eine numerische ID. Die Autobahn GmbH muss für sich einen Weg finden und die Objekte entsprechend übernehmen bzw. eine Migrationsstrategie entwickeln – und das in jedem Fachgebiet erneut.

Die unterschiedlichen Vorgehen der Bundesländer werden gerade noch in den Niederlassungen nach „alter“ Art und Weise „am Leben“ gehalten. Das ist sehr kraftaufwändig, da in der Regel die Vorgehensweisen von zwei bis drei Bundesländern auf eine Niederlassung kommen. Die Fachkollegen diskutieren Ihr Vorgehen und folgend die Bedarfe und Anforderungen an IT-Lösungen. Hier können wir als IT nicht einfach etwas vorgeben, aber möglichst konsolidierend unterstützen. Im Idealfall wird in diesem Zuge das Datenmodell und die Anwendungslandschaft vereinheitlicht.

Das ein oder andere Bauprojekt kann z.B. nicht einfach auf andere – neue – Fachanwendungen migriert werden, sondern muss in der alten IT-Landschaft oder einem temporären Äquivalent bei der Autobahn zu Ende gebracht werden. Diese temporären Äquivalente müssen pro Niederlassung/Bundesland identifiziert werden.

Hardware muss beschafft und eine entsprechende Infrastruktur eingerichtet sein, damit die Kollegen auch mit der bereitgestellten Anwendung arbeiten können. Das ist seit Corona auch nicht mehr so einfach. Somit hat der Chipmangel auch Auswirkungen auf unser Projekt.

Viele Mitarbeiter werden sich mit einem neuen Toolset anfreunden dürfen. Es gibt viel Schulungsaufwand. Die Schulungsressourcen beschaffen wir mit den Anwendungen gleich zusammen. Hier können wir gut unterstützen. Es muss aber auch Akzeptanzmanagement betrieben werden, da mitunter auch „Geliebtes“ zurückgelassen werden muss, um das gemeinsame Ziel einer einheitliche Anwendungslandschaft und Arbeitsweise zu erreichen.

Was macht das Projekt so interessant?

Es sind zum Einen gerade die Herausforderungen, die den Reiz ausmachen. Wie schaffen wir es trotz der komplexen Situation zum angestrebten Ziel zu gelangen? Hier heißt es nicht nur gut meinen, sondern auch gut machen.

Zum Anderen sind es die Kollegen aus allen Bereichen. Ich habe schon den Eindruck, dass alle von der gleichen Autobahn GmbH reden, alle von der Richtigkeit dieser Institution überzeugt sind, alle die gleiche Vision vor Augen haben und am selben Strang ziehen. Das macht Spaß.

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