Neues Pflegekonzept ein Erfolg – Autobahn Westfalen zieht positive Gehölzpflege-Bilanz

"Selektive Gehölzpflege" - das ist das zentrale Stichwort im neuen Grünpflegekonzept der Autobahn Westfalen. Für die aktuelle Saison ziehen die Gehölzexperten damit eine positive Bilanz.

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Hamm. Anfang März endet die Gehölzpflegesaison, in der die Autobahn Westfalen Bäume und Sträucher für die Sicherheit des Verkehrs zurückschneidet. „Das Wetter hat gut mitgespielt – und wir haben mit einem überarbeiteten Pflegekonzept unsere Arbeit noch einmal verbessert“ zieht Dr. Frank Eilermann, Fachmann für Grünpflege, eine positive Bilanz für die Saison 2022/23.

Im Zentrum dieses Konzepts steht die „selektive Gehölzpflege“. Das bedeutet, dass weniger großflächig zurückgeschnitten wird, einzelne Bäume stattdessen gezielt entfernt werden. „Das braucht Vorbereitung“, erklärt Eilermann. Deswegen war im vergangenen Jahr schon vor der Saison mehr Personal im Einsatz. Die Experten haben die Flächen im Vorhinein überprüft, jeden Baum einzeln begutachtet und so die Entnahme einzelner Gehölze gezielt vorbereitet. Das bedeutet zwar nicht, dass die Autobahn Westfalen zukünftig ganz auf großflächige Gehölzschnitte verzichten kann, sagt Eilermann: „Gerade im direkten Randbereich der Autobahn wird weiter flächig zurückgeschnitten. Aber je tiefer wir in die Gehölze reingehen, desto mehr lohnt sich dieser gezielte Einsatz.“

Sicherheit immer im Fokus

Doch auch dort, wo etwas mehr zurückgeschnitten werden muss, werden die Bäume nur „auf den Stock gesetzt“, also so weit oberhalb des Bodens geschnitten, dass sich neue Triebe bilden können. Dabei kam das milde Wetter den Mitarbeitenden der 18 Meistereien bei der Gehölzpflege zugute: „Bis Silvester war es für Gehölzarbeiten relativ warm und auch danach war die Schneelage so gering, dass wir auf den Flächen arbeiten konnten“, so Eilermann. So konnten Abfahrten freigehalten, Lärmschutzwände und Fahrbahnen vor herabfallenden Ästen geschützt oder auch Schilder ohne Probleme freigeschnitten werden. Denn die Sicherheit steht auch für die Mitarbeitenden immer im Fokus.

Ein Teil des geschnittenen Holzes bleibt vor Ort und bietet Insekten und Kleintieren Lebensraum. Der Hauptteil wird als Werkstoff oder in der energetischen Nutzung weiterverwertet. Damit kann die Autobahn Westfalen zumindest einen Teil der hohen Kosten für die Gehölzpflege decken, die sonst der Steuerzahler tragen müsste.

Mit dem Ende der Gehölzpflegesaison ist für die Grün-Experten aber keine Pause angesagt. Denn auch während des restlichen Jahres müssen einige den Verkehr gefährdende Bäume gezielt entnommen werden. Eine Problematik, die sich durch den Klimawandel noch verschärft, da die Pflanzen unter der Hitze und Trockenheit leiden. Und natürlich bereiten die Mitarbeitenden der Autobahn Westfalen auch bereits während der Sommermonate die nächste Gehölzpflegesaison vor.

Kontakt Autobahn: Anton Kurenbach, (0234) 41479-662, anton.kurenbach[at]autobahn[dot]de

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