Region: Nord, …Status: In Umsetzung

Autobahn: A 1, A 7, …Neue Entwässerungsanlagen

Die Niederlassung Nord bringt im Jahr 2022 fünf Entwässerungsanlagen auf dem Hamburger Stadtgebiet auf den neuesten Stand der Technik.


Wasserschutz durch Abwasserreinigung

Umweltschutz ist für die Autobahn wichtig. Sogenannte Regenwasserbehandlungsanlagen entlang der Strecke leisten einen unmittelbaren Beitrag zum Wasserschutz. Diese Anlagen reinigen das Straßenabwasser, bevor es in die natürlichen Gewässer eingeleitet wird. Doch wie funktioniert das?

Weitgehend unbemerkt von den Nutzerinnen und Nutzern der Autobahnen finden sich im gesamten Bundesgebiet viele Entwässerungsanlagen an den deutschen Autobahnen. Ihre Aufgabe: Sie nehmen das Niederschlagswasser von der Straßenfläche auf und führen es schadlos ab. Das bedeutet, dass die anfallende Abwassermengen von der Strecke abgeführt und ein natürliches Gewässer eingeleitet werden. Durch Reifen- und Bremsabrieb, Öl und Abgase ist das Niederschlagswasser belastet, sodass eine vorgeschaltete Reinigung notwendig ist. Dadurch ist die Behandlung von verschmutzten Abflüssen von Regenwasser eine wichtige, zusätzliche Zielstellung in der Planung.

Es gibt verschiedene Techniken, um Niederschlagswasser von der Fahrbahn zu reinigen und in natürliche Gewässer oder das Grundwasser einzuleiten. Je nach örtlicher Gegebenheit und Randbedingungen, sind das bspw. Regenklärbecken oder Bodenfilter, die die Autobahn GmbH baut und betreibt, und die eine zentrale Bedeutung in der Regenwasserbehandlung einnehmen.

Für die Außenstelle Hamburg der Niederlassung Nord betreut das Team Entwässerung circa 180 verschiedene Entwässerungsanlagen. Über eine Priorisierung werden die bestehenden Anlagen sukzessive an den Stand der Technik angepasst. 

So gehen Innovation und Wasserschutz Hand in Hand bei der Autobahn GmbH.



Daten & Fakten

Bauzeit

Mai - September 2022

Kosten

ca. 1,4 Mio. €

Maßnahme

Bau eines Regenrückhaltebecken mit Pumpwerk und Versickerungsmulde


Projektbeschreibung

Im östlichen Ohr der Anschlussstelle HH-Harburg wird ein Regenrückhaltebecken mit Pumpwerk und Versickerungsmulde hergestellt. Momenten befindet sich hier lediglich ein Provisorium, welches zurzeit Straßenwasser unbehandelt in die Fünfhausener-Landweg-Wettern einleitet. Hier entsteht eine neue Straßenabwasserbehandlungsanlage, die dem Stand der Technik entspricht.


Verkehrliche Einschränkung

Für die gesamte Dauer der Maßnahme wird eine Seitenstreifen der Abfahrt gesperrt. Die Fahrbahnbreite wird kurzzeitig auf 3 m reduziert.



Daten & Fakten

Bauzeit

August 2022 - Januar 2023

Kosten

ca. 2 Mio. €

Maßnahme

Modernisierung von vier Entwässerungsanlagen


Projektbeschreibung

Rund um die Anschlussstelle HH-Heimfeld werden vier Entwässerungsanlagen bearbeitet. Drei Anlagen werden an den Stand der Technik angepasst und erhalten eine neue wasserrechtliche Erlaubnis und eine Anlage wird zurückgebaut. Die gesamte Maßnahme hat zur Folge, dass der Schutz des Grundwassers und damit des Trinkwassers im Wasserschutzgebiet verbessert wird, da die Reinigung des Straßenabwassers erhöht bzw. sicherer gestaltet wird.   

  • Anlage 10 wird um einen Notüberlauf erweitert und es werden defekte Leitungen ausgetauscht.
  • Bei der Anlage 11 wird die Sohle des Versickerungsbeckens angehoben, um dem Grundwasserschutz Rechnung zu tragen. Weiter wird die Anlage um einen Notüberlauf ergänzt.
  • Die Anlage 12 wird naturnah ruckgebaut, um dem Biotopstatus des Absetzt- und Versickerungsbeckens Rechnung zu tragen. Das jetzige Einzugsgebiet wird an die Anlage 13 angeschlossen.
  • Das RRB der Anlage 13 wird zu einem RBF (Retentionsbodenfilter) mit vorgeschaltetem Sand- und Leichtflüssigkeitsrückhalt ausgebaut.

 


Zeitplan

Die Bauzeit ist zwischen August 2022 – Januar 2023 terminiert


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