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Region: Nordwest, …Status: In Umsetzung

Autobahn: A 7, …Grundhafte Erneuerung zwischen Hildesheim und Autobahndreieck Hannover-Süd

Bei der Erneuerung des rund 22 Kilometer langen Autobahnstücks werden Mängel wie Risse und Schadstellen behoben. Begonnen wird dabei mit dem nördlichen Abschnitt.

Daten & Fakten

Gesamtlänge

ca. 21,7 Kilometer, untergliedert in drei Bauabschnitte

Bauzeit pro Abschnitt

ca. 15 Monate

Streckenabschnitt

AS Hildesheim - AD Hannover-Süd


Projektbeschreibung

Der zu erneuernde Streckenabschnitt der A 7 beginnt nach der Raststätte Hildesheimer Börde auf Höhe der Gemeinde Uppen (Abs. 220, Stat. 3,100) und endet am Dreieck Hannover-Süd (Abs. 240, Stat. 15,222). Die Länge der Baustrecke beträgt 21,7 Kilometer.

Wesentliche Mängel der Zustandsbewertung sind der Längsebenheitswirkindex, das bewertete Längsprofil, die Griffigkeit und Risse, sowie Restschadensflächen.

Die Voruntersuchungen zum vorhandenen Aufbau der Fahrbahn zeigen Mängel an der Betonschicht und an der hydraulisch gebundenen Schicht.

Die Einteilung der Abschnitte erfolgt auf Grundlage des Schadensbildes der Fahrbahn, sowie der Ergebnisse der Untersuchung des Fahrbahnoberbaus und des Regenwasserkanals. Ein weiteres Kriterium ist die Verfügbarkeit bzw. die Möglichkeit der Anlage von Mittelstreifenüberfahrten. Insbesondere die Querneigungen im Mittelstreifen wurden hierbei besonders berücksichtigt. Aufgrund des relativ einheitlichen Fahrbahnoberbaus und Schadensbildes wird die gesamte Strecke in drei Bauabschnitte mit jeweils ca. 7 km Länge eingeteilt.

Bei der Grunderneuerung wird zunächst der nördliche Abschnitt ab der Anschlussstelle Drispenstedt neu hergestellt, beginnend mit der Richtungsfahrbahn Kassel und anschließend die Richtungsfahrbahn Hannover.



Bei dieser Baumaßnahme wird die Verkehrsführung 5s+0 dynamisch umgesetzt. Dabei handelt es sich um eine variable Verkehrsführung, die je nach Verkehrsmenge für den mittleren Fahrstreifen eine wechselnde Verkehrsführung erlaubt. Dabei können beispielsweise höhere Verkehrsaufkommen in den Morgen- und Nachmittagsstunden berücksichtigt werden, indem die stärker belastete Richtung einen weiteren Fahrstreifen zur Verfügung gestellt bekommt.

Diese Verkehrsführung wird durch den Einsatz von LED-Technik in Form von programmierbaren Wechselverkehrszeichen und die Fahrstreifensperrung am Beginn der jeweils zu sperrenden Richtungsfahrbahn erreicht. Die bauliche Trennung der Richtungsverkehre ist durch den Einsatz transportabler Schutzeinrichtungen möglich. Dabei wird der Wechselfahrstreifen (= mittlerer Fahrstreifen) mittels transportabler Schutzeinrichtungen rechts und links von den angrenzenden Fahrstreifen getrennt. Somit ist der mittlere Fahrstreifen in beiden Fahrtrichtungen wechselseitig befahrbar und die Sicherheit des Verkehrs weiterhin gewährleistet.

Seit 2020 bis Mai 2021 fanden Vorarbeiten zur Vorbereitung auf die Grunderneuerung auf dem gesamten Abschnitt der A 7 statt. Hierzu zählt auch die Errichtung von Mittelstreifenüberfahrten für die temporäre Verkehrsführung. Parallel wird der defekte Kanal im Mittelstreifen saniert bzw. erneuert.



Wie riesige Spinnenbeine: Betonpumpen spucken 2.000 Kubikmeter Baustoff aus

Der Ersatzneubau der Talbrücke Götzenhof im Zuge der A 7 bei Fulda bietet immer wieder beeindruckende Bilder. Nach dem Aufbau und Verschub eines gigantischen Schutzgerüstes über den darunter verlaufenden Bahngleisen und den darauffolgenden spektakulären Abbrucharbeiten des alten westlichen Überbaus erfolgt jetzt die Betonage des ersten neuen Teilbauwerks.


Verkehrsmeldungen

2. Bauabschnitt

Innerhalb des 2. Bauabschnitt sind folgende Arbeitsleistungen erforderlich:

Erneuerung der Betonfahrbahn Fahrtrichtung Hannover und Kassel von ca. 230.000 m² Beton. Hierbei wird die vorhandenen Betonfahrbahn in einer Dicke von ca. 23 - 33 cm (das entspricht 6.440.000 m³ oder 14.812.000 to. Beton) die darunter liegende Hydraulisch gebundene Tragschicht (HGT) in einer Dicke von 14 - 35 cm (= 5.635.000 m³ / = ca. 12.397.000 to. HGT) und ein Teil, ca. 8 - 10 cm, darunter liegende Frostschutzschicht (= 20.700 m³ / = ca. 45.540 to. HGT) ausgebaut.

Der Neueinbau erfolgt mit einer ca. 8 - 10 cm dicken Frostschutzschicht, einer neuen ca. 25 cm dicken hydraulisch gebundenen Tragschicht aus der wiederaufbereiteten alten Betonfahrbahn mit RC Material und einer neuen Betonfahrbahn in einer Dicke von ca. 27 cm. Innerhalb der einzelnen Betonfelder der neuen Betonfahrbahn werden Querfugen mit Dübeln und die Längsfugen mit Ankern versehen und dementsprechend untereinander verankert und gesichert. Hierfür werden ca. 440 Tonnen Dübel und Ankerstahl verbaut.

Weiterhin werden rund 295 Straßenabläufe, ca. 80 Schachtabdeckungen und deren Entwässerungseinrichtung erneuert.     

Im Zuge dieser Baumaßnahme werden die Fahrbahnoberflächen von 2 Brückenbauwerken (BW 316 und BW 3122) instandgesetzt. Hier werden die Asphaltdeckschichten, die GA-Schutzschichten, die darunterliegende Schweißbahnen und die alte Versiegelung auf eine Fläche von ca. 4.460 m² durch neue Versiegelung, Schweißbahnen, GA-Schutzschichten und Asphaltdeckschichten erneuert. Weiterhin werden an den Bauwerken die Übergangskonstruktionen, und die Entwässerungseinrichtungen erneuert.


1. Bauabschnitt

Der Bauabschnitt 1 wird voraussichtlich von Januar 2023 bis Juni 2024 gebaut.


3. Bauabschnitt

Der Bauabschnitt 3 wird voraussichtlich von Juli 2024 bis Dezember 2025 gebaut.

Pressekontakt

Inga Fahlbusch

AS Bad Gandersh., Hannover, Wolfenbüttel

Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung Nordwest
Gradestraße 18
30163 Hannover


Projektverantwortung

Sebastian Post

Außenstellenleiter Bad Gandersheim

Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung Nordwest
Außenstelle Bad Gandersheim
Bahnhofstr. 1
37581 Bad Gandersheim