Risiko-Parcours in der Autobahnmeisterei Fischbach

Vom 23.11. – 25.11.2021 fand in der Autobahnmeisterei Fischbach der Risiko-Parcours statt. Bei dem Workshop lernten die Straßenwärter in mehreren interaktiven Stationen Gefahren im täglichen Arbeitsumfeld richtig einzuschätzen und dementsprechend zu handeln.

Risiko-Parcours in der Autobahnmeisterei Fischbach

Der Betriebsdienst der Autobahn GmbH sorgt für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer auf deutschen Autobahnen. Darunter zählen neben den allseits bekannten Aufgaben wie dem Winterdienst und der Grünpflege viele Aufgaben, die direkt neben oder sogar auf der Fahrbahn unter fließendem Verkehr stattfinden müssen, wie etwa Ausbesserungsarbeiten oder dem Entfernen gefährlicher Gegenstände von der Fahrbahn. Doch selbst das Aussteigen stellt eine enorme Gefahr dar.

Die Beschäftigtem im Straßenverkehr sind, aktuellen Studien zufolge, einem vielfach höheren Risiko ausgesetzt einen tödlichen Arbeitsunfall zu erleiden als andere Berufsgruppen. Um die Arbeitssicherheit weiter zu erhöhen hat die Bayerische Landesunfallkasse in Zusammenarbeit mit der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen das Projekt „Sicherer Arbeitsraum Straße“ ins Leben gerufen und dort den „Risiko-Parcours“ mit mehreren Stationen entwickelt.

Mit Hilfe von Computersimulationen oder mittels auf einem Gelände nachgestellten Gegebenheiten werden typische Verkehrs- und Arbeitssituationen vorgestellt und mit den Teilnehmern gemeinsam diskutiert. Dadurch und durch viele praktische Übungen wird das persönliche Verhalten und die präventive Eigenverantwortung der Teilnehmenden positiv beeinflusst.

Dieser Risiko-Parcours soll für alle Straßenwärterinnen und Straßenwärter der Autobahn GmbH als Präventionsmaßnahme durchgeführt werden.

Den ersten Stopp legte dieser Parcours vom 23.11. bis zum 25.11.2021 in der Autobahnmeisterei Fischbach der Niederlassung Nordbayern ein. In mehreren Stationen wurden die Kolleginnen und Kollegen des Straßenbetriebsdienstes so für ihre Arbeit im Autobahnbereich sensibilisiert. Hier ist ständige Aufmerksamkeit gefragt und Routine fehl am Platz.

Um die Arbeitsverhältnisse realitätsnah nachzustellen wurde ein LKW auf einem imaginären Seitenstreifen aufgestellt. Als Rückspiegel diente ein Bildschirm, der am Führerhaus montiert wurde. Die weiteren Teilnehmer sahen das Bild auf einen großen Bildschirm neben dem LKW. Auch die typischen Autobahngeräusche durften nicht fehlen, weshalb sie über eine Lautsprecheranlage eingespielt wurden.

Abschließend ist zu sagen, dass der Workshop die Gefahren, denen sich die Straßenwärter tagtäglich stellen müssen, sehr gut durchleuchtet und darüber aufgeklärt hat. Die Kolleginnen und Kollegen sollten sich stets bewusst sein, welcher Gefahr sie sich bei Unachtsamkeit aussetzen. Auch bei Alltagssituationen im Verkehrsraum ist höchste Vorsicht geboten und vor allem in Stresssituationen gilt das Motto „Sicherheit vor Schnelligkeit“.

Der Workshop in Nordbayern war deutschlandweit der erste bei der Autobahn GmbH, bei dem sich auch die Unfallkasse Bund und Bahn mit 50 Prozent der Gesamtkosten beteiligte. Es ist geplant, dass der Workshop in allen Niederlassungen der Autobahn GmbH durchgeführt wird und auch regelmäßig wiederholt werden soll, sodass ihn langfristig jeder Straßenwärter mindestens einmal durchlaufen hat.

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