Schätze aus dem Archiv

Anlässlich des heutigen Verehre-Dein-Werkzeug-Tages möchten wir Ihnen ein paar Schätze, die wir in unserem Archiv gefunden haben nicht vorenthalten. Diese kamen lange Zeit bei Planung, Bau und Erhaltung unserer Autobahnen zum Einsatz. Auch wenn diese Geräte heutzutage nur noch selten zum Einsatz kommen und es nur noch wenige gibt, die sie noch bedienen könnten, sind sie dennoch voll funktionsfähig. Hier lesen Sie, wie sie funktionieren.

Pantograf

Pantograf

Diese Geräte werden auch "Storchschnäbel" genannt und werden zum Vergrößern und Verkleinern von Zeichnungen verwendet. Die Konstruktion besteht aus einem beweglichen Gestänge aus Holz, Metall oder Kunststoff, in das ein Parallelogramm eingebaut ist. 

Bei dem Instrument wird ein Punkt, der Pol, festgehalten. Er bildet das Streckzentrum. Durch das Gestänge wird der jeweilige Punkt beim Fahrstift auf einen projizierten Punkt beim Zeichenstift abgebildet. Fährt man mit dem Fahrstift eine Figur ab, so zeichnet der Zeichenstift die zu ihr ähnliche Bildfigur.

Die Schienen sind verstellbar, so dass sich verschiedene Streckfaktoren einstellen lassen.

Magnetischer Schichtdickenmesser

Der Schichtdickenmesser verwendet magnetische Haftkraft, um alle nichtmagnetischen Beschichtungen und galvanischen Überzüge zerstörungsfrei zu messen.

Messprinzip:

Die Schichtdickenmessung wird mithilfe der magnetischen Haftkraft bewerkstelligt. Diese Haftkraft steht im Verhältnis zu dem Abstand zwischen einem Dauermagneten und einem Stahluntergrund. Der Abstand ist abhängig von der Dicke der zu messenden unmagnetischen Schicht. Der Magnet ist am Ende eines ausbalancierten Hebelarms angeordnet und über eine Spiralfeder mit einer skalierten Scheibe verbunden, die mit dem Finger gedreht werden kann. Zur Messung wird das Messgerät, nachdem die Scheibe auf größte Dicke eingestellt worden ist, mit dem Pol auf die zu messende Schicht gehalten, wobei der Magnet von der Unterlage angezogen wird. Durch Drehen dieser Scheibe auf kleinere Werte hin wird die Feder so lange gespannt, bis die Magnetkraft überwunden ist und der Magnet in das Gehäuse zurückfedert. Das Abreißen wird durch eine farbige Marke sichtbar gemacht. Die Schichtdicke ist auf der Messscheibe ablesbar. 

Der Schichtdickenmesser arbeitet mit einem stabilisierten Dauermagneten hoher Koerzitivfeldstärke und benötigt keine Stromversorgung.  

Messgerät zur Baumhöhenbestimmung

Bei diesem Gegenstand handelt es sich um ein Messgerät, mit dem die Höhe von Bäumen bestimmt werden kann. Beim Messen wird das Instrument am Griff um­fasst und der Zeigefinger an den Festhalteknopf angelegt. Sodann wird der Höhepunkt in die Visierlinie gegeben, Sehblende und Richtspitzen anvisiert und dann das sich unterdessen einspielende Messsystem durch Hineinstreichen des Festhalte-Knopfes festgehalten. Der Zeiger weist auf der Skala dann auf den zu messenden Höhenwert. Die Freigabe des festgehaltenen Zeigers erfolgt durch Niederdrücken des auf der Vorderseite des Instruments befindlichen Druck­knopfes.

Betonprüfhammer

Beim Betonprüfhammer (Schmidt-Hammer) handelt es sich um ein Instrument, mit dem die Festigkeit von Beton zerstörungsfrei gemessen werden kann. 

Funktionsweise:

Durch eine gespannte Feder im Betonprüfhammer wird ein Gewicht beschleunigt, dessen Impuls auf einen Schlagbolzen übertragen wird. Dieser Schlagbolzen schlägt auf dem zu prüfenden Beton auf und prallt anschließend zurück. Je härter der Werkstoff des Prüflings, desto weiter prallt der Bolzen zurück. Diese Strecke wird auf der Skala des Betonprüfhammers angezeigt. Um verlässliche Ergebnisse zu erhalten, müssen mehrere Stichproben genommen werden. Aus einer Reihe von Messungen wird dann der Mittelwert gebildet, um Schwankungen auszugleichen.

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