Schafe als „Rasenmäher“ – Autobahn Westfalen zieht nach einem Jahr positive Bilanz

Auf den Entwässerungsanlagen der Autobahn Westfalen wird seit einem Jahr gemäht - denn hier sind Schafe im Einsatz, welche die Vegetation abfressen. Zeit für eine Rückschau auf das Pilotprojekt.

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Dortmund. Tierische Hilfe für die Mitarbeitenden der Autobahn Westfalen: Seit etwas über einem Jahr grasen etwa 40 Schafe auf den Entwässerungsanlagen an der A2 bei der Stadtgrenze Dortmund/Lünen und der A40 bei Dortmund-Kley und Dortmund-Somborn. „Das ist eine echte Entlastung. Dank der Tiere können wir unsere Leute verstärkt für andere Unterhaltungsarbeiten auf der Strecke einsetzen“, zieht Nedzad Arslanovic positive Bilanz für das nachhaltige Umweltprojekt.

Auch für die Fauna auf den Anlagen seien die tierischen Rasenmäher ein Vorteil: Wo eine Maschine gleich den gesamten Pflanzenwuchs entfernt, arbeiten sich die Schafe stellenweise voran, so dass Insekten und Kleintiere Ausweichflächen haben. Dazu kommt natürlich, dass die Abgase und der Lärm durch die Maschine entfallen, ebenso der Einsatz von Herbiziden. Nicht zuletzt wird der Boden besser vor Erosion geschützt, denn die Schafe beschädigen die Wurzeln der Pflanzen nicht.

„Unsere tierischen Kollegen sind bei jedem Wetter auf der Fläche, das schafft keine Maschine“, sagt Nedzad Arslanovic. Für die Autobahn und den Steuerzahler kommt hinzu, dass der Hobbyzüchter die Tiere kostenlos zur Verfügung stellt und sich selbst um deren Wohl kümmert.

Bei den Anwohnern kommen die mähenden Nachbarn gut an. Eine der Entwässerungsanlagen befindet sich in der Nähe einer Grundschule. „Die Kinder füttern die Schafe und sind begeistert“, erklärt Nedzad Arslanovic. Das umweltfreundliche Projekt findet aber auch an anderer Stelle Interesse: „Mittlerweile haben wir die Anfrage, ob wir nicht auch Zwergponys auf den Flächen grasen lassen wollen.“ Ob die wolligen Rasenmäher vielleicht bald ihrerseits neue tierische Kollegen bekommen, will die Autobahn Westfalen jetzt prüfen.

Kontakt Autobahn: Anton Kurenbach, (0234) 41479-662, anton.kurenbach[at]autobahn[dot]de

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