Spannende Nacht

Große Tunnelübung der Feuerwehr im A99-Tunnel Aubing

20211016_233416.jpg

In der Nacht von Samstag auf Sonntag führte die Feuerwehr München zusammen mit der Autobahn Südbayern und den Rettungsdiensten Malteser, Aicher Ambulanz, MKT, BRK und der Johanniter Unfallhilfe eine Übung im Tunnel Aubing durch. 

In der Röhre in FR Salzburg begann zunächst ein abgeschleppter PKW auf einem Transportanhänger zu brennen. Der Fahrer brachte das Fahrzeuggespann am rechten Fahrbahnrand zum Stehen und versuchte sich durch eine Fluchttür, die in die benachbarte Tunnelröhre führt, in Sicherheit zu bringen. Durch sein plötzliches Auftauchen in der Parallelröhre kommt es auf der dortigen Fahrbahn zu einem Verkehrsunfall mit zwei PKWs. Ein Fahrzeug überschlägt sich. Es gibt mehrere verletzte und eingeklemmte Personen. Eines der am Unfall beteiligten Fahrzeuge ist ein E-Auto. 

Die Herausforderungen:

  • Ursprünglich werden die Einsatzkräfte zu einem Fahrzeugbrand gerufen. Erst vor Ort wird der Verkehrsunfall gemeldet. Die Einsatzkräfte müssen umdisponieren und Verstärkung nachfordern. 
  • Im Ernstfall kommt es immer wieder vor, dass Rettungskräfte aus unterschiedlichen Organisationen zusammenarbeiten. Die Herausforderung ist, sich hier entsprechend abzusprechen. 
  • Gefahreneinschätzung und Gefahrenbewertung bei einem verunfallten Elektro-Fahrzeug.

Die Ziele:

  • Durchführung einer Notfallübung zur Bestätigung, Festigung und ggf. Optimierung der festgelegten Handlungsabläufe. 
  • Überprüfung der Sicherheitstechnik im Tunnel. Hier insbesondere der Brandmelde- und Belüftungsanlage, der Beleuchtung, des Lautsprechersystems sowie der Videoüberwachung. 
  • Überprüfung der festgelegten Kommunikationswege zwischen dem Einsatzführungsdienst, der Leitstelle und der Verkehrs- und Betriebszentrale. 

Insgesamt waren 13 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, 44 Feuerwehrkräfte, ein Notarzt und 3 Rettungswägen im Einsatz. Zusätzlich haben rund 80 geschulte Kolleginnen und Kollegen der beteiligten Organisationen die Durchführung der Übung beobachtet und evaluiert. 

Alle vier Jahre muss so eine Tunnelübung stattfinden - gemäß den Richtlinien der RABT (Richtlinie für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln). 

Wichtig:

Grundsätzlich sorgt eine umfangreiche Betriebs- und Sicherheitstechnik in den (Autobahn-)Tunneln für einen sicheren Verkehrsfluss.

  • Im Gefahrenfall kann jeder Verkehrsteilnehmer durch richtiges Verhalten AKTIV die Sicherheit im Tunnel für sich und andere erhöhen. Mehr dazu in unseremInfo-Flyer "Tunnelsicherheit". 
Zurück an den Seitenanfang