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Region: Südbayern, …Status: In Umsetzung

Autobahn: A 96, …Hochbrücke Memmingen

Seit Juni 2020 laufen die Vorbereitungen zum Abbruch und Neubau der Hochbrücke Memmingen.

Daten & Fakten

Gesamtlänge Hochbrücke

365 m

Gesamtbauzeit

März 2020 - vrstl. QII 2024

Gesamtkosten

32 Mio. Euro

Projektbeschreibung

Im Bereich zwischen dem Autobahnkreuz (AK) Memmingen und der AS Memmingen-Ost verläuft die A 96  direkt durch den nördlichen Stadtbereich von Memmingen.

  • Hier ist beidseitig der Autobahn der im Zuge der Maßnahme „Nachträgliche Lärmvorsorge Memmingen-Amendingen“ geplante nachträgliche  Lärmschutz bereits zum großen Teil hergestellt worden.  

Noch nicht hergestellt ist der 4 Meter hohe Lärmschutz beidseitig im Bereich  des Bauwerks (BW) 66-1 „Hochbrücke Memmingen“, da die dazu notwendigen baulichen Voraussetzungen noch geschaffen werden müssen. 

Mit der „Hochbrücke Memmingen“, die aus zwei Teilbauwerken - einem südlichen und einem nördlichen - besteht, überführt die A96 die Gemeindestraße „Eisenburger Straße“ mit parallelverlaufendem Rad- und Gehweg, die Memminger Ach, den Stadtpark Memmingen, die innerörtliche Straße „In der Neuen Welt“ sowie zwei jeweils eingleisige Bahnstrecken (Strecke 5400 Neu-Ulm - Kempten und Strecke 5360 Buchloe - Memmingen). 

Das nördliche Teilbauwerk der Hochbrücke Memmingen wurde im Jahr 1982 im Zuge des Baus der Bundesstraße B 18 erstellt, die Anfang der 1990er Jahre in der Autobahn A 96 aufgegangen ist. Im Zuge dieses Ausbaus wurde im Jahr 1991 zusätzlich das südliche Teilbauwerk fertiggestellt, um die A96 vierspurig ausbilden zu können.

Im Zuge der Bauvorbereitung haben statische Nachweise jedoch ergeben, dass nur das südliche Teilbauwerk (Richtungsfahrbahn München) in der Lage ist, die zusätzlichen Lasten der Lärmschutzwände aufzunehmen.

  • Das nördliche Teilbauwerk der Hochbrücke (Richtungsfahrbahn Lindau) weist statische Defizite auf, die in der Abwägung aller zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Entscheidung für den Abriss mit anschließendem Ersatzneubau führten.
  • Die Maßnahme des Ersatzneubaus des nördlichen Teilbauwerks der Hochbrücke Memmingen dient letztlich dazu, das Baurecht für den Lückenschluss in den zwischenzeitlich hergestellten Lärmschutzanlagen Memmingen - Amendingen mit Behandlung aller durch den Brückenneubau berührten Belange herzustellen.


Die Baumaßnahme umfasst des Weiteren streckenbauliche Anpassungsmaßnahmen nord-östlich der Hochbrücke, einschl. der Verbreiterung der Unterführung der Ortsstraße „Am Vogelsbrunnen“.

Zusätzlich wird ein neues Absetz- und Regenrückhaltebecken errichtet.

 

Zeitplan

Die Bauzeit wird von März 2020 bis QII/2024 mit ca. 3,5 Jahren veranschlagt.  

Der Ersatzneubau des nördlichen Teilbauwerks der „Hochbrücke Memmingen“ und die Anpassungsarbeiten am südlichen Überbau erfolgen im Wesentlichen in vier Bauabschnitten

1. Bauabschnitt - Vorabmaßnahmen

  • Zur Aufrechterhaltung des Autobahnverkehrs auf jeweils 2 Fahrstreifen je Fahrtrichtung wird während des Abbruchs und Neubaus des nördlichen Teilbauwerks eine sogenannte (4+0) Verkehrsführung mit versetztem Fahren auf der Richtungsfahrbahn München eingerichtet. Der gesamte öffentliche Verkehr wird somit auf dem südlichen Überbau abgewickelt wird.
  • Wegen der zu geringen Bauwerksbreite, ist eine 4-spurige Verkehrsführung ohne Umbaumaßnahmen auf dem südlichen Überbau jedoch nicht möglich. Es ist erforderlich, vorab auf dem südlichen Überbau durch Rückbau von Schrammborden und Kappen, die Fahrbahn von den bestehenden 10,00 m Breite zwischen den Borden, bauzeitlich auf das dafür notwendige Mindestmaß von 11,50 m zu verbreitern. Diese Arbeiten wurden im März2021 abgeschlossen..
  • Provisorische Herstellung von Absturzeinrichtungen und Fahrzeugrückhaltesystemen  

ab April 2021 - 2. Bauabschnitt 

  • Abbruch der Mittelkappe und des Randbereichs des nördlichen Überbaus
  • Verlängerung des nördlichen Kragarms des südlichen Überbaus und Verbreiterung der Fahrbahnplatte
  • Provisorische Herstellung von Absturzeinrichtungen und Fahrzeugrückhaltesystemen am nördlichen Fahrbahnrand des südlichen Teilbauwerks.  

3. Bauabschnitt

  • Abbruch und Neubau des nördlichen Teilbauwerks.  

4. Bauabschnitt:

  • (4+0)-Verkehrsführung auf neuem Bauwerk Fahrtrichtung Lindau
  • Rückbau  der  provisorischen  Absturzeinrichtungen  und  Fahrzeugrückhaltesysteme  auf  dem  südlichen  Teilbauwerk
  • Herstellung der südlichen Außenkappe und der Mittelkappe
  • Montage der 4 Meter hohen Lärmschutzwände  und Fahrzeugrückhaltesysteme für den Endzustand. 

Um- oder Ausleitungen im Zug der A 96 sind nicht erforderlich, der Verkehr wird während der gesamten  Bauzeit auf 4 Spuren aufrechterhalten. Behinderungen oder Einschränkungen entstehen lediglich in den  Zeiten der Verkehrsumlegungen mit Markierungsarbeiten. 

 

Aktuell liegen keine Verkehrsmeldungen für dieses Projekt vor.

Pressekontakt