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Region: Südwest, …Status: Ist abgeschlossen

Autobahn: A 6, …Austausch der Übergangskonstruktion

Mehr Sicherheit, weniger Lärm: Die Außenstelle Heidelberg schloss im Juli 2021 den Austausch der Übergangskonstruktion auf der A 6-Brücke bei der Anschlussstelle Schwetzingen-Nord/Brühl ab.


Auf einen Blick

Projektart

Instandsetzung Brückenbauwerk

Bauzeit

Dezember 2020 bis Juli 2021

Strecke

A 6 bei Anschlussstelle Schwetzingen-Nord/Brühl

Projektverantwortung

Niederlassung Südwest, Außenstelle Heidelberg


Projektbeschreibung

Gerade in der Nacht waren von der Autobahn her deutliche Schlaggeräusche zu hören: Als die Anwohner der A 6 in Schwetzingen-Nord im Oktober 2020 aus der Presse von einer defekten Übergangskonstruktion (kurz Üko) lasen, waren viele erleichtert, dass die Ursache gefunden war. Bei einer Streckenkontrolle hatte die Autobahnmeisterei festgestellt, dass die beiden Stahllamellen der Übergangskonstruktion auf der Brücke über die Bahnstrecke Mannheim-Karlsruhe (Rheinbahn) und die Schwetzinger Siedlerstraße in Fahrtrichtung Nord gebrochen waren. Umgehend wurde eine Notreparatur angestoßen. Bis Januar 2021 waren die größten Schäden behoben und die Verkehrssicherheit wiederhergestellt.

Der Vorfall verdeutlichte, dass die Übergangskonstruktion auf der 1968 erbauten Brücke am Ende ihrer Nutzungsdauer angelangt war. Der letzte Austausch war 1982 – und seitdem ist das Verkehrsaufkommen auf dem Autobahnabschnitt stetig gewachsen. Über 80.000 Fahrzeuge in 24 Stunden wurden hier zuletzt gezählt, davon allein 10.700 der Kategorie Schwerlastverkehr. Eine immense Belastung, die auch an den Bauteilen der Üko nicht spurlos vorbeigegangen war. Das war schon vor dem Bruch der Stahllamellen an einer erhöhten Lärmentwicklung zu hören. Der Austausch des Brückenelements – schon 2020 vom Regierungspräsidium Karlsruhe angestoßen – wurde im Juli 2021 erfolgreich abgeschlossen.

Überblick Bauphasen

In der ersten Bauphase wurden zunächst zwei Mittelstreifenüberfahrten hergestellt. In der zweiten Bauphase wurde die Übergangskonstruktion im rechten Bereich der Fahrbahn in Fahrtrichtung Heilbronn ausgetauscht. Dafür wurde ein Fahrstreifen auf die Gegenfahrbahn umgelegt (3+1-Verkehrsführung). In der dritten Bauphase folgte der Üko-Austausch im linken Fahrbahnbereich. In der vierten Bauphase wurden die Arbeiten im Mai 2021 auf die Fahrbahn in Richtung Mannheim verlegt. Für die Erneuerung der dortigen Übergangskonstruktion wurde der gesamte Verkehr auf die bereits fertige Gegenfahrbahn umgelegt (4+0 Verkehrsführung). In der fünften und letzten Bauphase erfolgte dann der Rückbau der Mittelstreifenüberfahrten.

Bauoberleitung und Bauüberwachung lagen bei der Außenstelle Heidelberg der Niederlassung Südwest, die zu Jahresbeginn 2021 die Verantwortung für den Großteil der Autobahnen in der Metropolregion Rhein-Neckar übernommen hatte.

Hintergrund: Funktion einer Übergangskonstruktion

Als Übergangskonstruktion (auch Fahrbahnübergang) wird ein Bauelement einer Brücke bezeichnet, das Verformungen und Bewegungen des Brückenüberbaus gegenüber den Brückenenden ausgleicht. Die Verformungen gehen vor allem auf jahreszeitliche Temperaturschwankungen zurück und reichen je nach Brücke von wenigen Millimetern bis in den Meterbereich. Die Üko gleicht diese Differenzen aus, indem sie sich flexibel auseinander- oder zusammenschiebt. Eine Üko muss regelmäßig gewartet werden und wird je nach Belastung etwa alle 20 bis 25 Jahre ausgetauscht. Nur so können die Beweglichkeit der Konstruktion selbst und die Bausubstanz der Brücke erhalten und somit die Verkehrssicherheit gewährleistet werden.


Zahlen & Fakten

  • Baujahr der Brücke: 1968
  • Letzter Austausch der Üko: 1982
  • Verkehrsaufkommen auf Strecke: 80.000 Fahrzeuge/24 Stunden

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Pressekontakt

Petra Hentschel

Pressesprecherin der NL Südwest

Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung Südwest
Augsburger Straße 748
70329 Stuttgart