Täglich 66 Badewannen sauberes Wasser - Entwässerungsanlage geht in Betrieb

Die von der Niederlassung Nord gebaute Regenwasserbehandlungsanlage an der B 75 wurde letzte Woche offiziell von der Wasserbehörde Harburg abgenommen und kann nun in Betrieb gehen. Mit der neuen Anlage können jährlich über 6 Millionen Liter Regenwasser gereinigt werden und zurück in ein Gewässer geführt werden. So geht Wasserschutz bei der Autobahn!

Herrmann_Quaschnik_LI_svenmarkusMueller_B5.png

Den Kolleginnen und Kollegen der Niederlassung Nord ist letzte Woche ein Meilenstein gelungen. Nach achtmonatiger Bauzeit wurde die Regenwasserbehandlungsanlage an der B75 offiziell abgenommen und wird nun von der Autobahnmeisterei Stillhorn betrieben. Die wichtige Verkehrsader im Süden Hamburgs wurde in den letzten Jahren Grund instandgesetzt. Hierbei wurde auch die Entwässerungssituation entlang der Strecke an den Stand der Technik angepasst. Maßgeblich daran beteiligt war das Team Entwässerung und die baulichen Umsetzung aus der Niederlassung Nord.

Das angefallene Regenwasser, welches vorher ungereinigt in das Oberflächengewässer abfließen konnte, wird nun durch sogenannte Sedi-Pipe-Anlagen und ein Mulden-Rigolen-System gereinigt. Das hier abgenommene Mulden-Rigolen-System hat eine bewachsene Bodenzone, durch die dann täglich das Volumen von ca. 66 Badewannen Regenwasser gereinigt werden. Dass es im Norden lange nicht mehr geregnet hat, ist auch bei der Anlage sichtbar: Hier wartet der gesäte Rasen noch auf einen Wachstumsschub durch Regenwasser. In ein paar Wochen wird diese Anlage komplett begrünt sein und die bewachsene Bodenzone kann die Schadstoffe von der Fahrbahn zurückhalten.

Das Mulden-Rigolen-System wurde bei der Abnahme durch die Wasserbehörde auch von der Vertreterin des Bezirksamtes Harburg befürwortet: „Die Wasserbehörde befürwortet Anlagen mit Passage über eine bewachsene Bodenzone als Reinigungsstufe sehr. Das Mulden-Rigolen-System ist eine sinnvolle Lösung und weist sowohl die gute Reinigungsleistung als auch eine einfache technische Ausgestaltung vor. Somit ist dieses System, besonders für kleine Einzugsgebiete, eine wirtschaftliche Alternative zum Retentionsbodenfilter“, so Sabine Herrmann.

Jeder Neubau ist nur so gut, wie er auch unterhalten werden kann

Damit die Reinigung auch dauerhaft gewährleistet werden kann, wurde die Wartung und Pflege bereits in der Planung berücksichtigt. Mit der offiziellen Abnahme durch die Wasserbehörde ist ab jetzt die AM Stillhorn für die Anlange verantwortlich und führt regelmäßige Kontrollen und Inspektionen durch. Dadurch bleibt die Anlage funktionsfähig und die Vorgaben des Wasserschutzes werden eingehalten.

In den Wasserrechtlichen Erlaubnissen zur Einleitung von Regenwasser ist ganz genau geregelt, wie Anlagen regelkonform unterhalten und kontrolliert werden. Ebenso, wie Prüfberichte und Betriebshandbücher zu führen sind. Nicht nur die Anlage selbst, sondern auch der Betrieb stellt einen wichtigen Teil zum Wasserschutz dar. Die regelmäßigen Kontrollen und Inspektionen spielen eine primäre Rolle im Umweltschutz.

Für Tomke Voß aus dem Team Entwässerung hat der Wasserschutz eine hohe Bedeutung „Besonders in Trockenperioden wird der Wert der Ressource Wasser deutlich. Um dieses Gut zu schützen, müssen wir in der Planung und beim Betrieb der Anlagen viele Herausforderungen meistern. Jede davon gehen wir gerne nach und leisten somit einen aktiven Schutz der kostbarsten Ressource unserer Welt.”

Zurück an den Seitenanfang