Tag des Artenschutzes: Wildkatzen-Bestand stabilisiert

Nicht nur grauer Beton, sondern auch blühende Landschaften, weniger Wildunfälle und den Erhalt von seltenen Tierarten: Die Autobahn GmbH investiert viel in Sachen Umwelt- und Artenschutz. In einer kleinen Serie wollen wir zeigen, was die Niederlassung alles in diesem Bereich in den vergangenen Jahren erreicht hat, und welche aktuellen Projekte anstehen. Anlass ist der „Tag des Artenschutzes“, der am Sonntag, 3. März, begangen wird. Los geht es mit der Europäischen Wildkatze (Felis silvestris), die zu den „planungsrelevanten Arten“ für die Biotopverbundplanung in NRW gehört.

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Die Wildkatze (Foto: Paul Bey)

Krefeld (Autobahn GmbH). Nicht nur grauer Beton, sondern auch blühende Landschaften, weniger Wildunfälle und den Erhalt von seltenen Tierarten: Die Autobahn GmbH investiert viel in Sachen Umwelt- und Artenschutz. In einer kleinen Serie wollen wir zeigen, was die Niederlassung alles in diesem Bereich in den vergangenen Jahren erreicht hat, und welche aktuellen Projekte anstehen. Anlass ist der „Tag des Artenschutzes“, der am Sonntag, 3. März, begangen wird. Los geht es mit der Europäischen Wildkatze (Felis silvestris), die zu den „planungsrelevanten Arten“ für die Biotopverbundplanung in NRW gehört.

Um 1900 war sie fast ausgestorben, die Wildkatze (Foto: Paul Bey). Heute gibt es in der Eifel rund 1000 Exemplare. Die Population in der Region gehört zur größten zusammenhängenden Wildkatzen-Population Mitteleuropas. Dass sich der Bestand stabilisieren konnte, ist auch ein Verdienst der Autobahn GmbH und ihrem Vorgänger Straßen.NRW. Denn entlang der A1 im Bereich der Anschlussstelle Blankenheim, im Norden des Naturparks „Hohes Venn-Eifel“, gibt es seit 2012 für die sehr scheuen Tiere nicht nur einen eigenen, elf Kilometer langen Schutzzaun, sondern auch eine Wildbrücke.

 

Beim Schutzzaun (Kosten: 900.000 Euro) wurde besonders an die Sprung- und Kletterfähigkeiten des „Eifeltigers“ gedacht. Er ist oben so verbogen, dass die Tiere den Zaun nicht überschreiten können. Regelmäßig muss er von der Autobahn-Meisterei Weilerswist freigeschritten werden, damit die flinken Räuber ihn nicht durch Hilfe von Bäumen überklettern können.

Straßen stellen nicht nur eine Gefahr für Wildtiere dar, sie zerschneiden auch Lebensräume, ein wesentlicher Faktor für den Rückgang der Artenvielfalt. Helfen können da ober- und unterirdische Querungshilfen. Die Wildbrücke Heinzenberg bei Nettersheim ist so eine. Zielsetzung war explizit die Vernetzung von Lebensräumen der immer noch stark bedrohten Wildkatze. Gerade die männlichen Wildkatzen, Kuder genannt, streifen viel umher und haben bis zu 1000 Hektar große Bereiche. Die weiblichen Exemplare kommen immerhin noch auf die Hälfte. Da sie sich nicht von Straßen abschrecken lassen, ist die Mortalität besonders hoch. Studien zeigen: Ohne geeignete Schutzmaßnahmen werden an einer eher gering befahrenen Autobahn jährlich bis zu 40 Prozent der im unmittelbaren Umfeld lebenden Wildkatzen-Population getötet. Ein Zaun reduziert die Todesrate um 83 Prozent.

Die Brücke Heinzenberg kostete 5,3 Millionen Euro und konnte dank des Konjunkturpakets II realisiert werden. Sie war Europas erste Brücke, die als bogenförmiges Hybrid-Tragwerk aus Holz und Beton errichtet wurde. Größter Vorteil des nachhaltigen Hybriden: Die Lebensdauer verdoppelt bis verdreifacht sich gegenüber einem ungeschützten Holztragwerk.

Auf dem 50 Meter breiten Bauwerk wurden Steinhaufen für Kleinlebewesen aufgeschüttet und Bäume sowie Büsche gepflanzt. Schon kurze Zeit später nutzten Wildtiere aller Art die Brücke, kann das Landesamt für Natur Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) dank eines Monitorings durch Wildkameras und Spurenkontrolle bestätigen. „Als erstes kam das Rotwild, Schwarzwild, Füchse, Hasen, Marder, Iltis und die Wildkatzen folgten alsbald. Die Wildbrücke war schon sehr schnell ein Erfolg“, sagt Alexander Klug vom Lanuv.

 

INFO: Internationaler Tag des Artenschutzes

Der Tag des Artenschutzes (UN World Wildlife Day) ist ein im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES, Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) eingeführter Aktions- und Gedenktag. Er findet jährlich am 3. März statt: Durch das am 3. März 1973 unterzeichnete Abkommen sollen bedrohte wildlebende Arten (Tiere und Pflanzen) geschützt werden, die durch Handelsinteressen gefährdet sind.

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