Viele spannende Aktionen am Girls‘ Day bei der Autobahn Westfalen

Beim Girls' Day können Schülerinnen in Berufe reinschnuppern, die bisher noch eher als Männerdomäne gelten. Bei der Autobahn Westfalen gab es dazu eine Menge interessanter Angebote - vom Besuch auf der Baustelle bis hin zum Brückenbauen.

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Bochum. Am bundesweiten Aktionstag Girls‘ Day haben Schülerinnen ab der fünften Klasse die Chance, in Berufe hineinschnuppern, in denen bislang noch eher Männer arbeiten als Frauen. Dazu gehören vielerorts auch der Brücken- und Straßenbau. Was machen Ingenieurinnen und Ingenieure bei der Autobahn Westfalen? Was gehört alles zum Aufgabenbereich eines Landespflegers? Solche Fragen wurden den Teilnehmerinnen an den verschiedenen Standorten der Autobahn Westfalen beantwortet.

In der Außenstelle Bochum bekamen drei Teilnehmerinnen viele Einblicke in den Bereich der Planung, konnten eine sogenannte Leonardo-Brücke aus Holz bauen und sich zum Studium informieren. Außerdem besuchten sie sogenannte „Kompensationsmaßnahmen“ – Ausgleichsflächen, die die Autobahn Westfalen zum Natur- und Artenschutz errichtet und unterhält. Teamleiterin Stefanie Heckmann (Geschäftsbereich Bau): „Wir möchten zeigen, dass Autobahn nicht nur Asphalt und Beton bedeutet, sondern auch Verantwortung für Natur und Tierwelt.“ Ein besonderer Höhepunkt waren die neugeborenen Lämmer, die auf einer der Ausgleichsflächen leben.

Auf der Meisterei Dorsten konnten die Schülerinnen den Alltag eines Straßenwärters erleben. Sie fuhren dabei zu einer Baustelle auf der A31, wo gerade die Fahrbahn markiert wird, und konnten so den Arbeitsplatz Autobahn aus der Nähe erleben - natürlich mit ausreichendem Sicherheitsabstand und Schutzkleidung. Nach einer Führung durch die Meisterei, bei der sie auch mal im LKW Platz nehmen und die große Salzhalle bestaunen konnten, durften die Teilnehmerinnen auch einmal im Hubsteiger fahren und Schilder mit ihren Namen bauen.

„Der Girls‘ Day ist eine große Chance, den Mädchen die vielfältigen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vorzustellen, die es bei der Autobahn gibt“, sagte Beatrix Weber (Abteilung Personalentwicklung/Organisation der Autobahn Westfalen). Die Angebote richteten sich an junge Menschen, die sich gerade beruflich orientieren. Schülerinnen ab der fünften Klasse können sich jedes Jahr an dem Aktionstag für die Angebote anmelden. „Wir wünschen uns natürlich, dass wir bei den Teilnehmerinnen anschließend Interesse an einem Praktikum oder einer Ausbildung wecken können“, so Weber.

Im vergangenen Jahr hat das bereits geklappt, erinnert sich Bianca Kläsener, stellvertretende Leiterin der Autobahnmeisterei Dorsten, wo auch in diesem Jahr wieder Aktionen stattfanden: „Eine der Schülerinnen war so begeistert, dass sie schon angekündigt hat, sich nach ihrem Schulabschluss bei uns zu bewerben.“

Brückenkolonne in Werl gibt Einblicke in ihren Aufgabenbereich

Werl. In der Meisterei Werl waren eine Schülerin und ein Schüler unter anderem mit den Kollegen an - und in der Talbrücke Nuttlar unterwegs. Am-Leiter Ingo Vieregge:  „Für uns ist es wichtig, dass der Beruf der Straßenwärterin und des Straßenwärters auch bei den Jüngeren bekannter wird“, sagte Ingo Vieregge, Leiter der Autobahnmeisterei Werl. Viele wüssten gar nicht, was zu den Aufgaben des Berufes gehöre. Die Resonanz auf die Aktionen war laut ihm sehr positiv: "Die Schülerin, die mit uns unterwegs war, hat mir anschließend gesagt, sie könne sich vorstellen, das spoäter beruflich zu machen."

Genau das sei das Ziel des Aktionstages, betont Beatrix Weber (Abteilung Personalentwicklung/Organisation der Autobahn Westfalen): „Wir wünschen uns natürlich, dass wir bei den Teilnehmerinnen anschließend Interesse an einem Praktikum oder einer Ausbildung wecken können.“ Deshalb versuche man, den potenziellen Nachwuchskräften einen möglichst guten Einblick in den Arbeitsalltag der Ingenieurinnen und Straßenwärterinnen zu geben. 

Sechs Schülerinnen erkunden Baustellen und Meistereien der Außenstelle Osnabrück 

Osnabrück. Auch in der Außenstelle Osnabrück: Hier war Ina Linnemann (Teamleitung Verkehr) mit drei Schülerinnen auf verschiedenen Baustellen an der A1 und A30 unterwegs. "Wir haben den Mädchen unter anderem gezeigt, wie die Fahrbahn asphaltiert wird", sagte sie. Zwischen Osnabrück-Hasbergen-Gaste und Osnabrück-Hellern wird derzeit eine Brücke verstärkt, auch das war spannend zu sehen. „An der A1 haben wir uns außerdem angeschaut, wie riesig ein Fundament für eine Verkehrszeichenbrücke ist“, so Linnemann. 

In Holdorf gefiel den Schülerinnen und Schülern vor allem die Brückenbesichtigung, wie Maria (13) aus Damme anschließend berichtete „Wir sind in der Brücke die Wartungswege entlanggelaufen und konnten uns anschauen, wie so eine Brücke geprüft wird. Das war cool!“ Auch ihre Schwester Julia (10) war begeistert: „Auf dem Gelände durften wir unter Anleitung auch die Bedienung von Geräten ausprobieren. Das hat viel Spaß gemacht.“ Unter anderem durften sie selbst einen Ladekran oder eine Absperrtafel steuern.

Kontakt Autobahn: Anton Kurenbach, (0234) 41479-662, anton.kurenbach[at]autobahn[dot]de

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