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Region: West, …Status: In Umsetzung

Autobahn: A 66, A 661, …Riederwaldtunnel

Es ist das größte innerstädtische Bauprojekt in Hessen: Der Lückenschluss der A66 und deren Anbindung an die A661 (Ostumgehung Frankfurt).

Daten & Fakten

Fertigstellung

vsl. 2031

Kosten

ca. 477 Mio. Euro

Lärmschutzwandhöhen

bis zu 10 m

Waldneuanlage am Schwanheimer Mainufer

ca. 12.000 Jungbäume

Projektinformation

Noch endet die A66 Frankfurt/M - Fulda an der Anschlussstelle Frankfurt-Bergen-Enkheim. Berufspendler und Güterverkehr stauen sich durch die östlichen Stadtteile in Richtung Innenstadt und zur Ostumgehung Frankfurt.

Der 1,1 km lange Riederwaldtunnel ist neben dem künftigen Erlenbruch Dreieck (A66 / A661) und der neuen Anschlussstelle Borsigallee zentraler Bestandteil des 2,2 km langen Lückenschlusses zwischen der A66 und der Ostumgehung Frankfurt (A661). Die Baumaßnahme beinhaltet neben den genannten Autobahnabschnitten auch die Neugestaltung des Straßenbereiches "Am Erlenbruch" mit Straße, U-Bahn, Geh- und Radwegen sowie umfangreiche Grünflächen.

Der Riederwaldtunnel verläuft im Korridor der Straße „Am Erlenbruch". Er wird mit zwei baulich getrennten Röhren unter der Straße und der U-Bahnstrecke verlaufen. Es ist vorgesehen den Tunnel, ausgehend von den beiden Tunnelenden (Portalen), von außen nach innen zu bauen. Der Bau erfolgt in verschiedenen Abschnitten und einzelnen Baugruben. Die Baugruben werden in sogenannter „offener Bauweise" hergestellt. Sie haben jeweils eine Länge von ca. 200 Metern. Während der Bauzeit wird der Verkehr (Straße, U-Bahn, Geh- und Radwege) aufrechterhalten.

Im Zusammenhang mit dem Lückenschluss A66 wird auch die Ostumgehung Frankfurt (A661) fertiggestellt. Noch werden beide Fahrtrichtungen provisorisch auf der 1995 fertiggestellten, östlichen Richtungsfahrbahn geführt. Zusammen mit Herstellung der westlichen Richtungsfahrbahn kann nun auch der umfangreiche Lärmschutz (Lärmschutzwände mit Höhen bis zu 10 m) errichtet werden.

Landespflegerische Maßnahmen

Begleitend sind landespflegerische Maßnahmen vorgesehen. Unter anderem:

  • Waldneuanlage am Schwanheimer Mainufer mit ca. 12.000 Jungbäumen auf 36.100 qm Fläche (bereits durchgeführt).
  • Neupflanzung von 289 Bäumen im Umfeld der Baumaßnahme.
  • Errichtung einer biotopverbindenden Grünbrücke über die A66 im Bereich des Fechenheimer / Enkheimer Waldes.

Die geplante Erweiterung des Autobahnnetzes wird die städtischen Straßen im Osten Frankfurts in erheblichem Umfang von Lärm und Abgasen entlasten. Ein Projekt, auf das betroffene Anwohner, Pendler und Gewerbetreibende schon seit Langem warten.

Weitere Details finden Sie hier.

Weitere Informationen

Auf unserer Projektwebsite www.tunnelriederwald.de informieren wir über die Gesamtmaßnahme. Derzeit werden Struktur und Inhalt dieser Internetpräsenz überarbeitet. In der Zwischenzeit informieren wir kontinuierlich auf der Website der Niederlassung West über das Projekt.

Aktuelles

Hier ein Überblick über die landespflegerischen Maßnahmen im Zuge des Projektes A66 Riederwaldtunnel in Stichworten:

Ausgleichsmaßnahmen

  • Bau einer Grünbrücke über die A66 als Biotopverbund der Bannwaldgebiete Fechenheimer bzw. Enkheimer Wald als Ersatzbauwerk für eine bestehende Wirtschaftswegebrücke
  • Anlage von heimischen, standortgerechten Baum- und Strauchpflanzungen 3.800 m2
  • Gehölzpflanzung, Ergänzung der Leitstruktur mit heimischen, standortgerechten Baum- und Strauchpflanzungen 2.055 m2 (ausgeführt)

zusätzlich bauzeitlich: temporäre Überflughilfe im Baubereich

zusätzlich bauzeitlich: Vegetationsschutzzäune im Baubereich

  • Wiederherstellung einer naturnahen FIießgewässerverbindung 3.015 m2
  • Dichte Gehölzpflanzung im Übergang zum Waldbestand (Waldmantelbepflanzung) 8.440 m2
  • Pflanzung von Einzelbäumen, Baumreihen und -alleen im Bereich der Baumaßnahme 328 St.
  • Pflanzung von Laubwald (Eiche) im Bereich der Anschlussstelle Borsigallee 9.485 m2
  • Anbringung von Fledermauskästen im Fechenheimer Wald 75 St. (ausgeführt)
  • Pflanzung von Laubwald / Auwald, Waldrandbepflanzung sowie extensiv genutzte Frischwiese zwischen dem Schwanheimer Ufer und dem Main-Südufer. 12.000 Jungbäume, 67.460 m2 (fertiggestellt)

Lage der Pflanzfläche am Mainufer (Quelle: Google Maps)

Einige der 12.000 gepflanzten Jungbäume

  • Verzicht auf eine forstliche Nutzung im Fechenheimer Wald (teilw. ausgeführt) 155.150 m2
  • Rückbau von Fuß-/Reitwegen im Fechenheimer Wald (teilw. ausgeführt) 1.915 m2
  • Neuanlage und Pflege von Streuobstwiesen bei Seckbach 6.820 m2 (ausgeführt)
  • Anlage von Kleinstrukturen im Bereich der städtischen Grünfläche an der "Leuchte" zur Förderung von Reptilien 5.900 m2 (fertiggestellt)

Einen Artikel zum Thema finden Sie hier.

  • Nistkastenanbringung in Offenland, Siedlung und Wald (fertiggestellt)

Gestaltungsmaßnahmen

  • Landschaftrasen, Gehölzpflanzungen, Bäume, Sträucher, Grünflächen auf einer Gesamtfläche von 159.000 m2

Ersatzmaßnahmen

  • Begrünung und Bepflanzung von Erdwällen an A5 und B3 – 75.000 m2

  • Anlage eines Altwassers im Fechenheimer Mainbogen – 7.500 m2 (fertiggestellt)

     

Neu geschaffenes Altwasser im Fechenheimer Mainbogen

Luftbild des Altwassers (Quelle: Google Maps)

Ökokontomaßnahmen

  • Airfield Büdingen, Feuchtbiotop Heliport 500 m2 (umgesetzt)

  • Amphibienteich im Fechenheimer Wald 1.000 m2 (umgesetzt)

     

Verkehrsmeldungen

Pressekontakt

Steffen Rütenfrans

Pressesprecher Außenstelle Frankfurt

Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung West
Außenstelle Frankfurt/Gelnhausen
Röntgenstraße 7–9
60388 Frankfurt