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Region: West, …Status: In Umsetzung

Autobahn: A 60, A 63, …Ersatzneubau im Autobahnkreuz Mainz-Süd

Ersatzneubauten der Brückenbauwerke im Bereich des AK MZ-Süd sind notwendig. Die Planung sieht eine Verlängerung der Bauwerke um rund 28 m vor.


Daten & Fakten

Baubeginn

Ende Juni 2017

Bauende

Südbrücke (FR Frankfurt/Darmstadt): Ostern 2022 | Nordbrücke (FR Bingen): vsl. Sommer 2024

Baukosten

Genehmigte Baukosten: 25 Mio. Euro. Auf Basis der nach dem Stillstand in 11/2021 wieder aufgenommenen Arbeiten u. dem Anfang 2022 vorliegenden Gesamtterminplan zur Fertigstellung des Projektes wird die Kostenschätzung anschl. ebenfalls angepasst.


Projektinformation

Das Autobahnkreuz Mainz-Süd (AK MZ-Süd) wurde Mitte der 1960iger-Jahre gebaut. Im AK MZ-Süd wird die A60 höhenfrei über die kreuzende A63 geführt und beide Autobahnen miteinander über Rampen verbunden.

Der Zustand von Brücken ist nach der DIN 1076 regelmäßig zu prüfen. Bei den Brückenbauwerken im Bereich des AK MZ-Süd wurde im Jahr 2015 erneut ein "nicht ausreichender Zustand" festgestellt. Bereits bei vorangegangenen Untersuchungen zu Möglichkeiten einer Sanierung zeigte sich, dass mit Blick auf den großen Umfang an Investitionen und der damit trotzdem nur geringen Verlängerung der Restnutzungsdauer eine Sanierung der Bauwerke nicht wirtschaftlich ist. Infolgedessen werden Ersatzneubauten erforderlich.

Die Herausforderung bei der baulichen Umsetzung des Ersatzneubaus ist die weitestgehende Aufrechterhaltung des Verkehrs; beide Autobahnen sind hoch frequentiert (A60 rd. 100.000 Fahrzeuge pro Tag und A63 rd. 80.000 Fahrzeuge pro Tag).

Die Planung für den Ersatzneubau sieht eine Verlängerung der Bauwerke um rund 28 m vor. Damit verbunden ist eine Verlegung / Anpassung der Zu- und Abfahrtsrampen.

Warum die Verlängerung?

  • Durch die Verlängerung weisen die neuen Bauwerke gegenüber dem Bestand statisch günstigere und damit nachhaltigere Eigenschaften aus.
  • Im Weiteren wird im Zusammenhang mit dem Ausbau der A60 zwischen der Anschlussstelle Mainz-Finthen und dem Autobahnkreuz Mainz-Süd eine Optimierung der Rampen erfolgen. Hierfür ist ein Rückversetzen der heutigen Brückenwiderlager notwendig.

Aushub Behelfsbrücke (FR Bingen), 11.6.2022

Vorschaubild für das Video

Seit dem Sommer 2017 laufen die Bauarbeiten für den Ersatzneubau zweier parallel liegender Straßenbrücken im Autobahnkreuz (AK) Mainz-Süd. Für die bestehenden Autobahnbrücken aus dem Jahr 1965 war wegen der Art und des Umfangs der vorhandenen Bauwerksschäden eine Sanierung unwirtschaftlich.

Die besondere Herausforderung bei der baulichen Umsetzung des Ersatzneubaus liegt in der weitestgehenden Aufrechterhaltung des Verkehrs; beide Autobahnen sind hoch frequentiert (A60 rd. 100.000 Fahrzeuge pro Tag und A63 rd. 80.000 Fahrzeuge pro Tag).

Während der Ausführung stellten sich technische Mängel am Neubau des südlichen Brückenbauwerks heraus, die eine umfassende technische und vertragliche Evaluierung erforderten. Insbesondere in der Betonfahrbahnplatte (Teil des Überbaus) zeigte sich nach deren Herstellung an der Oberfläche ein flächendeckendes Rissbild. Im Zuge der statischen Bewertung wurde daher in der ersten Novemberhälfte 2021 ein Belastungsversuch durchgeführt. Die Probebelastung bestätigte damit letztendlich, dass das südliche Bauwerk der Statik entsprechend verkehrlich genutzt werden kann.

Komplexe bauvertragliche und technische Aspekte erforderten eine zeitaufwendige Betrachtung, die zudem die Randbedingung, dass der Verkehrsknoten AK Mainz Süd seit Juni 2021 auch als Umleitungsstrecke zur gesperrten und mittlerweile entfernten Salzbachtalbrücke dient, zu berücksichtigen hatte.


Aktuelles

Verkehrsmeldungen

A60 – Autobahnkreuz Mainz Süd – Durchführung dringend notwendiger Fahrbahndeckenreparaturen in der Nacht

Die Niederlassung West der Autobahn GmbH führt vom 31.1.2022, 21 Uhr bis zum 1.2.2022, 5 Uhr, vom 1.2.2022, 21 Uhr, bis zum 2.2.2022, 5 Uhr sowie vom 2.2.2022, 21 Uhr bis zum 3.2.22, 5 Uhr, im Bereich zwischen den Anschlussstellen Mainz Hechtsheim-West und Mainz-Lerchenberg (Fahrtrichtung Bingen) Gussasphaltarbeiten durch.

Autobahndreieck Mainz bis Autobahnkreuz Mainz-Süd

Dieser Streckenabschnitt wurde Ende der 1960-ziger Jahre ursprünglich als Bundesstraße mit zwei getrennten Richtungsfahrbahnen mit jeweils zwei Fahrstreifen (ohne Standstreifen) gebaut und seitdem weder verbreitert noch grundhaft erneuert. Die Gesamtbreite einer Richtungsfahrbahn beträgt 7,50 m. In den 1970-ziger Jahren wurde die Bundesstraße ohne bauliche Änderungen zur A60 umgewidmet.

Der vorhandene Querschnitt und die vorhandene Bausubstanz sind der hohen Verkehrsbeanspruchung nicht mehr gewachsen. Ein sechsstreifiger Ausbau mit Standstreifen und Lärmschutzmaßnahmen ist daher zwingend erforderlich.

Mit Einstufung der Maßnahme in den "vordringlichen Bedarf" des Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen ist die Grundlage für die Ausbauplanung gegeben.

Der sechsstreifige Ausbau - mit einem Querschnitt von insgesamt 34 Meter Breite (SQ 34) - umfasst den gesamten Planungsabschnitt vom Autobahndreieck Mainz bis zum Autobahnkreuz Mainz Süd. Hierbei werden die vorhandenen Fahrbahnen von heute 7,50 m auf 14,00 m je Fahrtrichtung verbreitert. Die Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen der Ein- und Ausfahrten werden richtlinienkonform ausgebildet. Auch der Mittelstreifen zwischen den Richtungsfahrbahnen wird verändert. Er wird von derzeit 2,0 m auf 3,0 m verbreitert.

Im Planungsabschnitt befinden sich 12 Bauwerke - unter anderem auch die große Brücke über das Wildbachtal - die den neuen Verhältnissen angepasst werden müssen.

Die Strecke ist in zwei Planungsabschnitte unterteilt.

Für die beiden Abschnitte vom Autobahndreieck Mainz bis zur Anschlussstelle Mainz-Finthen sowie von der Anschlussstelle Mainz-Finthen bis zum Autobahnkreuz Mainz Süd sind die Entwurfsplanungen bereits erstellt und vom Bundesverkehrsministerium genehmigt. Die Planfeststellungsunterlagen sind derzeit in Vorbereitung.

Für das Baurecht der beiden Abschnitte werden jeweils getrennte Planfeststellungsverfahren durchgeführt.

Mehr unter: A 60 – 6-streifiger Ausbau vom AD Mainz bis AK Mainz-Süd | Projekt | Die Autobahn GmbH des Bundes

Stand: 20.06.2022

Im Zuge der statischen Bewertung wurde in der ersten Hälfte des November 2021 ein sogenannter in-situ Belastungsversuch (definierte Lasteinleitung mittels LKW Befahrung) durchgeführt. Das Bauwerk zeigte dabei qualitativ das rechnerisch ermittelte Verformungsverhalten. Die Probebelastung bestätigt letztendlich damit, dass die südliche Autobahnbrücke (FR Bingen-Frankfurt) künftig verkehrlich genutzt werden kann. Das Sanierungskonzept sieht nun vor, die Südbrücke schnellstmöglich für eine Verkehrsfreigabe vorzubereiten, so dass der Abbruch des alten Bestandsbauwerks (Nordbrücke) sowie der Hilfsbrücke im Anschluss erfolgen kann. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Betonfahrplatte mit festen Strahlmittel im Bereich der Risse anteilig in der Dicke abgetragen und mit einem Betonersatzsystem wieder ergänzt und mit einem Abdichtungssystem versehen. Letztendlich erfolgt der Einbau des Asphalts und der Aufbau der Verkehrsleiteinrichtungen vor Umlegung des Verkehrs.

Der Verkehr für die Fahrtrichtung Bingen ist am Osterwochenende planmäßig und erfolgreich auf das neue, südliche Brückenbauwerk umgelegt worden. In Fahrtrichtung Frankfurt läuft der Verkehr bereits seit Ende März auf der neuen Brücke. Mit der vollständigen Verkehrsfreigabe auf der neuen Südbrücke im AK Mainz-Süd haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Mit insgesamt fünf Fahrstreifen, zwei in Fahrtrichtung Frankfurt und drei in Fahrtrichtung Bingen haben wir die Situation für die Verkehrsteilnehmer bereits spürbar verbessert.  

In den nun folgenden Arbeitsschritten wird die alte Bestandsbrücke-Nord, inklusive der Unterbauten mitsamt den Widerlagern der Behelfsbrücke abgebrochen. Außerdem wird umfangreicher Erdbau ausgeführt (u.a. Rückbau der Umfahrung, mit rund 30.000 Kubikmeter Erdmassen). Diese Arbeiten sollen im dritten Quartal beginnen. Je nach Witterung sollen sie bis Ende 2022 abgeschlossen werden. Hierdurch wird der Arbeitsraum frei, um im Anschluss mit den Bohrpfahlgründungen der neuen Nordbrücke beginnen zu können. Nach Fertigstellung der Nordbrücke und dem weiteren Ausbau des Autobahnanschlusses ist vorgesehen, diesen Bereich im Sommer 2024 für den Verkehr freizugeben.

Der Abriss ist in den Sommerferien 2022 (RLP) vorgesehen.

Die Sperrungen können geplant mit der Fertigstellung des nördlichen Brückenbauwerkes aufgehoben werden. Dies ist für Sommer 2024 geplant.

Pressebilder zum honorarfreien Download

Die Fotos und Videos können in redaktionellen Beiträgen und Medienberichtserstattungen unter Nennung des/der jeweiligen Fotografen/Fotografin im Hinweis auf das Urheberrecht frei verwendet werden.


Aushub Behelfsbrücke (11.06.2022)

Weitere Fotos und Videos

 

Neue Brücke unter Verkehr, FR Frankfurt/Darmstadt (27.04.2022)

Weitere Fotos und Videos

 

Asphaltierung, FR Frankfurt/Darmstadt (14.02.2022)

Weitere Fotos und Videos

 

Luftbilder (18.01.2022)

Weitere Fotos und Videos

 

Aufbringen Deckschicht, FR Frankfurt/Darmstadt (13.12.2021)

Weitere Fotos

 

Einbringen Asphaltbinderschicht, FR Frankfurt/Darmstadt (06.12.2021)

Weitere Fotos

 

Pressekontakt

Stefan Hodes

Pressesprecher Außenstelle Wiesbaden

Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung West
Außenstelle Wiesbaden
Hagenauer Str. 44
65203 Wiesbaden