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Region: West, … Status: In Umsetzung

Autobahn: A 66, … Neubau Salzbachtalbrücke

Abriss und Neubau der Autobahnbrücke Salzbachtalbrücke sowie der direkt benachbarten UF Aartalbahn in BAB-Betriebs-km 29,471 bis 29,775.

Daten & Fakten

Baubeginn

Erste vorbereitende Arbeiten ab Mai 2017

Bauende

voraussichtlich Ende 2026

Meilenstein

Fertigstellung Neubau Südbrücke 2023: danach stehen pro Fahrtrichtung wieder zwei verengt geführte Fahrstreifen zur Verfügung

A 66

Wiesbaden - AS Mainzer Straße und AS Biebrich


Projektinformation

Die Autobahnbrücken weisen altersbedingte Schäden auf und sind den heutigen Verkehrsbelastungen nicht mehr gewachsen, weshalb eine Brückenerneuerung notwendig ist. Die neuen Brücken berücksichtigen in den Abmessungen sowie beim Lärmschutz (Lärmschutzwände) bereits den später vorgesehenen sechsstreifigen Ausbau der A 66.

Aufgrund der Havarie der Südbrücke im Juni 2021 erfolgt der Abbruch der beiden Teilbauwerke der Salzbachtalbrücke gleichzeitig mittels Sprengung.

Bis zur Fertigstellung des neuen südlichen Überbaus bleibt die A 66 in diesem Bereich gesperrt



Highlights der Sprengung

Vorschaubild für das Video

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Schadensfall A66 Salzbachtalbrücke - südliches Teilbauwerk

Bezüglich der Verkehrssperrungen im Umfeld der Salzbachtalbrücke werden aktuell viele Fragen an uns herangetragen. Ursache ist ein Schadensfall am südlichen Überbau, der bereits seit längerer Zeit nicht mehr unter Verkehr steht.

Stand: 3.11.2021

Zwischen den Pfeilern und dem Überbau einer Brücke befinden sich sogenannte Lager. Sie dienen der Lastübertragung und ermöglichen gleichzeitig geringe Längsbewegungen des Bauwerkes. Sie lassen so die minimalen Längenänderungen zu, die das Bauwerk bei Temperaturschwankungen erfährt. An einem der Pfeiler der Südbrücke ist ein Brückenlager kollabiert. Dadurch hat sich der Überbau des südlichen Brückenbauwerks (FR Frankfurt) um ca. 30 cm abgesenkt und sitzt nun direkt auf dem Pfeiler. Dieser hat sich seitlich verschoben und weist massive Rissbildungen auf. Betonteile sind auf die B 263 abgegangen. Daraufhin wurden umgehend die aktuellen Sperrungen veranlasst.  Es wird noch untersucht, was der Grund des Schadens ist.

Zwei parallel verlaufende Stränge haben im Endeffekt die Warnkette ausgelöst: Zum einen die bereits seit geraumer Zeit an dem nördlichen Brückenbauwerk (FR Rüdesheim) angebrachte Sensortechnik zur Überwachung des Bauwerkszustandes. Diese hat durch die Erschütterungen angeschlagen. Die Warnkette konnte ausgelöst werden. Zum anderen ein aufmerksamer Bürger, der die Polizei über die abgängigen Betonteile auf der B263 informierte und somit die zweite, parallel verlaufende Warnkette auslöste. In der weiteren Abfolge wurden umgehend die Sperrungen vorgenommen.

Die Salzbachtalbrücke besteht aus zwei baulich getrennten Brückenüberbauten. Von dem aktuellen Schadensfall ist der südliche Überbau betroffen. Dieser stand nicht unter Verkehr.

Nein, trotz der starken Belastungen sind die Brückenbauwerke sicher. Grundlage hierfür ist die kontinuierliche Überwachung der Bauwerke durch Brückenprüfungen sowie die umgehende Instandsetzung im Fall von festgestellten Schadstellen.

Art und Anzahl der Brückenprüfungen ist in der DIN 1076 geregelt.
Hier ist zunächst die Hauptprüfung zu nennen, die alle sechs Jahre stattfindet.
Immer drei Jahre nach der Hauptprüfung findet eine sogenannte "einfache" Prüfung statt.
Eine zusätzliche Sichtprüfung erfolgt jährlich.

Die Salzbachtalbrücke befindet sich jedoch bereits seit längerer Zeit unter intensiver Beobachtung mit deutlich verkürzten Prüfintervallen.

Wie viele der bestehenden Brücken wurden die Salzbachtalbrücke in den 60er-Jahren (1963) erbaut. Seit damals ist die Verkehrsstärke von ca. 20.000 Kfz/Tag auf heute bis zu 90.000 Kfz/Tag angestiegen. Das klingt zwar beeindruckend, ist aber weniger relevant als die die Zunahme des zulässigen Gesamtgewichtes der Lkw und deren stark gestiegener Anteil am Verkehrsaufkommen. Dies führt in der Summe zu einer deutlich stärkeren Belastung der Bauwerke als bei ihrer Errichtung abzusehen war. Diese permanente Überlastung führt dazu, dass die Nutzungsdauer der Bauwerke stark abnimmt.

Die Salzbachtalbrücke besteht aus zwei getrennten Überbauten (Richtungsfahrbahn Frankfurt und Richtungsfahrbahn Rheingau). Dies ermöglicht eine Erneuerung des Bauwerkes unter laufendem Verkehr. Man legt zunächst beide Fahrtrichtungen provisorisch auf einen Überbau (hier die Nordbrücke-Fahrtrichtung Rheingau) und kann dann die Südbrücke (Fahrtrichtung Frankfurt) abreißen. Nach dem Abriss wird an dieser Stelle der Brückenneubau für die Richtungsfahrbahn Frankfurt errichtet, die dann wiederum provisorisch beide Fahrtrichtungen aufnimmt. Nun kann die alte Nordbrücke abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden, womit das Projekt abgeschlossen werden kann. Der Schaden trat an der Südbrücke auf, die sich nicht mehr unter Verkehr befand und zum Abriss vorbereitet worden ist.

Bereits seit geraumer Zeit verläuft der Verkehr komplett auf der Nordbrücke. Hier wurde eine Wechselverkehrsführung eingerichtet. Dabei werden mittlerweile automatisch in Abhängigkeit der Verkehrssituation zwei Fahrstreifen in Richtung Frankfurt und ein Fahrstreifen in Richtung Rheingau freigegeben. Die Baustelle befindet sich also in der Bauphase, in der die Südbrücke abgerissen werden kann. Aktuell liefen die Vorbereitungsarbeiten für den ursprünglich im Herbst geplanten Abriss. Die nun an einem Stützpfeiler abgesackte Südbrücke befand sich also nicht unter Verkehr.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Stadt Wiesbaden hat die Niederlassung West der Autobahn GmbH am 6.10.2021 den Sprengtermin bekannt gegeben. Es ist der 6.11.2021. Ein umfangreiches Konzept der Sprengplanung ist erarbeitet worden. Auf dessen Grundlage wurde für den Zeitpunkt der Sprengung ein Sicherheitsradius von ca. 250 Metern zu den einzelnen Sprengstellen festgelegt. In diesem dürfen sich während des Sprengvorgangs keine Personen befinden. Jetzt erfolgt die Abstimmung der weiteren Maßnahmen mit den Sicherheitsbehörden. Über das damit verbundene Evakuierungskonzept wird gesondert informiert. 

Die Auswirkungen durch die eigentliche Sprengung, die sich anhand der Erschütterungsberechnungen im Rahmen der Sprengplanung ergeben, lassen sich durch gezielte Sicherungsmaßnahmen minimieren und so gestalten, dass möglichst keine Schäden auftreten. Für diese betroffenen Anlagen und Gebäude wird im Vorfeld eine Beweissicherung durchgeführt. Mit unmittelbar Betroffenen im Umfeld der Brücke erfolgen zu gegebener Zeit gesonderte Detailabstimmungen.

Der Evakuierungsbereich muss bis spätestens Samstag, 6. November, 11 Uhr, selbstständig verlassen worden sein. Sinnvoll ist es, sich frühzeitig aufzumachen. Wann Wohnungen und Büros im Evakuierungsbereich wieder betreten werden können, lässt sich aktuell nicht sagen. Das Ende der Sperrung wird per Lautsprecherdurchsage und auf wiesbaden.de bekannt gegeben.

Die Auswirkungen durch die eigentliche Sprengung, die sich anhand der Erschütterungsberechnungen im Rahmen der Sprengplanung ergeben, lassen sich durch gezielte Sicherungsmaßnahmen minimieren und so gestalten, dass möglichst keine Schäden auftreten. Für diese betroffenen Anlagen und Gebäude wurde im Vorfeld eine Beweissicherung durchgeführt. Mit unmittelbar Betroffenen im Umfeld der Brücke erfolgten zudem gesonderte Detailabstimmungen.
Ein besonderes Informationsbedürfnis besteht hinsichtlich der Themenbereiche Erschütterungen, Staub und Lärm

Staubemissionen:

Die Brückenbestandteile und die Böden für die Stützwälle und Fallbetten wurden im Labor untersucht. Es wurden keine Schadstoffe gefunden. Das Bauwerk ist frei von Asbest, PCB (Polychlorierte Biphenyle - synthetische Stoffgemische verwendet für Fugenmassen oder Anstriche) oder PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe). Die Laboruntersuchungen können im unteren Bereich dieser Seite unter "Gutachten" eingesehen werden.

Gleichwohl werden wir weitere technische und organisatorische Maßnahmen treffen, um die Immissionen zu vermindern. Dazu gehört u. a. eine Messung des Staubs nach Staubgröße und -menge. Die Messgeräte sollen in der Nähe der Hammermühle platziert werden. Zum einen wird eine Messung mit Kleinstaubfiltern durchgeführt. Dabei wird zur Ermittlung des relevanten Wertes eine definierte Luftmenge über den Filter eingespeist. Zum anderen wird ein optisches Messverfahren eingesetzt. Diese beiden Verfahren sollen sicherstellen, dass durch den Vorher-nachher-Vergleich vor der Rückkehr in die Häuser und Wohnungen die gleiche Luftqualität festgestellt wird und keine Gesundheitsgefahr besteht. Diese „Freigabe-Messung“ ist bereits konkret veranlasst worden und wird durchgeführt. Eine chemische Analyse ist mit den eingesetzten Geräten nicht möglich und aus unserer Sicht auch nicht erforderlich.

Geprüft wird derzeit die Einsatzmöglichkeit von Staubbindungsmaschinen. Dabei wird durch Wassernebel der Staub gebunden und möglichst schnell niedergeschlagen, um die Ausbreitung zu minimieren.

Um eine Wiederaufwirbelung von sich gff. abgelegten Stäuben zu vermeiden, werden die Straßenverkehrsflächen prophylaktisch mit Großkehrmaschinen gereinigt.

Lärmimissionen:

Unmittelbar nach der Sprengung am Samstag, ab ca. 15 Uhr, wird damit begonnen, die Brückenteile so zu zerkleinern, dass sie abtransportiert werden können. Im Fokus stehen dabei zunächst insbesondere die Bereiche der Bahngleise und der Bundesstraße B 263, damit diese schnellstmöglich wieder in Betrieb genommen werden können. Leider erfordert dies lärmintensive Arbeiten im direkten Nachgang zur Sprengung und auch in der Folgezeit, bis vsl. Mitte Dezember 2021.

Damit am Montag (08.11.2021) mit dem Abtransport der Betonteile begonnen werden kann, wird am Samstag (06.11.2021) von ca. 15-23 Uhr und am Sonntag (07.11.2021) von ca. 8-20 Uhr gearbeitet. Der entstehende Lärm ist leider unvermeidbar und die Arbeiten werden durch die Tallage im Umfeld deutlich wahrnehmbar sein.

Bis Mitte Dezember sind im Bereich der restlichen Brücke weitere lärmintensiven Arbeiten erforderlich, so etwa das Zerkleinern und Verladen von Brückenteilen. Diese Arbeiten sind von morgens (ca. 6 / 7 Uhr) bis abends (tlw. bis 22 Uhr) jeweils von Montag bis Samstag möglich. Selbstverständlich setzen wir alles daran, die besonders lärmintensiven Arbeiten, in Abhängigkeit vom Baufortschritt, möglichst schnell abzuschließen. An weiteren Sonntagen sollen Arbeiten möglichst vermieden werden.

Uns ist bewusst, dass der entstehende Lärm eine Herausforderung darstellt, aber bitte bedenken Sie auch, dass wir durch das Vorgehen mit der Sprengung die Gesamtbauzeit – und damit auch die Lärmbelästigung insgesamt - deutlich reduzieren.

Am Sprengtag werden mit rund 220 Kilogramm Sprengstoff die beiden 310 Meter langen Brückenteile niedergelegt. Zunächst das südliche Brückenbauwerk (FR Frankfurt) und nur drei Sekunden später die Nordbrücke. Die Sprengstellen befinden sich an den Pfeiler der Süd- und Nordbrücke sowie in den beiden Endfeldern der Nordbrücke. Andere Bereiche der beiden Brücken sind von der Sprengung nicht betroffen. Alle Sprengstellen werden mit schweren Sprengschutzmatten abgedeckt, um den Sprengstreuflug und die Staubbildung zu minimieren.

Die Autobahn GmbH wird am 6.11.2021 ab 11 Uhr auf dem eigenen YouTube-Kanal „Die Autobahn“ sowie über die Website http://www.autobahn.de/west einen moderierten Live-Stream mit vielen Interviews anbieten. Aufgrund der weiträumigen Sicherheitszone vor Ort, hat man hiermit den besten Blick und die beste Informationslage.

Auch zur Vorbereitung der Sprengung sind zwingend arbeitsschutzrechtliche Vorgaben einzuhalten. Bei einer kontrollierten Sprengung ist es immer das Ziel das keine Schäden hervorgerufen werden. Deshalb musste zunächst die Notstabilisierung abgeschlossen werden. Erst dann konnte bei Vorlage des gebotenen Arbeitsschutzes mit den sprengvorbereitenden Arbeiten begonnen werden. Mehr zur Notstabilisierung und den dann folgenden Sicherungsarbeiten unter der Brücke finden Sie im nachfolgenden Kapitel.

Die Autobahn GmbH (AdB) wird zur Prävention im Vorfeld der Sprengung umfangreiche Sicherungsmaßnahmen ergreifen.

Zudem wird vor der Sprengung eine räumlich umfassende Beweissicherung der Anlagen und Gebäude im Umfeld der Brücke durchgeführt. Die genaue Ausdehnung dieses Untersuchungsraumes wird durch die Sprengplanung festgelegt. Bei der Beweissicherung wird der Ist-Zustand der Anlagen und Gebäude erfasst. Somit lässt sich feststellen, ob möglicherweise nach der Sprengung Schäden an Anlagen und Gebäuden festzustellen sind, die vorher nicht vorhanden waren.

Die AdB wird betroffene Anwohner / Eigentümer vor der Sprengung zu einer Informationsveranstaltung einladen.

Sollten im Zuge der Sprengung Schäden auftreten, können sich mögliche Betroffene im Nachgang an eine Schadensmeldestelle wenden. Die Kontaktdaten: FU-WES-Schaden-Salzbachtalbruecke[at]autobahn[dot]de

Die oberste Prämisse unseres Handelns: die Sicherheit der am Bau Beteiligten sowie der Bevölkerung. Gleichfalls sind wir in engem Kontakt mit weiteren Beteiligten, um den unvermeidlichen negativen Auswirkungen auf den Verkehr entgegenwirken zu können. Hierzu wurde bereits ein Verkehrskonzept erarbeitet, um Maßnahmen für umsetzbare Optimierungsmöglichkeiten zu entwickeln. Erste umgesetzte Einzelmaßnahmen haben ab dem 1.7.2021 gegriffen.

Entschieden wurde, dass sowohl das südliche als auch das nördliche Brückenbauwerk gesprengt werden. Dies bedarf vorab intensiver Planung.

Zunächst musste jedoch das Bauwerk so gesichert werden, dass darunter die Vorbereitungsarbeiten für die Sprengung durchgeführt werden können. Die Sicherung umfasste u.a. folgende Arbeiten:

Beiderseits des beschädigten Pfeilers wurden schwere Hilfsgerüste installiert, die im Falle des Versagens des Pfeilers ein Absacken der Brücke verhindern würden. Zusätzlich wurden das Auflager des westlich angrenzenden Brückenpfeilers und des östlich angrenzenden Widerlagers der Brücke mit Spritzbeton gesichert, sodass auch hier kein weiteres Absacken möglich ist. Da Menschen aus Sicherheitsgründen zum Zeitpunkt der Arbeiten noch nicht unter der Brücke arbeiten konnten, wurden diese Arbeiten mit ferngesteuerten Geräten durchgeführt. Der geschädigte Pfeiler wurde mit einem Stahlbetonkorsett gesichert. Zur Sicherstellung der korrekten Ausführung der Spritzbetonarbeiten war eine permanente Nahkontrolle erforderlich. Diese wurde mit Kameradrohnen durchgeführt.

Ein Video zu den Arbeiten finden Sie HIER.

Wir rechnen mit einem Zeitaufwand von zirka 8 Wochen für die Sicherungsarbeiten. Die Sicherungsarbeiten zur Vorbereitung der Sprengung haben am 6.9.2021 begonnen.

Diese Arbeiten beinhalten u.a. den Rückbau der Gleis- und Oberleitungsanlagen der Bahnstrecke, die Sicherung der unter der Brücke verlaufenden Leitungen und des Salzbaches. Das Gleisbett der Bahnanlage und die Mainzer Straße (B 263) und weitere zu schützende Bereiche werden mit Stützwällen und Fallbetten gesichert. Das bedeutet, dass hier dicke Sandschichten und Wälle aufgebaut werden, die den Aufschlag der Brückenteile abpuffern. Hierfür werden 50.000 Kubikmeter Sand und Erde benötigt. Zudem müssen noch 750 bis zu neun Meter tiefe Löcher auf der Suche nach möglichen Weltkriegsbomben gebohrt werden. Dies wurde durch das im Gegensatz zum herkömmlichen Abriss geänderte Baufeld erforderlich.

Ein Video zu den Arbeiten finden Sie HIER.

Der Schutz der Klärbecken der Kläranlage Wiesbaden erfolgt über den eigentlichen Ablauf der Sprengung. Zunächst soll die Südbrücke senkrecht in sich zusammenfallen. Die Nordbrücke wird so gesprengt, dass sie nach Süden - weg von den Klärbecken - auf die Trümmer der Südbrücke fällt.

Nach der Sprengung sind zunächst die Trümmer der Brücke und die Fallbetten abzuräumen. Dann sind die Gleise und Oberleitungen der Bahnanlagen widerherzustellen sowie die Fahrbahn der Mainzer Straße (B 263) auf Schäden zu kontrollieren und ggf. instand zu setzen. Wir rechnen mit einer Freigabe der Bahnanlagen ca. 6 Wochen nach der Sprengung. Die Mainzer Straße kann möglicherweise etwas früher freigegeben werden.

Nach erfolgreicher Sprengung kann der Bau der neuen Südbrücke beginnen. Die Bauarbeiten sollen nach bisheriger Planung ca. ein Jahr dauern. Der Vorteil: Die Gründungen für die neuen Pfeiler sind schon im Boden.

Parallel zum Neubau der Südbrücke werden die Bauarbeiten für das nördliche Brückenteilbauwerk vorangetrieben. Steht das neue südliche Brückenbauwerk erst einmal, stehen pro Fahrtrichtung wieder zwei verengt geführte Fahrstreifen zur Verfügung. Sobald das nördliche Bauwerk wieder unter Verkehr genommen werden kann, entfällt die notwendige Baustellenverkehrsführung auf der Südbrücke und die neue Salzbachtalbrücke steht allen Verkehrsteilnehmern ohne Einschränkungen zur Verfügung.

Nach der aktuellen Zeitschiene war die komplette Fertigstellung der Salzbachtalbrücke im Jahr 2026 vorgesehen. Vor dem Hintergrund der neuen Situation könnte der Ersatzneubau voraussichtlich früher in Betrieb gehen.

Die Autobahn GmbH ist für das Autobahnnetz verantwortlich. Unsere Hinweise:

Folgende Umleitungen sind an zentralen Autobahnpunkten über die dWiSta-Anlagen (dynamische Wegweiser mit integrierten Stauinformationen) geschaltet:

  • Mainspitz-Dreieck: Rüdesheim via Bingen (A60) und via A643 Wiesbaden
  • Schiersteiner Kreuz: Köln/Frankfurt via A643 Mainz und via A60 Darmstadt
  • Dreieck Mainz: Frankfurt via A60 Darmstadt und via A67 Frankfurt
  • Kreuz Mainz-Süd: Frankfurt via A60 Darmstadt und via A67 Frankfurt
  • Wi-Kreuz: Hinweis auf Sperrung hinter Wi-Mainzer Straße
  • Wi-Mainzer Straße: Hinweis auf Sperrung hinter Wi-Mainzer Straße

Zur weiträumigen Umfahrung der Salzbachtalbrücke wird grundsätzlich der Mainzer Autobahnring empfohlen - Bundesautobahnen (A) 643, 60 und 671. Bürgerinnen und Bürger aus dem Bereich Untertaunus können entweder auf die westliche Umfahrung des Stadtgebietes über die Bundesstraße 260, beziehungsweise die nordöstliche Umfahrung über die Bundesstraße 275 und die A 3 ausweichen. Der Verkehr auf den hier genannten Straßen wurde bisher nicht merklich von der Brückensperrung beeinträchtigt. Auch wenn diese Routen auf den ersten Blick länger als die Fahrt durch das innerstädtische Straßennetz wirken, sind diese Umfahrungen darum oftmals die schnelleren und flüssigeren Optionen, um Ziele im weiteren Rhein-Main-Gebiet zu erreichen.

Weitere Informationen finden Sie unter den nachfolgenden Links:

Informationen der Stadt Wiesbaden

https://www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/verkehr/auto/sperrung-salzbachtalbruecke-infosautofahrer.php

www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/verkehr/auto/sperrung-salzbachtalbruecke-oepnv.php

Informationen des RMV bezüglich Änderungen im Schienen- und Busverkehr am Wiesbadener Hauptbahnhof finden Sie hier:

www.rmv.de/c/de/informationen-zum-rmv/der-rmv/rmv-aktuell/re9-rb10-rb33-rb75-s1-s8-s9-erhebliche-einschraenkungen-am-wiesbadener-hbf

Sobald es zum Fortgang der Arbeiten an der Salzbachtalbrücke wieder abgesicherte Neuigkeiten gibt, informieren wir darüber. Antworten auf manche durchaus berechtigten Einzelfragen sind seriös aber erst nach Vorliegen eines schlüssigen Gesamtbildes möglich.

Sobald es zum Fortgang der Arbeiten an der Salzbachtalbrücke wieder abgesicherte Neuigkeiten gibt, informieren wir darüber. Antworten auf manche durchaus berechtigten Einzelfragen sind seriös aber erst nach Vorliegen eines schlüssigen Gesamtbildes möglich.

Alle Straßensperrungen erfolgen vom Samstag, 6. November, 8 bis voraussichtlich 15 Uhr. Lediglich die B 263 in Fahrtrichtung Süden - über den Bypass - wird bereits ab Freitag, 5. November, von 18 Uhr bis Sonntag, 7. November, 10 Uhr, gesperrt, da die baulichen Vorbereitungen der Sprengung dies erforderlich machen.

Die Brückensprengung macht die Sperrung der B 263, der Verlängerung der Mainzer Straße in Richtung Süden bis zum Amöneburger Kreisel, erforderlich. Dies betrifft auch den nach der Brückensperrung eingerichteten, sogenannten "Bypass".

Von der A 66 kommend wird der Verkehr daher bereits an der Anschlussstelle Erbenheim über die B455 nach Erbenheim beziehungsweise nach Kastel umgeleitet.

Der Verkehr aus Süden von der A 671 kommend wird über den Amöneburger Kreisel und die Mainzer Straße in Richtung Kasteler Straße umgeleitet. Sollte es im Laufe der Sperrung zu erheblichen Verkehrsbehinderungen am Amöneburger Kreisel kommen, behalten sich die verantwortlichen Stellen eine Sperrung der A 671 in Fahrtrichtung Wiesbaden ab Anschlussstelle Mainz-Kastel vor.

Der Amöneburger Kreisel ist Bestandteil des Rettungswegekonzeptes bei der Sprengung, weswegen dort größere Verkehrsbehinderungen verhindert werden müssen. Der Verkehr aus der Innenstadt auf der Mainzer Straße wird auf Höhe des Freizeitbads auf den 2. Ring umgeleitet, entweder in den Siegfriedring Richtung B 455 oder in den Theodor-Heuss-Ring in Richtung Biebricher Allee.

Zur Umfahrung der B 263 bieten sich östlich die Route über Siegfriedring, B455 und Boelckestraße und westlich die über Theodor-Heuss-Ring, Biebricher Allee, Kasteler Straße, Mainzer Straße, Amöneburger Kreisel und A 671 an - aus Süden kommend in umgekehrter Richtung. Die Umleitungen sind entsprechend ausgeschildert. Zur Umfahrung der A66 bieten sich nördlich die Route über die Anschlussstelle Erbenheim, B455, zweiter Ring und Biebricher Allee und südlich über die Anschlussstelle Erbenheim, B455, A671, Amöneburger Kreisel, Mainzer Straße, Kasteler Straße und Biebricher Allee an - aus Westen kommend in umgekehrter Richtung.

Zusätzlich muss an der Anschlussstelle Biebrich aufgrund der Unterschreitung der 250-Meter-Sprengzone der eingerichtete U-Turn auf der A 66 von der Biebricher Allee in Fahrtrichtung Westen/Rheingau gesperrt werden. Wer von der Biebricher Allee auf die A66 in Richtung Rheingau fahren möchte, muss die bestehende Abfahrt über die Henkellstraße nutzen.

Weitere Informationen finden Sie unter den nachfolgenden Links:

Informationen der Stadt Wiesbaden

https://www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/verkehr/auto/sperrung-salzbachtalbruecke-sprengwochenende.php

Nach erfolgter Stabilisierung der Südbrücke konnte das Brückenuntersichtgerät am 15.9.2021 mittels Kran geborgen werden.

§7, 2 des Bundesfernstraßengesetztes (FStrG) regelt, dass der Gemeingebrauch beschränkt werden kann, wenn dies wegen des baulichen Zustandes zur Vermeidung außerordentlicher Schäden an der Straße oder für die Sicherheit oder Leichtigkeit des Verkehrs notwendig ist. Die Beschränkungen sind durch Verkehrszeichen kenntlich zu machen. Es besteht kein Individualanspruch auf das Vorhandensein von Straßen. Vor diesem Hintergrund besteht kein Anspruch auf Schadenersatz.

Die Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes hat zusammen mit anderen zuständigen Institutionen im Bereich Verkehrsinfrastruktur kurzfristig ein Verkehrskonzept erarbeitet, das den Verkehrsteilnehmern in und um Wiesbaden möglichst kurzfristig Erleichterungen verschaffen soll. Folgende Punkte werden neben anderen umgesetzt:

  • Aktuell werden zur Entzerrung der Verkehrsströme im Autobahnnetz großräumige Umleitungen über dynamische Anzeigetafeln ausgewiesen.
  • Im Bereich des Schiersteiner Kreuzes gilt künftig ein Verbot für LKW über 3,5 Tonnen, um die Anschlussstelle (AS) Wiesbaden-Biebrich zu entlasten (A66 ab Schiersteiner Kreuz bis AS Wi-Biebrich für LKW > 3,5 t gesperrt).
  • Für die B263 sowie die angrenzenden Geh- und Radwege wird ein Bypass in beide Fahrtrichtungen hergestellt. Die B263 wird über die Rampen der AS Wi-Mainzer Straße und die A66 über den geöffneten Mittelstreifen geführt.
  • Die Autobahnzufahrt an der AS Wiesbaden-Biebrich wird in Fahrtrichtung Rüdesheim vereinfacht.
  • Im Stadtgebiet von Wiesbaden wird die wegweisende Beschilderung auf die aktuelle Situation angepasst: Nicht erreichbare Ziele werden ausgekreuzt, Ampelschaltungen werden angepasst. Im Bereich Siegfriedring / B455 soll der Wirtschaftsweg (Berliner Straße) als Zufahrt auf die B455 umgebaut werden (Rechtsabbieger), um die Linksabbieger zu entlasten.

Für Rückfragen zur Evakuierung und Führung des städtischen Verkehrs hat die Stadt Wiesbaden von Donnerstag, 4. November, bis Samstag, 6. November, ein Bürger-telefon unter der Nummer (0611) 316041 eingerichtet. Dort werden Fragen zu Evakuierung, Straßensperrungen und der Sprengung beantwortet. Das Telefon ist am Donnerstag von 7.45 Uhr bis 16 Uhr besetzt, am Freitag von 7.45 Uhr bis 18 Uhr sowie am Samstag von 6.45 Uhr bis zum Ende der Maßnahme. Die häufigsten Fragen, auch zu Straßensperrungen, werden außerdem auch unter www.wiesbaden.de/salzbachtalbruecke beantwortet.

Die Autobahn GmbH können Sie zu allen technischen Fragstellungen (Sprengung, Bauablauf, Lärm, Staub, Erschütterung etc.) jeweils Montag bis Freitag im Zeitraum von 9:00 Uhr bis 10:00 Uhr unter der Rufnummer 06151-3306-3690 erreichen. Die Hotline ist bis zum 05.11.2021 geschaltet. Weitere Informationen sind auf der Homepage der Autobahn GmbH abgelegt: www.autobahn.de/west/projekte/detail/a66-abriss-neubau-salzbachtalbruecke-autobahn.

Um die Belastungen so gering wie möglich zu halten, haben folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Verzicht auf Nachtarbeit bei den lärmintensiven Rückbauarbeiten (Eine Ausnahme bildete lediglich der Sprengsamstag, 06.11.2021, mit Arbeiten bis 23:00 Uhr)
  • Beschränkung der lärmintensiven Arbeiten auf eine Kernzeit (Werktage zwischen 7:00 und 18:00 Uhr maximal jedoch bis 20:00 Uhr)
  • Lärmarme Tätigkeiten, Maschinenwartung und -instandsetzung vorrangig in Nebenzeiten
  • Keine Brecheranlage zur Zerkleinerung der Trümmer vor Ort, sondern Abtransport großer Trümmerteile und Weiterverarbeitung auf der Deponie. Dies kann nur vor Freigabe der Bahntrasse erfolgen, weil der Weg ab diesem Zeitpunkt „versperrt“ ist.
  • Abtransport unter geringstmöglicher Belastung der Anwohner (Massentransporte durch die Straße „An der Hammermühle“ werden auf das unvermeidbare Maß reduziert)

Unter Beachtung der genannten Maßnahmen entstehen durch die Arbeiten dennoch unvermeidbare Belastungen für die Anwohner mit Überschreitungen der Lärmimmissionsrichtwerte.

Unvermeidbare Überschreitungen von Immissionsrichtwerten sind nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm (AVV) zulässig. Der Grund: die Bauarbeiten stehen im öffentlichen Interesse (Übergabe Bahntrasse zum Wiesbadener Hauptbahnhof & Bundesstraße), sind dringend erforderlich und lassen sich ohne die Überschreitung der Immissionsrichtwerte nicht oder nicht rechtzeitig durchführen.

Durch den zügigen Baubetrieb vor Ort wird sichergestellt, dass die Arbeiten wie geplant umgesetzt werden, um die höheren Lärmbelastungen den Anwohnern nur über einen Zeitraum von wenigen Wochen zu zumuten.

Der ursprünglich geplante bauliche Abriss der Brücken hätte ebenfalls hohe Belastungen verursacht. Dabei hätte der damals geplanten Rückbau - ohne Sprengung - 30 Monate erfordert und somit sehr viel länger angedauert. In der geänderten Situation sind die Abbrucharbeiten spätestens im Januar 2022 beendet. Im Baufeld vermutlich bereits im Dezember 2021, so dass danach nur noch die weitere Aufbereitung des Betons auf dem Deponieareal ansteht.

Durch die gewählte Vorgehensweise kann die alte Brücke schneller beseitigt werden und die Fertigstellung der neuen Südbrücke von ursprünglich Ende 2024 (Plan vor der Havarie der Brücke) auf 2023 deutlich vorgezogen werden.

Nach Errichtung der Südbrücke stehen wieder zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung auf der A 66 zur Verfügung; der Ausweichverkehr von der A 66 durch die Stadt Wiesbaden entfällt.

In der KW 46 werden Lärmmessungen zur Ermittlung und Überwachung der Lärmpegel durchgeführt.



Pressebilder zum honorarfreien Download

Die Fotos und Videos können in redaktionellen Beiträgen und Medienberichtserstattungen unter Nennung des/der jeweiligen Fotografen/Fotografin im Hinweis auf das Urheberrecht frei verwendet werden.


Aufräumarbeiten (16.11.2021)

Weitere Fotos und Videos

Sprengung (06.11.2021)

Weitere Fotos und Videos

Sprengvorbereitungen (13.+27.10.2021)

Weitere Fotos und Videos

Sicherungsarbeiten unter Brücke (04.10.2021)

Weitere Fotos

Bergung Brückenuntersichtgerät (15.09.2021)

Weitere Fotos und Videos

Sicherung Infrastruktur unterhalb Brücke (07.09.2021)

Weitere Fotos und Videos

Anbringung Spritzbetonkorsett (04.08.2021)

Weitere Fotos und Videos

Einschub Gerüsttürme mit ferngesteuertem „Tausendfüßler“ (13./14.07.2021)

Weitere Fotos und Videos

Vorbereitende Arbeiten für die Gerüsttürme, Einsatz ferngesteuerte Raupe (08.07.2021)

Weitere Fotos und Videos

Bypass Anschlussstelle Wiesbaden-Mainzer Straße (02.07.2021)

Weitere Fotos und Videos

Vollgesperrte Salzbachtalbrücke (25.06.2021)

Weitere Fotos und Videos

Salzbachtalbrücke unter Verkehr (24.05.2019)

Weitere Fotos und Videos

Pressekontakt

Stefan Hodes

Pressesprecher Außenstelle Wiesbaden

Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung West
Außenstelle Wiesbaden
Hagenauer Str. 44
65203 Wiesbaden