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A45: Sauberes Wasser für die Rahmede

Für die Entwässerung der künftigen neuen Talbrücke Rahmede wird ein Filterbecken gebaut. So fließt künftig sauberes Wasser in den Bach.

Projektleiter Klaus Gillmann schaut gemeinsam mit Anliegern auf einen Plan.
Ortstermin am Wislader Weg: Klaus Gillmann, Geschäftsbereichsleiter Planung in der Außenstelle Hagen, im Gespräch mit Anliegern. Foto: Autobahn Westfalen/Susanne Schlenga

Lüdenscheid. Die Autobahn Westfalen legt für die neue Talbrücke Rahmede eine moderne Regenwasserbehandlungsanlage (RWBA) an. Das Becken, das mit einem so genannten Retentionsbodenfilter ausgestattet wird, entsteht am jetzigen Ölabscheider am Wislader Weg. „Hier haben wir den notwendigen Platz, um ein neues Becken schnell zu errichten“, sagt Klaus Gillmann, Geschäftsbereichsleiter Planung bei der Außenstelle Hagen. Baubeginn soll Anfang 2023 sein.

Gebaut wird zunächst ein etwa 20 mal 55 Meter großes Betonbecken, das am Ende ein Volumen von 4500 Kubikmetern haben wird. Das entspricht der Füllung von rund 30.000 Badewannen. In der Anlage wird das von der Autobahn abfließende Regenwasser gesammelt, durch den Bodenfilter geleitet und anschließend gedrosselt über einen Kanal in die Rahmede geleitet. „Die Wassermenge liegt dabei bei etwa 100 Litern pro Sekunde, was deutlich unter dem Wert liegt, der heute erreicht wird“, erklärt Gillmann. „Damit tragen wir auch etwas zum Hochwasserschutz bei, denn mit dieser Anlage können Starkregenereignisse abgefedert werden.“

Der Bach Wismecke, der derzeit noch durch den alten Ölabscheider fließt, wird in Zukunft am Becken vorbei durch ein Rohr Richtung Rahmede geführt. „Alle Maßnahmen sind mit der zuständigen Unteren Wasserbehörde eng abgestimmt“, dankt Klaus Gillmann für die konstruktive Zusammenarbeit. Mit einer Bürgerinformation hat die Autobahn Westfalen am Mittwoch (6.4.) die direkten Anlieger und Grundstückseigentümer über die geplante Baumaßnahme informiert.

 

Hintergrund

  • Die Autobahn Westfalen betreibt insgesamt etwa 400 Regenwasserbehandlungsanlagen an ihren Strecken. Damit gehören die Anlagen zur Autobahn wie Mittelleitplanke und Hinweisschilder und werden – steht zum Beispiel ein Neubau einer Brücke an – auf dem technisch neuesten Stand neu errichtet. Mit der Regenwasserbehandlung – und hier mit dem Einbau eines Retentionsbodenfilters – leistet die Autobahn Westfalen so einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.
  • Der Filter ist quasi eine kleine Öko-Kläranlage. Auf und in der Filterschicht finden physikalisch-chemisch und biologische Reinigungsprozesse statt. Der in dem Retentionsbodenfilter geschichtete Boden, bestehend aus Filterkies, Filtersubstrat und carbonathaltigem Kies, wird mit Schilf bepflanzt.  Die Wurzeln des Schilfs sorgen dabei nicht nur für Halt, sondern sie lockern den Boden dauerhaft auf. Der dichte Schilfbewuchs sorgt zudem dafür, dass sich nicht andere Pflanzen ansiedeln.
  • Die neuen Anlagen bieten nicht nur für die Mitarbeiter über Treppen (statt Leitern) einen sicheren Einstieg, auch Amphibien können über eine Kunstrasen-Rampe aus dem Becken wieder heraus.


    Kontakt: Susanne Schlenga, Telefon: 015201594027, susanne.schlenga@autobahn.de